07. April 2017, 18:14 Uhr

Sportjugend Hessen

Verbesserungsbedarf beim »Pakt für den Nachmittag«

07. April 2017, 18:14 Uhr

Seit dem Schuljahr 2015/16 gibt es das Programm »Pakt für den Nachmittag« an hessischen Grundschulen. Mittlerweile sind 122 Schulen mit 16 verschiedenen Schulträgern am Programm beteiligt, in jedem Schuljahr kommen weitere hinzu. Die beiden wesentlichen Ziele des Pakts sind die Schaffung eines verlässlichen Schul- und Betreuungsangebots für hessische Grundschüler/innen von 7.30 Uhr – 17.30 Uhr sowie der Aufbau eines schlüssigen Bildungsangebots für den ganzen Tag. Dafür ist es erforderlich, dass das Land Hessen, das für Schulen zuständig ist, und die kommunalen Schulträger, in deren Verantwortung die Nachmittagsbetreuung liegt, intensiver zusammenarbeiten und ihre Ressourcen bündeln.

Mit der Intension, die Auswirkungen des Pakts am Nachmittag auf die Kooperationsarbeit der Grundschulen mit den Sportvereinen in Erfahrung zu bringen, führte die Sportjugend Hessen eine Evaluation mit einer überdurchschnittlich hohen Rückmeldequote durch. Bei der Auswertung wurden Aspekte deutlich, die daraufhinweisen, dass eine Weiterentwicklung notwendig ist.

Die Nachmittagsbetreuung wird vielfach von der Schule bzw. den Lehrern selbst angeboten. Damit fehlt eine Unterscheidung zwischen dem pädagogischen Vormittag und einem spielerischen Nachmittag.

Zudem fallen für die Eltern Gebühren an, damit ihre Kinder das Nachmittagsangebot wahrnehmen können. Diese Kosten variieren in ihrer Höhe sowohl innerhalb der Landkreise als auch im gesamten Landesgebiet und sind an vielen Orten erst durch die Einführung des Pakts entstanden. Zuvor waren Ganztagsschulangebote häufig kostenfrei.

Diese beiden Aspekte könnten Gründe dafür sein, dass, wie in der Evaluation festgestellt wurde, verhältnismäßig wenige Kinder aus bildungsfernen bzw. finanziell schlechtergestellten Familien an den Paktangeboten partizipieren.

In den o. g. Punkten bedarf es nach Ansicht der Sportjugend Hessen dringend einer Änderung. Insbesondere besteht ein Verbesserungsbedarf bei der Einbindung von Sportvereinen und weiteren Partnern, wodurch der Nachmittag wichtige außerschulische Impulse erhalten würde. Dafür wird es dringend erforderlich sein, den Umfang der Angebote zu erhöhen und die Finanzierung vonseiten der Schule zu gewährleisten.

Ihre Schlussfolgerungen aus der Evaluation hat die Sportjugend Hessen in einem Positionspapier zusammengefasst. Darin sind weitere relevante Themen enthalten wie z. B. die Berücksichtigung von Freiraum während und nach der Schule oder auch die Ferienbetreuung.

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