20. November 2017, 17:32 Uhr

Wettenberg III atmet auf

20. November 2017, 17:32 Uhr
Frei zum Abschluss kommt Max Becker von der KSG Bieber, der im Derby Michel Wingefeld (Nr. 8) von der HSG Wettenberg III versetzt hat und Torhüter David Neumann herausfordert. Am Ende setzt sich die HSG mit 36:32 durch. (Foto: Friedrich)

Nächster Rückschlag für den TV Hüttenberg III im Aufstiegskampf der Männer-Bezirksliga A. Nachdem das Team von Trainer Jan Michel in der Vorwoche die Tabellenführung an die HSG Gedern/Nidda abgeben musste, unterlag die »Dritte« nun der HSG Marburg/Cappel mit 27:33. Die Gunst der Stunde nutzte die MSG Linden II, die durch einen 22:19-Erfolg über die TSF Heuchelheim auf den zweiten Tabellenplatz sprang. Von den letzten sechs Teams des Tableaus konnte einzig Aufsteiger SG Rechtenbach (25:18 über den TSV Lang-Göns) punkten. Ins Mittelfeld rückte die HSG Wettenberg III nach dem 36:32-Derbysieg über die KSG Bieber vor.

TV Hüttenberg III – HSG Marburg/Cappel 27:33 (15:14): Die erste Heimniederlage ordnete TVH-Trainer Jan Michel in die Kategorie »vermeidbar, aber verdient« ein: »Leider war das von uns diesmal viel zu wenig.« Dabei war die Partie in der ersten Hälfte noch völlig offen, die Gastgeber retteten nach Rückstand eine hauchdünne Führung in die Pause (15:14). Im ersten Durchgang machte sich aber bereits bemerkbar, dass die Hüttenberger Defensive diesmal keinen guten Tage erwischt hatte, was sich in der zweiten Hälfte fortsetzte. »Zudem sind uns zahlreiche technische Fehler unterlaufen«, fand Michel den Grund dafür, warum die Gäste aus dem 16:17 (35.) ein 25:21 (48.) machten und die Partie damit zu ihren Gunsten vorentschieden hatten. – Tore, Hüttenberg: Weber (1), Kinzenbach (2), Kummer (3), Marc Birkenstock (4), Strippel (2), Christ (4), Braun (2), Schmidt (1), Simon (8/5) – Marburg/C.: Barabas (4), Flothow (9), Rieke (5), Pallesen (4), Ackermann (1), Sangmeister (7/3), Vogelbacher (3).

SG Rechtenbach – TSV Lang-Göns II 25:18 (15:11): Aufsteiger Rechtenbach von Trainer Christian Kunz hat sich durch den zweiten Saisonsieg vor den wichtigen Spielen bei der HSG Lumdatal II und der HSG Grünberg/Mücke Luft im Tabellenkeller verschafft. »Wir wussten schon gar nicht mehr, wie gut sich zwei Punkte anfühlen. Das war absolut ein Sieg des Kollektivs«, freute sich Kunz nach zuvor sieben Niederlagen. Obwohl bereits nach neun Minuten ein 2:6-Rückstand von der Anzeigetafel leuchtete, bewies Rechtenbach Moral. Nach einem 6:0-Lauf hatte sich die Kunz-Truppe beim 8:6 bereits zurückgekämpft und gab die Führung in der Folge nicht mehr ab. Im Gegenteil, dank einer tollen Abwehrleistung inklusive starker Paraden von Torhüter Matthias Lang zogen die Gastgeber zur Pause bereits auf 15:11 davon. Und weil die Abwehr auch im zweiten Durchgang aggressiv arbeitete und die Chancenverwertung im Angriff gut war, hatte Rechtenbach die Punkte beim 21:15 (46.) praktisch schon eingetütet.

Tore, Rechtenbach: Cislaghi (4/2), Fuchs (2), Bepperling (2), Kaluza (2), Pape (2), Tägl (5), Alexander Langsdorf (3), Viehmann (4), Mäß (1). – Lang-Göns: Pothmann (1), Kegel (1), Klaus Beppler (3), Müller (3), Schmidt (1), Fuß (1), Clasen (1), Rompf (7/2).

HSG Wettenberg III – KSG Bieber 36:32 (16:12): Einen wichtigen Derbyerfolg hat die Wettenberger Dritte eingefahren, die KSG bleibt dagegen mit nur vier Punkten in der gefährdeten Zone. »Ich denke schon, dass der Erfolg in Ordnung geht, da wir über die gesamte Partie mehr oder weniger klar geführt haben. Vor allem mit unserem Start bin ich natürlich sehr zufrieden«, freute sich HSG-Trainer Benny Blattner. Dank aggressivem Abwehrspiels hatte sich Wettenberg nach neun Minuten bereits eine 7:2-Führung herausgeworfen. Zwar steigerte sich Bieber (7:8, 15.), die Gäste gerieten nach einem 0:6-Lauf aber mit 7:14 ins Hintertreffen. Nachdem Wettenberg zur Pause aber nur noch mit vier Treffern in Führung lag, sorgte ein guter Start in Hälfte zwei schnell für klare Verhältnisse (21:14, 37.). Näher als auf vier Treffer kamen die Gäste nicht mehr heran. »Wir haben es im Angriff gut gelöst, aber sogar noch einige Chancen liegen lassen. Mit unserer Abwehrleistung bin ich nicht zufrieden«, resümierte Blattner.

Tore, Wettenberg: Pioch (8), Edelmann (3), Paul (1), Schneider (2), Seck (2), Heisiph (4), Kemper (2), Leib (8/3), Zimbelmann (6). – Bieber: Jox (4), Becker (8), Bender (6/5), Raphael Krauskopf (1), Kleefeldt (3), Keiner (3), Karl Lange (2), Beckmann (2), Meier (3).

Starke Lindener Defensive

MSG Linden II – TSF Heuchelheim II 22:19 (8:8): Ganze 16 Treffer, gerecht verteilt auf beide Mannschaften, bekamen die Zuschauer in der Lützellindener Sporthalle in der ersten Hälfte zu sehen. Weil die Abwehr der MSG inklusive der Torhüter von Beginn an gut stand. »Uns sind in der ersten Halbzeit überhaupt keine guten Lösungen gegen die 5:1-Deckung Heuchelheims eingefallen. Das hat sich dann in der zweiten Halbzeit geändert. Da wir die Deckungsleistung auch in der zweiten Halbzeit fortsetzen konnten, haben wir uns dann Stück für Stück abgesetzt«, berichtete MSG-Trainer Bernd Wagner. Dessen Team fand nun immer wieder Lücken oder räumte auf die Außenpositionen ab, was Leon Brauner zunächst zum 12:9 (37.) nutzen konnte, ehe die MSG dank eines 3:0-Laufs spielentscheidend auf 19:14 (53.) davonziehen konnte.

Tore, Linden: Tarek Müller (4), Brauner (1), Vogel (1), Brockmann (1), Felix Müller (1), Schäfer (2), Schury (3/2), Adamczyk (4/2), Stöhr (4). – Heuchelheim: Peter (2), Dönges (3/1), Mastenbroek (5/1), Weidner (2), Wagner (1), Bender (1), Bechlinger (1), Lich (4).

HSG Grünberg/Mücke – MSG Florstadt/Gettenau II 23:28 (13:12): »Ich bin wirklich ratlos. Da war keine Teamleistung zu sehen, das Abwehrverhalten war zudem wirklich mangelhaft. So haben wir ein Spiel aus der Hand gegeben, das wir durchaus hätten gewinnen können«, berichtete ein enttäuschter HSG-Co-Trainer Markus Siek. Dessen Team war zunächst gut in der Partie (4:2), hatte über den gesamten Verlauf der ersten Halbzeit einen Vorsprung inne. Doch nach dem 15:13 (32.) war es mit der Herrlichkeit Grünberg/Mückes vorbei, ein 4:0-Lauf sorgte für eine 17:15-Führung Florstadt/Gettenaus. Zudem bekam die Grünberger Abwehr Manuel Wolf (am Ende elf Treffer) überhaupt nicht mehr unter Kontrolle. »Unsere Abwehrleistung hat sich immer weiter verschlechtert, während Florstadt deutlich aggressiver und auch in der Chancenverwertung besser war als wir«, beschrieb Siek. Das waren die Gründe dafür, dass sein Team nach dem 19:20 (44.) abreißen lassen musste und die Partie beim 21:26 (55.) verloren hatte.

Tore, Grünberg/M.: Gregoric (2), Keil (2), Sussmann (4), Pollmächer (1), Janecic (9/2), Schudt (5). – Florstadt/G.: Wolf (11/1), Greife (1), Wenisch (2), Scholz (1), Lösche (3), Hartmann (1), Karhof (1), Kuntze (8).

HSG Lumdatal II – TSV Södel 24:26 (12:13): Gegen Bezirksoberliga-Absteiger Södel war für Lumdatal II zumindest ein Remis in Reichweite, viele Kleinigkeiten führten aber letztlich zur Niederlage. »Wir bauen immer wieder viele einfache Fehler ein, die dann letztlich den Ausschlag geben. Kämpferisch kann ich meinen Jungs aber überhaupt keinen Vorwurf machen«, berichte HSG-Trainer Drago Dajovic. Der war vor allem mit der Anfangsphase sehr zufrieden, nach 17 Minuten leuchtete eine 7:5-Führung für das Schlusslicht von der Anzeigetafel. Doch die eingangs erwähnten Fehler im Angriffsspiel brachten Södel zurück, zur Pause lagen die Gäste knapp vorne (13:12). In der zweiten Hälfte blieb die Partie zunächst ausgeglichen (16:16, 38.), ehe eine erneute Lumdataler Schwächephase die Wetterauer auf die Siegerstraße brachte. Nach Jankowetz’ 23:19 schien die Partie gelaufen, der Tabellenletzte kämpfte aber bis zur letzten Sekunde. Nach Volkerts Anschlusstreffer zum 23:24 bot sich sogar noch die Chance zum Ausgleich, sie wurde aber nicht genutzt.

Tore, Lumdatal: Haemer (4), Metka (1), Bauer (9/1), Berst (2), Weimar (1), Sauer (1), Volkert (2), Kuhl (2/1), Weis (2). – Södel: Böhland (1), Hofmann (5), Tauchmann (1), Luckau (1), Ulrich (3), Schiller (5), Jankowetz (3), Roth (6/4), Schiller (1).

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