Alle Zeichen standen bei den Krofdorf Knights zum Seitenwechsel auf Sieg. Gegen die TG Neuss Tigers führten die Gastgeberinnen zu diesem Zeitpunkt mit 44:19 und waren auf dem Weg, ihre seit Mitte November andauernde Niederlagenserie in der 2. Basketball-Bundesliga der Frauen zu beenden. Aber daraus wurde nichts. Die Krofdorferinnen brachten es fertig, kurz vor Schluss den Ausgleich zu kassieren. In der fälligen Verlängerung trumpfte dann Neuss auf, und die Knights verloren mit 70:79. Sie bleiben in der Tabelle auf Rang neun.

»Das erste Viertel war bombastisch«, sagte Krofdorfs Teammanagerin Tumika Rinderknecht. Alles klappte bei den Knights. Ihr Teamspiel lief super und die zu hohe Ballverlustrate, das große Manko, das sich durch die ganze Saison zieht, schien abgelegt zu sein. Es wurde gut verteidigt und die Bälle fanden den Weg in den Korb. Nach sechs Punkten in Folge führten die Gastgeberinnen mit 22:10, kurz darauf zum Viertelende mit 24:12. So, wie sie begonnen hatten, machten die Knights im zweiten Abschnitt weiter. Es lief wie am Schnürchen. In der 14. Minute wurde das Zwischenresultat von 33:15 notiert. Bis zur 18. Minute hatte das Team um Trainer Uwe Scheidemann lediglich vier Fouls begangen, was zuletzt ebenfalls anders ausgesehen hatte. Nur neun Turnover gab es in der ersten Halbzeit. Alle Spielerinnen konnten eingesetzt werden.

Nach der komfortablen 44:19-Führung war aber plötzlich alles vorbei. Das dritte Viertel wurde erneut das Krofdorfer Problemviertel. Neuss zeigte den unbedingten Siegeswillen. Egal, wo eine Knights-Akteurin den Ball hatte, sie wurde sofort gedoppelt. Die Wettenbergerinnen verfielen in alte Muster, sie traten nicht mehr als Team auf, es wurden viele Fehlpässe produziert. Die Heimmannschaft verpasste einige Male innerhalb der 24-sekündigen Angriffszeit, einen Wurfversuch zu starten. Den Tigers gelang es, Leslie Robinson fast einzukreisen und somit ihre Zieher zum Korb zu unterbinden. »Wir haben die Nerven verloren«, beschrieb Rinderknecht die mit 13:25 verlorenen dritten zehn Minuten, in denen es neun Turnover gab. Dennoch hatte Krofdorf weiter einen Vorsprung (57:44). Im letzten Durchgang brachten die Knights weiter kaum etwas zustande und bauten Neuss weiter auf. TG-Spielerin Jana Heinrich, die in der ersten Hälfte nicht präsent war, legte auf einmal los und markierte 50 Sekunden vor dem Ende den Ausgleich zum 66:66. In der Overtime war es schließlich um die Wettenbergerinnen komplett geschehen. Es reichte nur für vier Zähler – am Ende hieß es 70:79.

Krofdorf: Quapil (6), Lückenotte (16/2 Dreier), Small (23), Deneke (1), Seel (9/1), Gries (2), Robinson (13/1/11 Rebounds), Shaxon, Ishaque.

Neuss: Ellenrieder (4), Heinrich (10/2 Dreier), Taylor (12), Prudent (8), R. Spießbach (5), Bastian (21/5), J. Schnelle (3/1), Krings (3/1), L. Spießbach, L. Schnelle.

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