30. Januar 2020, 21:57 Uhr

Wurzelbehandlung beim Spitzenreiter

30. Januar 2020, 21:57 Uhr

Ein Derby und drei spannende Mittelfeldpartien stehen in der Handball-Landesliga der Frauen auf dem Programm. Im breiten Mittelfeld der Tabelle kann sich nach diesem Wochenende einiges verändern, dazu wollen die Mittelhessen-Teams ihren positiven Beitrag leisten.

TSG Leihgestern - SG Kleenheim-Langgöns U 23 (Sa., 18 Uhr, Stadthalle Linden): »Wir wollen auf alles, was da kommen kann, vorbereitet sein«, meint TSG-Trainerin Jonna Jensen in Anbetracht der personellen Möglichkeiten der Kleebachtalerinnen. Leihgestern plagt sich mit ein paar angeschlagenen Spielerinnen herum, zudem hat sich Torhüterin Laura Stövesand in den lange geplanten mehrmonatigen Auslandsaufenthalt verabschiedet. »Das ist ein Spiel wie jedes andere auch«, sagte Jensen. »Kleenheim scheint sich langsam gefunden zu haben, sie sind auf einem aufsteigenden Ast. Wir wollen im Heimspiel gut aussehen und schauen, was dabei rumkommt.«

Gäste-Coach Christian Manderla geht die kommende Aufgabe mit einer Prise Humor an. »Die Vorfreude auf ein Auswärtsspiel in Leihgestern ist grundsätzlich so groß wie auf eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt. Man weiß, irgendwann muss es sein und es könnte auch wehtun.« Seine Mannschaft ist mit 2:2 Punkten ins neue Jahr gestartet und hat gegen Wiesbaden letzte Woche einen großen Kampf abgeliefert. Die SGK wird mit kleinem Kader anrücken, da einige Spielerinnen aus beruflichen Gründen oder krankheitsbedingt fehlen. »Die TSG ist immer für 30, 40 Tore gut«, warnt Manderla. »Die größte Aufgabe wird sein, das Konterspiel zu unterbinden. Im Hinspiel haben meine Damen schon die Grenzen aufgezeigt bekommen, zumindest die Favoritenrolle ist in diesem Spiel geklärt.«

TV 05/07 Hüttenberg II - TSG Eddersheim II (So. 14 Uhr, Sporthalle Hüttenberg): In Eddersheim fing sich der TVH im Oktober eine ordentliche Tracht Prügel ein. Mit 18:29 ging man beim Tabellenfünften unter und fand sich im Tabellenkeller wieder. Gegen Idstein haben die Hüttenbergerinnen letzte Woche ein gutes Spiel gezeigt, daher geht Coach Stefan Mappes vorsichtig optimistisch in die Partie. »Eddersheim ist ein ähnliches Kaliber wie Idstein, vielleicht noch ein bisschen spielstärker.« Die bärenstarke Spielgestalterin Lisa Walter ist der Kopf der Mannschaft und zudem torgefährlich. Sie setzt ihre Nebenleute und die Kreisläuferin sehr gut ein. »Wir müssen sehen, dass wir ihr Spiel ein bisschen eingrenzen, damit wir den Halben etwas den Druck nehmen können.« Carina Schmidt wird am Sonntag fehlen, dafür ist Sarah Taylor wieder dabei.

TV Idstein - HSG Wettenberg II (So., 17 Uhr, Sporthalle Am Hexenturm): HSG-Trainer Henrik Schneider würde den Coup vom Hinspiel, das man mit 28:26 für sich entscheiden konnte gerne wiederholen. Da waren die Idsteinerinnen allerdings nur mit neun Spielerinnen unterwegs. »Dafür müssen wir die Rückraumrechte Ida Pokoyski und Sophia Kemmler auf Rechtsaußen in den Griff bekommen.« Das hatte auch im Hinspiel gut funktioniert, wo man Idsteins spielbestimmende Akteurin Martina Ruchti ohne persönliche Betreuung hatte machen lassen. »Aufgrund der Tabellensituation wäre ein Sieg enorm wichtig, da es noch sehr eng zugeht«, so Schneider, der mit der Zielsetzung Sieg ins Wochenende geht. Die Vorbereitung auf die Partie verläuft allerdings aufgrund einiger Erkältungen und Uni-Stress eher schwierig.

HSG Goldstein/Schwanheim - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (So. 18 Uhr, C.-v.-Weinberg-Schule, Frankfurt): Mit Goldstein wartet ein Gegner auf die Damen von Coach Sebastian Roth, der alles dafür geben wird, um die beiden Punkte daheim zu behalten. Goldstein werden am Ende der Saison drei Punkte wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls abgezogen, wodurch die Frankfurterinnen mächtig unter Druck stehen. »Sie werden uns vor allem auf der kämpferischen Ebene fordern«, meint Roth. Die Gastgeberinnen stellen eine kompakte 6:0-Abwehr und versuchen über ihr Gegenstoßspiel zum Erfolg zu kommen. »Da ist Zielsetzung schneller Rückzug und sie vor allem ins Sechs-gegen-Sechs zu zwingen.« Die Grün-Weißen wollen selbst eine stabile Deckung auf die Platte bringen, den Spieß umdrehen und Gegenstöße laufen. »Ich glaube, die größte Aufgabe wird die mentale Geschichte sein. Die werden heiß sein ohne Ende«, so Roth.

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