29. Januar 2020, 22:06 Uhr

Wettenberg zeigt Schwäche

29. Januar 2020, 22:06 Uhr
Die Wettenberger um Patrick Schnell müssen um den Liga- erhalt bangen. FOTO: RAS

Auch am 16. Spieltag der Hessenliga war GH Allendorf/Lda. auf der eigenen Kegelbahn nicht beizukommen, gegen den SKC Waldbrunn-Hadamar gab es einen ungefährdeten Drei-Punkte-Erfolg. Der KC 88 Wettenberg verschenkte im Duell um die sicheren Plätze im Mittelfeld gegen SKS 9 Fulda den wichtigen dritten Spielpunkt, während der KSC Heuchelheim auch beim 2:1 gegen die KSG Dillenburg-Herborn lange Schwierigkeiten hatte.

GH Allendorf/Lda. - SKC Waldbrunn-Had. 4826:4620 (52:26/3:0): Gegen den ambitionierten Zweiten gab es am Ende keine Probleme. Anfangs kamen Allendorfs Dennis Weber (789/7) und Jochen Schnecker (793/8) zwar nicht wie gewohnt ins Rollen, doch im Vergleich mit Janis Schmitt (781/5) und Tom Viertel (746/2) hatten sie dennoch die Nase vorn. Die Lumdastädter zogen im mittleren Abschnitt das Tempo an. Patrick Petschel (818/11) und Andreas Schwabauer (806/10) zeigten sich in guter Verfassung und hielten dem Angriff des stärksten SKC-Akteurs Alexander Weiß (804/9) stand. Dessen Blockpartner Klaus Künstling (770/3) konnte da nicht mithalten. Bis dahin hatten die Gäste noch nicht viel vorzuweisen. Mit Spannung wurde dennoch im Schlussblock der Auftritt des souveränen Ranglistenersten (auswärts) Nico Klink erwartet, der vom Erstligisten Riol zum SKC gewechselt war und zuletzt mit überragenden Ergebnissen für Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Doch diesmal stach der SKC-Joker nicht, seine 788/6 Holz an der Seite von Manfred Schmitt (731/1) stellten für »Gut Holz« keine Bedrohung dar. Stattdessen gab es die nächste Gala von Allendorfs Top-Scorer Tobias Sabl (846/12). Zusammen mit André Englisch (774/4), der für den erkrankten Steffen Heinz nachgerückt war, überließ er den Gästen nur fünf Wertungen.

KC 88 Wettenberg - SKS 9 Fulda 4849:4594 (47:31/2:1): Zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt zeigte der KC eine der schwächsten Heimspielleistungen der laufenden Serie und wird sich nun kaum mehr von den möglichen Abstiegsplätzen entfernen können. Wettenbergs Patrick Schnell (866/12) zeigte eine tadellose Vorstellung. Sein Mitspieler Christian Lenz (779/5) überzeugte dagegen nicht, so kam Fulda mit Steven Hartmann (820/10) zur ersten Wertung. Wolfgang Berl (724/1) fiel dafür weit zurück, sodass in der Gesamtholzzahl bereits Klarheit herrschte. Aufseiten der Hausherren war man auch nach dem Mittelblock noch positiv gestimmt, als Kai Uwe Schnell (833/11) und Jan Anders (816/9) gegen Jürgen Alt (783/8) und Felix Möser (733/2) nicht nur den Vorsprung weiter ausbauten, sondern den Gästen bis dahin auch nur drei von den für den Punktgewinn nötigen zehn Wertungen überließen. Im Schlussblock steigerte sich die Spannung. Während Susanne Würz (751/3) für den SKS nicht ins Geschehen eingreifen konnte, gab es zwischen den übrigen drei Akteuren einen Kampf auf Augenhöhe. Erst mit einer 215er-Schlussbahn entschied Fuldas Torben Möller (783/7) holzgleich mit Jörg Schnell (783/6) - und auch vor Steven Groß (772/4) - die Zweitwertung im letzten Wurf für sein Team. Bei Wettenberg war die Entäuschung groß.

KSC Heuchelheim - KSG Dillenburg-Herb. 4695:4649 (38:40/2:1): Die Sicherheit, die der KSC-Startblock noch im letzten Heimspiel auf die Bahnen brachte, war nicht vorhanden. Christian Weeg (753/1) und Andy Kreiling (764/3) fehlten im Vergleich zusammen 100 Hölzer. Sie mussten ihren Gegenspielern Javier Martinez (770/6) und Helmut Klein (802/11) einen Vorsprung von 55 Hölzern einräumen. Im hart umkämpften Spiel - die Gäste hätten bei einem Auswärtserfolg vorzeitig den Klassenerhalt geschafft - gaben sich die Parteien im zweiten Block nichts. Die KSC-Spieler Uwe Reuschling (767/5) und André Karll (771/7) schafften es, gegen Darinka Höge (774/8) und Ingo Vernau (755/2) das Minus leicht zu verringern. Den Teilerfolg bereits in der Tasche, sollte es für die Dillstädter im letzten Abschnitt um die Überraschung gehen. Doch die Heuchelheimer Liberos zeigten abermals Nervenstärke: Lars Wiegandt (801/10) und besonders Wolfgang Keil (839/12) rissen das Ruder herum und sorgten gegen Carsten Grün (783/9) und Carlos Martinez (765/4) für einen 2:1-Erfolg.

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