05. September 2020, 17:00 Uhr

Tischtennis

»Wollen einen Mittelfeldplatz erreichen«

Vorstand Steffen Kreiling im GAZ-Interview über Corona und die Ziele der Wißmarer Tischtennis-Damen in der Oberliga.
05. September 2020, 17:00 Uhr
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Von Dietmar Kelkel
Steffen Kreiling

Nach drei Aufstiegen in Folge ist der TTC Wißmar in der Tischtennis-Oberliga Hessen der Frauen angekommen und hofft auf einen Platz im gesicherten Mittelfeld. Über eine Runde zu Coronazeiten sprach unser Mitarbeiter Dietmar Kelkel mit dem Vorsitzenden Steffen Kreiling.

Wer spielt regelmäßig?

Die Mannschaft ist mit acht Spielerinnen aufgestellt, was sich erstmal viel anhört. Theresa Neumann wird wohl selten zum Einsatz kommen können. Sie beginnt eine Ausbildung in München. Bei Christine Prell und Alisa Dietz müssen wir sehen, wie die Arbeitszeiten am Wochenende sind. Karolin Schäfer ist noch nicht 100 Prozent fit (Rückenprobleme). Paulina Hauf und Céline Kreiling werden - Stand jetzt - komplett und Lin Neuhof und Annette Kreiling wenn es personell eng wird spielen.

Wie läuft die Saisonvorbereitung in Coronazeiten?

Die Saisonvorbereitung läuft unter den Umständen eigentlich schon fast gut. Wir hatten unser Hygienekonzept für das Training vorbereitet und konnten schon Ende Mai, als das Training erlaubt wurde, einsteigen. Das Leistungstraining zusammen mit unseren ersten Herren findet seitdem mit einer kurzen Sommerpausenunterbrechung kontinuierlich statt.

Glauben Sie, dass Zuschauer zugelassen werden?

Wir hoffen, dass Zuschauer zu unseren Spielen kommen dürfen, dies war schon eine schöne Motivation in den vergangenen drei Jahren, nicht nur zu Hause, sondern auch auswärts. Das Hygienekonzept hierzu wird gerade vom Vorstand erstellt. Wir haben weitere Stühle gekauft und könnten so 55 Zuschauer unter den aktuellen Abstandsgeboten in der Halle begrüßen.

Wie managt Ihr Verein die Hygiene- und Abstandsregeln?

Jeder Nachwuchsspieler hat einen Turnbeutel mit eigenen Trainingsutensilien geschenkt bekommen. Für die Bälle haben wir 24 Ballboxen angeschafft und die benutzen Bälle werden nach jeder Trainingseinheit zu Hause und die Tische in der Halle gewaschen. Durch die Abstandsregeln konnten wir vor den Sommerferien nur an sechs Tischen trainieren, normal sind zwölf. Wir haben dann Trainingseinheiten auf den Samstag gelegt, so dass zumindest jeder, der wollte, einmal in der Wochen die Möglichkeit hatte, zu trainieren.

Beim flüchtigen Blick auf die Q-TTR-Werte scheint die Mannschaft stark genug, vorne mitzuspielen.

Nach den letzten drei Runden, wo schon immer der Druck etwas dabei war, das Spiel zu gewinnen, um dann auch das gesetzte Ziel Aufstieg zu erreichen, wollen wir diesmal versuchen, einen Mittelfeldplatz zu erreichen. Das hängt dann auch etwas davon ab, welche von den acht Spielerinnen wann zur Verfügung steht.

Wie schätzen Sie die Stärke der einzelnen Teams ein?

Langstadt III und Langen II zählen wir zu den Favoriten in der Liga. Von den Q-TTR-Punkten ist die Liga recht ausgeglichen und es hängt sicher viel davon ab, wer zum Einsatz kommen kann.

Es werden immer mehr Stimmen laut, die der Meinung sind, der Saisonstart komme zu früh. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Es ist schwierig einzuschätzen und wahrscheinlich erst im Nachhinein zu bewerten. Ich denke, der HTTV hat sehr viel richtig gemacht mit dem frühen Abbruch der letzten Saison, und auch die Vorgaben für die kommende Runde sind zeitnah nach der Verlängerung der Verordnung durch das Land Hessen den Vereinen mitgeteilt worden. Vom DTTB, der für die Oberliga zuständig ist, kamen leider noch keine weiteren Informationen. Ich denke, es spielt keine Rolle, jetzt zu starten oder in zwei bis vier Wochen oder gar erst zur Rückrunde. Da niemand weiß, wie sich die Lage entwickelt, ist auch der Zeitpunkt des Starts unerheblich, nur die Gesundheit muss vorgehen und dann die Runde ausgesetzt oder abgebrochen werden.



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