21. September 2020, 21:53 Uhr

Vier Pleiten

21. September 2020, 21:53 Uhr
GRM
Hannes Bergmann (TSV Krofdorf-Gleiberg/rechts)) versucht sich beim Oberliga-50:70 unter dem Roßdorfer Korb gegen Gästeakteur Niklas Schmidt. FOTO: VOGLER

Vier Spiele, vier Niederlagen. Für die heimischen Teams war der zweite Spieltag in der Basketball-Oberliga der Männer eine Enttäuschung.

Lich Basketball II - ACT Kassel 72:84 (30:34): Lich führte nach fünf Minuten mit 12:8, aber die Gäste konnten die Partie drehen (16:21). Im zweiten Viertel legte Kassel zunächst weiter vor, ehe sich Lich mit einem 11:2-Lauf die Führung zurückholte (27:25). In den verbleibenden zwei Minuten sorgte jedoch die fehlende Konzentration des Gastgebers dafür, dass Kassel noch neun Punkte erzielen konnte und es mit 30:34 in die Halbzeit ging.

Bis zur Hälfte des dritten Viertels hielten die Licher zunächst gut mit (39:44), dann aber sorgten Schwächen in Offensive und Defensive für einen deutlichen 45:62-Rückstand nach 30 Minuten. Im letzten Viertel präsentierte sich die Heimmannschaft wieder deutlich verbessert, scorte sowohl von außen als auch am Brett, was jedoch am Ende nur Ergebniskosmetik war. Coach Thorsten Heinz bilanzierte: »Wir haben den Spielfluss von Kassel nur phasenweise gestört. Dadurch kam Kassel zu vielen einfachen Punkten, die wir verhindern hätten können.«

Beste Werfer bei Lich: Gänger (22/6), Gümbel (21/1), Bewersdorf (18).

MTV 1846 Gießen - BC Gelnhausen 87:90 (39:39): »Wir waren offensiv gut, haben aber auch 90 kassiert. Am Ende haben wir verdient verloren, weil wir es nicht geschafft haben, dem Gegner die einfachen Würfe wegzunehmen«, sagte MTV-Coach Filip Piljanovic über die knappe Niederlage seiner Mannschaft. Verantwortlich hierfür waren mehrere Faktoren: Im ersten Viertel landeten allein acht MTV-Freiwürfe nicht im Korb, was sich am Ende auch in einer Freiwurfquote von 53,8 Prozent (14/26) widerspiegelte, während Gelnhausen mit 70,3 Prozent (17/29) sicherer an der Linie waren. Der MTV hatte außerdem von Beginn an mit Foulproblemen zu kämpfen, sodass Eduard Giese bereits zu Beginn der zweiten Halbzeit mit fünf Fouls den Court verlassen musste. Besonderen Willen beim MTV bewies allerdings Onur Mehmed: Nach einem Ellbogenschlag war seine Lippe aufgeplatzt, dennoch kehrte er - nach notdürftiger Behandlung - zurück aufs Feld und steuerte die nächsten neun MTV-Punkte im Alleingang bei.

Beste Werfer Gießen: Onur Mehmed (19/1), Fernandez (14), Orkun Mehmed (10/1), Bötz (10).

TSV Krofdorf-Gleiberg - SKG Roßdorf 50:70 (21:39): »Eine der schwächsten Leistungen, die ich in meiner gesamten Krofdorfer Zeit erlebt habe«, lautete das Spielfazit von Coach Michael Müller. Wie bereits gegen Kassel erwischte der TSV einen Fehlstart in die Partie und lag nach vier Minuten mit 2:10 hinten. Die Gäste aus Roßdorf versenkten zwei Distanzwürfe nacheinander (11:21) und ließen auch noch einen 7:0-Lauf zum 11:28 folgen (13.). Nachdem der Rückstand aufgrund der schwachen Offensivleistung des TSV zwischenzeitlich auf 23 Zähler angewachsen war (16:39), konnte Krofdorf diesen bis zur Halbzeit auf 18 Zähler reduzieren (21:39). Im dritten Viertel verkürzte der TSV zunächst weiter auf 32:47 (25.), ehe Roßdorf wieder davonzog und mit einer 34:53-Führung ins letzte Viertel ging. Dort änderte sich nicht mehr viel an der Differenz, sodass Roßdorf am Ende einen überraschenden, aber verdienten Auswärtssieg einfahren konnte.

Beste Werfer Krofdorf: Rink (16), Bergmann (11), Schneider (11).

Gießen Pointers II - BC Neu-Isenburg 72:90 (36:40): »Der Start lief nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben«, ärgerte sich Coach Sherman Lockhart über das erste Viertel, in dem die Pointers schnell hinten lagen und schließlich mit einem deutlichen 11:27 in die Viertelpause gingen. Im zweiten Viertel hatte Gießen das Spiel besser im Griff und kam bis zur Halbzeit auf vier Punkte heran. Nachdem die Pointers über das dritte Viertel stets leicht im Hintertreffen lagen, gelang ihnen im letzten Abschnitt nicht mehr viel: Missglückte Einzelaktionen statt Zusammenspiel und fehlende Aggressivität in der Verteidigung sorgten am Ende für den klaren Sieg der Neu-Isenburger.

»Ein guter Gegner. Sie haben zwei, drei Spieler, die indivuell stark waren und den Unterschied gemacht haben«, lobte Lockhart die Gäste, bei denen Noah Litzbach (24) und Matevz Domajnko (23) herausragten.

Beste Werfer Gießen: Kümmel (17/3), Seibert (12/1), Schuhmacher (11), Wiegard (11).

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