26. September 2019, 22:11 Uhr

Viele neue Gesichter in Grünberg

26. September 2019, 22:11 Uhr
Bender Baskets Grünberg (hinten, v. l.): Coach Dejan Kostic, Isabell Meinhart, Katharina Philippi, Lisa Bonacker, Alva Hedrich, Janna Dauer, Charlotte Kohl, Ilinca Secuianu, Lena Dziuba, Carlice Poelstra, Shelby Wilbanks, BTI-Leiter René Spandauw; vorne (v. l.): Teammanager Otto Klockemann, Linn Villwock, Hannah Müller, Lilly Lukow, Jana Putz, Elisa Mevius, Lotte Seegräber, Emilia Arnheiter, Luzie Hegele, Klara Römer, Teambetreuer Michael Ehresmann. Es fehlt Elisa Dapper. (Foto: Vogler)

Später als das Gros der Zweitliga-Nord-Mannschaften steigen die Bender Baskets Grünberg in den Ligabetrieb ein. Sie haben ihr Rundendebüt erst am 6. Oktober und müssen gleich auswärts ran. Erwartet werden die Gallusstädterinnen von den TG Neuss Tigers, die sich im letzten Jahr sehr schwer taten und nicht den Einzug in die Playoffs geschafft haben. Seit dem 1. August läuft die Vorbereitung auf das erneute Abenteuer, das möglichst schnell Fahrt aufnehmen soll.

Kommen/Gehen: Der Kader der Bender Baskets ist durcheinander gerüttelt worden. Mit den Abgängen von Paula Kohl (Freiburg) und Marie Reichert (Colllege/ USA) fallen gute Spielerinnen weg. Aber auch die entstandenen Lücken durch die ebenfalls an ein College gewechselte Michaela Kucera sowie der Weggang der US-Amerikanerin Amy Patton müssen aufgefangen werden. Ebenso hat mit A’Lexxus Davis das zweite US-Girl Grünberg verlassen. Den Abgängen stehen elf Zugänge gegenüber. Doch die meisten Neulinge sind das nicht nur in der Mannschaft, sondern auch auf dem Zweitliga-Parkett. Carlice Poelstra ist eine jugendliche Niederländerin. Mehrere andere Nachwuchskräfte sind von verschiedenen deutschen Basketball-Standorten gekommen. Der US-Amerikanerin Shelby Wilbanks wird eine tragende Rolle zugedacht, die sie nach den ersten Eindrücken solide ausfüllt. Drei Doppellizenzlerinnen sind ebenfalls dabei. Luzie Marie Hegele und Lisa Bonacker gehören zum erweiterten Marburger Erstliga-Kader. Lotte Seegräber spielte vor zwei Jahren schon einmal bei den Bender Baskets und läuft zudem für den Oberligisten TSV Krofdorf-Gleiberg II auf.

Trainer: Neu auf der Kommandobrücke ist Dejan Kostic. Vor etlichen Jahren war er schon einmal in Grünberg tätig, zunächst im Männerbereich, danach auch als Coach der ersten Damenmannschaft. In der letzten Saison war er sozusagen vereinslos, davor lange Zeit Coach bei den Gießen Pointers. Nach so vielen Jahren als Trainer im Männerbereich ist ihm die Umstellung auf seine Mädels leicht gefallen. Er hat mit der neuen Situation keine Probleme oder Bedenken und ist sehr angetan. »Die Mädels sind top. Den Individualismus, der häufig bei Männern auftritt, habe ich hier bis jetzt noch nicht erlebt«, schwärmt der Coach von seinem jungen schnell lernenden Team. Ein Co-Trainer steht Kostic nicht zur Seite. Jedoch ergänzt er sich mit René Spandauw, der für das WNBL-Team zuständig ist. Einige Spielerinnen laufen für beide Mannschaften auf, sodass Trainingsinhalte und Spielanlagen abzugleichen sind.

Stärken/Schwächen: Die Gruppendynamik und die kämpferischen Qualitäten stellt Dejan Kostic ganz klar als Stärke heraus: »In dieser Form habe ich das bis jetzt in meiner Karriere noch nicht gesehen. Alle profitieren voneinander, alle verstehen sich untereinander.« Kapitänin Katharina Philippi, Isabell Meinhart und Jana Putz bringen Erfahrung aufs Feld und helfen bereitwillig den anderen. Die Schwäche der Bender Baskets liegt klar auf der Hand: die Jugendlichkeit sowie die daraus resultierende Unerfahrenheit. Das könnte sie den einen oder anderen Erfolg kosten, andererseits jedoch auch manchen Gegner in eine ihm kaum bekannte Lage versetzen.

Ziel: Ausgehend von der Tatsache, erneut eine im Durchschnitt junge Truppe ins Rennen zu schicken, steht die Ausbildung der Spielerinnen im Vordergrund. Auch an der Teamchemie möchte Kostic feilen, obwohl er vor dem Start vom tollen Umgang untereinander begeistert ist. Die Routiniers helfen den Youngstern und den zum Teil in der zweiten Liga unerfahrenen Akteurinnen, die diese Unterstützung annehmen. So schnell wie möglich wollen die Grünbergerinnen gute Ergebnisse erzielen und den Klassenerhalt in trockene Tücher bringen. Der Coach ist sicher, dass die nötigen Resultate kommen werden und hegt die Hoffnung, am Erreichen der Playoffs kratzen zu können.

Prognose: Die unerfahrenen Spielerinnen haben auch mit Größennachteilen zu kämpfen. Teamorientiertes Auftreten und nicht das Glänzen auf bestimmten ausgeglichen besetzten Positionen soll im Vordergrund stehen. Dazu ist es wichtig, die zugedachten Rollen anzunehmen und auszufüllen. Die Mannschaft ist der Star und muss über die Defense ihren Rhythmus finden, um vom angestrebten Zusammenspiel profitieren zu können. Interessant dürften wieder die Derbys mit den Krofdorf Knights werden. Anlass zur Hoffnung, dass aus der Saison etwas Gutes werden kann, ergibt sich aus dem Auftritt im DBBL-Pokal. Da verloren die Bender Baskets nur knapp gegen die hoch gehandelten MSP Bergische Löwen .

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