08. März 2020, 22:03 Uhr

Zufriedene Gesichter

08. März 2020, 22:03 Uhr
Siebenmeter für die HSG Lumdatal: Wettenbergs Larissa Goncalves (l.) foult im Derby Madeleine Müller. FOTO: RAS

Im Derby des 18. Spieltags der Frauenhandball-Oberliga trennten sich die HSG Wettenberg und die HSG Lumdatal leistungsgerecht mit einem 30:30 (14:15)-Unentschieden. Damit endete nach dem Hin- auch das Rückspiel in Wettenberg mit einem Remis. Überschattet wurde die Partie von einer Szene wenige Sekunden vor dem Abpfiff: Gästeakteurin Nina Hasenkamp landete unglücklich und trug offenbar eine Verletzung im Bereich der Halswirbelsäule davon.

Wettenbergs Trainer Christoph Fähler meinte: »Ich denke, dass das eine gerechte Punkteteilung ist. Beide Mannschaften hatten jeweils ihre Phasen, in denen sie ihre Vorteile hatten. Wir brauchen jetzt noch einen Sieg, denke ich, um vollständig abgesichert zu sein.« Auf der Gegenseite sagte der Trainer des überraschenden Tabellenführers, Marcel Köhler: »Das war ein insgesamt ausgeglichenes Spiel. Ich denke, dass beide Teams gut mit dem Unentschieden leben können. Natürlich hätte das Spiel in eine der beiden Richtungen kippen können, das Ergebnis geht aber völlig in Ordnung.« Zudem bestätigte Köhler, dass die Verletzung von Hasenkamp glücklicherweise nicht ganz so schwerwiegend sei, wie zunächst angenommen.

Beide Teams starteten nervös, ehe die neunfache Wettenberger Torschützin Tania Tröller nach den Torreigen eröffnete. Wenig später kam auch Lumdatal zum ersten Treffer, Hanna Schmidt erzielte per Schlagwurf das 1:1. Aufseiten der Wettenbergerinnen zeigte sich insbesondere Larissa Goncalves zunächst offensivfreudig und konnte ihre Mannschaft ein ums andere Mal in Front werfen.

Gäste verspielen Zwei-Tore-Führung

Während der gesamten Partie offenbarten die beiden Deckungsreihen immer wieder Lücken, die die Kontrahentinnen zu nutzen wussten, sodass der Spielverlauf ausgeglichen blieb. Beim 13:10 durch Tröller konnte sich die Heimmannschaft erstmals auf drei Tore absetzen, zur Pause lagen die Gäste mit 15:14 vorne.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein unverändertes Bild, kein Team konnte sich absetzen, es blieb stets spannend. Zwar konnte Wettenberg nach dem 23:22 zwölf Minuten vor dem Ende nicht mehr ein weiteres Mal in Führung gehen, Lumdatal gelang es jedoch nicht, ein Polster aufzubauen.

So konterte Wettenberg nahezu jeden Treffer der Auswärts-Sieben postwendend und kam immer wieder zum Ausgleich. Drei Minuten vor dem Abpfiff lag Lumdatal mit 29:27 vorne, konnte die Führung aber nicht ins Ziel bringen.

Wettenberg: Rinn, Hohl; Münch (2), Schuldt (5/1), Svenja Pohl, Goncalves (7), Tafferner, Theresa Pohl, Schwab (1), Krüger (1), Tröller (9), Till (4), Stefanie Schön, Katja Schön (2/2).

Lumdatal: Schuster, Menz; Sauer (10/8), Schlapp (3), Elmshäuser (1), Franzsika Müller (2), Schmidt (4), Hasenkamp (3), Madeleine Müller (1), Hilbrich, Smajek, Cybulski (5), Parma (1).

Im Stenogramm: SR: Podesta/Rossmeier (Hochheim/Wicker). - Zu.: 200. - Zeitstrafen: 6:12 Minuten. - Siebenmeter: 4/3:8/8.

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