25. Februar 2020, 16:00 Uhr

Leichtathletik

Wieder in der Erfolgsspur

Lisa Mayer ist wieder in der Erfolgsspur. Seit Sommer 2018 durch Verletzungen und Infekte gebeutelt, sprintete die 23-Jährige aus Niederkleen bei der Hallen-DM in Leipzig auf den Bronzeplatz.
25. Februar 2020, 16:00 Uhr
Lisa-Marie Kwayie (l.) holt den Titel über 60 Meter, Malaika Mihambo (2. v. l.) wird Zweite, die Niederkleenerin Lisa Mayer (r.) sprintet zu Bronze. FOTO: DPA

Ihren 60-m-Vorlauf gewann Mayer in 7,39 Sekunden, erreichte als Zweite in 7,29 hinter Malaika Mihambo (LG Kurpfalz/7,27) das Finale und steigerte dort ihre Saisonbestzeit erneut auf nun 7,24. Das bedeutete in einem hauchengen Finale den dritten Rang hinter der favorisierten Lisa Marie Kwayie (Neuköln/7,21) und der mit 7,22 persönliche Bestzeit laufenden Weitsprungweltmeisterin Mihambo.

Danach schrieb Lisa Mayer auf Instagram: »Bronze … doch das fühlt sich golden an! Ein wahrer Befreiungsschlag«. Und mit Blick auf die nicht gerade gut verlaufenen Vorwochen: »Ich bin einfach nur dankbar. Ich denke, alle drei Läufe hier in Leipzig werden mir Auftrieb für die kommenden Monate geben.«

Da die Hallen-WM in China dem Coronavirus zum Opfer fiel, kann die Sprinterin des Wetzlarer Sprintteams die Hallensaison trotz kurzzeitiger Selbstzweifel vor Leipzig positiv abhaken und sich auf die Freiluftsaison konzentrieren. Dort wird sie wieder auf Rebekka Haase (ebenfalls Sprintteam Wetzlar), Gina Lückenkemper (seit 2019 SSC Berlin) und Tatjana Pinto (LC Paderborn) treffen, mit denen sie in der Olympiastaffel von Rio auf Platz vier lief.

Einen persönlichen Erfolg in Leipzig verbuchte der aus Wieseck stammende Elias Goer. Er verzichtete auf einen 200-m-Start und schied im 60-m-Halbfinale mit der persönlichen Bestzeit von 6,78 Sekunden aus. Dazu Elias Goer: »Die 60-Meter-Zeit war genau das, was ich mir vorgenommen hatte. Über 200 Meter konnte ich diese Saison einfach nicht richtig trainieren, da war mir die Verletzungsgefahr zu groß.«

Der wie Mayer und Goer ebenfalls für das Sprintteam Wetzlar startende Michael Pohl, in Leipzig als aktueller deutscher Freiluftmeister über 100 m am Start, wurde nach seinem Halbfinalsieg mit Saisonbestzeit von 6,64 in 6,68 leicht enttäuscht Fünfter im Endlauf.

Über 800 m trat Niklas Harsy an. Harsy, der zu Jahresanfang vom LAZ Gießen zum TSV Bayer Leverkusen gewechselt war und Anfang Februar seine Hallenbestzeit auf 1:50,60 Minuten verbessern konnte, schied mit 1:54,36 als Laufdritter und mit einer Zehntelsekunde Rückstand zum für das Finale nötigen zweiten Rang knapp aus.

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