07. Februar 2019, 17:38 Uhr

Vier-Punkte-Spiel für Pohlheim

07. Februar 2019, 17:38 Uhr
Florian Niclas will mit seiner HSG Pohlheim am Samstag in Büttelborn Zählbares einfahren. (Foto: Vogler)

Das muss doch Auftrieb geben. Die Oberliga-Handballer der HSG Pohlheim erreichten nach sieben Niederlagen hintereinander am vergangenen Wochenende gegen Tabellenführer TSG Offenbach-Bürgel ein beachtliches Unentschieden und haben damit im Abstiegskampf einen wichtigen Punkt geholt. Darauf sollte die Mannschaft aufbauen. Doch am Samstag wartet eine weitere schwere Aufgabe auf die Pohlheimer, die beim TV Büttelborn zu Gast sind und damit bei einem Konkurrenten, der als Vorletzter nur einen Punkt weniger auf dem Konto als die HSG hat. Noch dringender punkten muss der TV Hüttenberg U23, der Tabellenletzte, dem langsam die Konkurrenten enteilen. Nun erwarten die Hüttenberger mit der MSG Umstadt/Habitzheim eine Mannschaft, die bei 18:14 Punkten den fünften Platz bekleidet und damit frei aller Sorgen sein, sich aber im Titelrennen nur noch vage Hoffnungen machen kann. Heimrecht genießt auch die HSG Kleenheim-Langgöns, die gegen TuS Dotzheim in der Spitzengruppe verlorenen Boden zurückgewinnen möchte. Für die HSG Wettenberg, die gegenüber den meisten Ligarivalen mit zwei Spielen im Rückstand steht, geht es darum, die gute Ausgangsposition zu verteidigen. Das bedeutet: Bei der zweiten Mannschaft der MT Melsungen muss gewonnen werden. Sicherlich ein alles andere als leichtes Unterfangen.

TV Hüttenberg U23 – MSG Umstadt/Habitzheim (Sa., 14 Uhr/Sporthalle Hüttenberg): »In dieser Partie treffen die beiden einzigen Mannschaften der Oberliga aufeinander, die mit einer 3:2:1-Deckung spielen«, erklärt TVH-Trainer Torsten Menges. »Das wird also eine spannende Geschichte.« Die MSG ist eine recht besetzte, erfahrene Mannschaft. Menges nennt vor allem David Acic und David Lubar, aber auch den starken Torhüter Marcel Bolling. Der Hüttenberger Coach wünscht sich, dass es seiner Mannschaft gelingt, »das zarte Pflänzchen Klassenerhalt zu pflegen«. Allerdings bedarf es gegenüber dem Auftritt vor Wochenfrist in Dotzheim einer Steigerung. Die Hüttenberger Mannschaft hat nun Gelegenheit zu zeigen, dass sie es besser kann. Obwohl es sehr schwer wird, denn der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt fünf Punkte. Bei elf noch ausstehenden Spielen ist aber noch nicht alles verloren. Die Hüttenberger haben übrigens ihre bisherigen Punkte ausnahmslos in eigener Halle geholt; das sollte für die Partie morgen ein besonderer Ansporn sein.

TV Büttelborn – HSG Pohlheim (Sa, 19.30 Uhr/Sporthalle Georgenstraße): »Büttelborn hat am vergangenen Samstag in Wettenberg einen Punkt geholt«, stellt Pohlheims Trainer Jens Dapper fest und sieht die Gastgeber dadurch in einem leichten Aufwind. Derzeit weisen die Südhessen 10:22 Punkte auf, würden also im Falle eines eigenen Sieges an den Pohlheimern (11:21) vorbeiziehen, Und so bezeichnet Dapper dieses Aufeinandertreffen auch als ein »Vier-Punkte-Spiel«. Aber auch die HSG Pohlheim hat zuletzt gezeigt, dass die Mannschaft noch lebt. Mit dem Remis gegen Bürgel dürfte sie neues Selbstvertrauen getankt haben. Mit welchem Personal Dapper in diese Partie gehen wird, steht noch nicht fest. »Es ist wie eine Wundertüte«, berichtet der Trainer, der auch diesmal damit rechnen muss, dass Spieler kurzfristig ausfallen.

HSG Kleenheim-Langgöns – TuS Dotzheim (Sa. 19.30 Uhr/Weidigsporthalle Oberkleen): »Mit Dotzheim erwartet uns der nächste Kracher«, stellt HSG-Trainer Matthias Wendlandt angesichts der Aufgabe fest. In der Vorrunde kam die HSG zu einem knappen 32:31-Erfolg in dem Wiesbadener Stadtteil. Mittlerweile fehlen zwar bei Dotzheim Benedikt Seeger und Felix Kossler verletzungsbedingt, jedoch seien mit Johannes Schuhmacher und Thomas Sterker zwei sehr gute Oberligaspieler wieder dabei, berichtet Wendlandt. »Die Dotzheimer haben eine sehr erfahrene Mannschaft mit Maximilian Schubert, der mehrere Jahre in der Bundesliga gespielt hat, und Marc-Oliver Teuner, der in den letzten Jahren in der Torschützenliste immer ganz oben war. Beide sind körperlich sehr stark.« Als nicht ganz so rosig bewertet der Trainer die personelle Situation bei der eigenen Mannschaft. »So haben sich Jonas Leger und Jens Elsner jeweils einen Kreuzbandriss zugezogen. In so kurzer Zeit gleich zwei Spieler, das ist natürlich ein Schock.« Ohne diese beiden wollen die Kleenheimer versuchen, ihren Heimvorteil zu nutzen und den Vorrundensieg zu wiederholen.

MT Melsungen II – HSG Wettenberg (So., 18 Uhr/Stadtsporthalle): »Melsungen ist zu Hause sehr stark«, warnt Wettenbergs Trainer Axel Spandau vor den Gastgebern, die nach der 22:32-Packung am Sonntag bei der SG Rot-Weiß Babenhausen gegen Wettenberg Wiedergutmachung leisten wollen. »Merlin Kothe, Eugen Gisprecht und Maximilian Pregler sind die bestimmenden Akteure innerhalb der Mannschaft«, berichtet der HSG-Coach. »Außerdem ergänzen die starken Nachwuchsspieler Jona Gruber und Tomáš Piroch den Kader.« Als »nicht sattelfestet« stuft Spandau die Deckung der Nordhessen ein, die mit 486 Gegentreffern die Liga-Höchstmarke aufzuweisen hat. »Das wollen wir besser nutzen als im letzten Spiel und das Tempospiel forcieren«, wünscht sich der Wettenberger Trainer. In der Vorrunde gewann die HSG mit 32:26: Ein solches Ergebnis würde den Mittelhessen auch diesmal gefallen. Wettenberg muss erneut auf Tom Warnke verzichten, der neben den Langzeitverletzten nicht zur Verfügung steht.

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