Lokalsport

Wettenberg II macht die Meisterschaft perfekt

Vor einer beachtlichen Kulisse haben die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG Wettenberg II ihr Meisterstück gemacht und sich vorzeitig den damit verbundenen Landesliga-Aufstieg gesichert.
30. April 2019, 12:00 Uhr
RJG
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Geschafft: Das Team der HSG Wettenberg II mit Trainer Ralf Schmitz (r.) freut sich über den Titelgewinn in der Bezirksoberliga und den Wiederaufstieg in die Landesliga. (Foto: ras)

Möglich wurde dies für die Truppe von Trainer Henrik Schneider durch einen souveränen 30:16 (15:8)-Sieg gegen die HSG Mörlen. Die Verfolgerinnen von der HSG Fernwald siegten nach großem Kampf in einer packenden Partie mit 31:29 (14:15) bei der TSG Leihgestern II, können aber – nicht zuletzt aufgrund des Zwei-Punkte-Abzugs wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls – die Wettenbergerinnen nicht mehr abfangen. Der TV Hüttenberg II bezwang die HSG Herborn/Seelbach mit 30:19 (13:9), sodass es am Samstag (19.30 Uhr) am letzten Spieltag in der Fernwaldhalle in Steinbach zu einem »Finale« um die Vizemeisterschaft zwischen Fernwald und Hüttenberg II kommen wird. Aus der Liga verabschieden muss sich der TuS Waldernbach nach einer 23:27 (13:12)-Niederlage gegen die FSG Gettenau/Florstadt. Einen immens wichtigen Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt verbuchte die HSG Hungen/Lich beim 26:20 (11:10) über den TuS Vollnkirchen.

 

HSG Wettenberg II – HSG Mörlen 30:16 (15:8): »Wir haben heute von Beginn an eine sehr konzentrierte Leistung abgeliefert, auch wenn man den Mädels vor dem Spiel eine gewisse Nervosität angemerkt hat. Wir sind dann aber gleich gut ins Spiel gekommen und unsere wieder einmal sehr gute Abwehr hat uns die nötige Sicherheit im Spiel nach vorne gegeben«, kommentierte Wettenbergs Trainer Henrik Schneider den Erfolg seiner Mannschaft. Vor großer Kulisse begannen die Wettenbergerinnen konzentriert, führten schnell mit 4:1 (8.) und 8:4 (18.) und konnten bereits mit einem souveränen Vorsprung beim 15:8 die Seiten wechseln. Gleich nach der Halbzeitpause bauten die zukünftigen Landesligistinnen ihren Vorsprung auf 19:9 aus und ließen so keinen Zweifel mehr an einem späteren Erfolg aufkommen. Die Gäste von der HSG Mörlen hielten zwar bis zum 15:22 (49.) noch sportlich dagegen, jedoch drehten die euphorisierten Gastgeberinnen noch einmal auf und siegten souverän mit 30:16. – Tore Wettenberg II: Jansche (4), Rückel (5), Schneider (8), Till (3), Risse (5/2), Kant (1), Kerdi (2), Weise (2/2). – Tore Mörlen: Heil (1), Bühler (1), Vetter (3), Kloppenburg (5/1), Wulf (2), K. Dietz (3), Hickel (1).

 

 

Fernwald behält die Nerven

 

TSG Leihgestern II – HSG Fernwald 29:31 (14:15): In einem Spiel auf Augenhöhe erwischte die TSG Leihgestern den besseren Start 2:0 (4.), der erstmals beim 7:7 (18.) von den Gästen aus Fernwald egalisiert wurde. Nach der Gästeführung (10:9/22.) durch einen von Nora Kostka verwandelten Siebenmeter legten die Fernwälderinnen bis zur Pause immer wieder vor und gingen so auch mit einem knappen 15:14 in die Halbzeitpause. Diesen Vorsprung bauten die Gäste in den Folgeminuten der zweiten Halbzeit bis zum 20:17 (38.) aus. Beeindruckt durch eine Spielunterbrechung des souveränen Schiedsrichters wegen einer schweren Zahnverletzung einer Fernwälder Leistungsträgerin, mussten die Gäste in der Folgezeit zunächst wieder jeweils den Ausgleich hinnehmen (20:20/45., 22:22/47., 24:24/57.). Mit großem Siegeswillen, drei vereitelten Siebenmetern durch die Fernwälder Torhüterin und einer sehr guten Trefferquote im Angriff siegte Fernwald letztlich mit zwei Toren Unterschied. – Tore Leihgestern II: Bock (6), Clausius (7), Pauli (2), Walter (1), Käs (1), Ferber (3/2), Güzelkücük (3), Schaffer (6). – Tore Fernwald: Polleichtner (5), B. Heberlein (1), Hensel (1), A. Heberlein (9/2), Engelberth (1), Fuhrländer (2), Elen (3), Schäfer (1), Kostka (8/7).

 

HSG Hungen/Lich – TuS Vollnkirchen 26:20 (11:10): Wie wichtig das Spiel im Kampf um den Klassenverbleib für die HSG Hungen/Lich war, zeigten die fokussierten Gastgeberinnen durch ein schnelles 5:1 (9.). Die Gäste steckten aber nicht auf, lagen beim 9:10 (29.) sogar wieder in Führung, bevor es mit 11:10 in die Pause ging. Mitte der zweiten Halbzeit war die Begegnung immer noch ausgeglichen, ehe die HSG mit einem unwiderstehlichen 9:3-Endspurt den wichtigen und umjubelten 26:20-Erfolg sicherstellen konnte. Auf Licher Seite ragten insbesondere die treffsicheren Chiara Schneider (5) und Tabea Wehrum (9/4) heraus. – Tore Hungen/Lich: Platzdasch (1), Bößendörfer (3), Größer (3), Krausgrill (1), Schäfer (2), Schneider (5), Spieker (2), Wehrum (9/4). – Tore Vollnkirchen: Binz (1), Weber (2), H. Friedrich (3), Kneller (5/1), S. Friedrich (1), Schneider (2), Ringleb (6).

 

TV Hüttenberg II – HSG Herborn/Seelbach 30:19 (13:9): Die Oberliga-Reserve aus Hüttenberg startete mit einem souveränen 5:0 (7.), bevor sich die ersatzgeschwächten Gäste sortieren konnten. Auf diesem Level ging es beim Stande von 13:9 in die Pause. In Halbzeit zwei kontrollierten die Gastgeberinnen nun vollends das Spiel, bauten ihren Vorsprung Tor um Tor aus und siegten deutlich. Erfolgreichste Torschützinnen beim TV Hüttenberg waren Sarah Taylor und Karina Schmidt mit je sieben Feldtreffern. Sasha Marie Müller stach dadurch hervor, dass sie vier ihrer insgesamt fünf Feldtreffer in den letzten fünf Spielminuten markierte. – Tore Hüttenberg II: Klaus (2), Herzberger (1), Taylor (7), Andermann (1), K. Schmidt (7), H. Schmidt (1), Hels (6/4), S. M. Müller (5). – Tore Herborn/Seelbach: Weiß (1), A. M. Arch (6/4), Würz (6), Nießmann (5/3), Göbel (1).

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