28. Oktober 2019, 17:43 Uhr

Unerwartete Wende in Großen-Buseck

28. Oktober 2019, 17:43 Uhr
Tor für die HSG Linden II: Tim Jung erzielt beim 26:22-Sieg bei der HSG Wettertal einen seiner beiden Treffer gegen Torhüter Julian Schremmler. (Foto: Groß)

Führungswechsel in der Handball-Bezirksoberliga. Neuer Tabellenführer ist die HSG Kleenheim-Langgöns II, die mit dem 36:25 über die MSG Kirchhain/Neustadt den Platz an der Tabellensonne übernahm. Die Klenheimer profítierten davon, dass der bisherige Tabellenführer HSG Dutenhofen/Münchholzhausen bei der HSG Hungen/Lich mit 30:32 unterlag. Wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hat die HSG Wettenberg II, die die KSG Mörlen mit 28:21 distanzierte. Am sechsten Spieltag feierte die HSG Linden II mit dem 26:22 bei der HSG Wettertal den ersten Saisonerfolg. Der erweiterten Spitzengruppe gehört auch Aufsteiger SG Rechtenbach an, deren Trainer Christian Kunz nach dem 25:23 gegen die HSG Dilltal freudig feststellt: »Aktuell schweben wir einfach auf einer Erfolgswelle, auf der es heißt, so lange wie möglich zu surfen.«

HSG Kleenheim/Langgöns II - MSG Kirchhain/Neustadt 36:25 (16:12): Lange Zeit verlief die Partie auf Augenhöhe, ehe sich die Gastgeber nach und nach absetzen. Am Ende hatten die Kirchhainer dem Angriffswirbel des neuen Tabellenführers nicht mehr viel entgegenzusetzen. Bis zur 18. Minute und dem Spielstand von 9:9 verlief die Partie ausgeglichen. Dann kam die HSG durch Tore von Tim Tonhäuser und Leon Dilges zur einer Zwei-Tore-Führung, die bis zum Seitenwechsel auf vier Treffer ausgebaut wurde. Nach Wiederbeginn dauerte es noch ein paar Minuten, ehe die HSG ihren Vorsprung deutlich vergrößerte. Mit 22:17 lagen die Hausherren nach 41 Minuten vorn, zehn Minuten später lautete der Spielstand 30:21. - Tore, Kleenheim/Langgöns II: Dilges (8/1), Weber, Henze (je 6), Klarner, Keil (je 5), Drubig (2), Hanika, Tonhäuser, Keßler, Ewald (je 1). - Kirchhain/Neustadt: Seifart (6), Petersen (5), Billek (4/4), Kojetinsky (4), Vogelsang (3), Voß (2), Pfeil (1).

Sauer auf Schiedsrichter

HSG Großen-Buseck/Beuern - HSG Marburg/Cappel 26:28 (17:11): Eine unerwartete Wende nahm diese Partie, in der die Busecker vor der Pause deutliche Vorteile besaßen und eine 17:11-Führung herauswarfen. In der 32. Minute führten die Hausherren sogar mit 19:12 und schienen einem klaren Sieg entgegenzusteuern. Doch es kam ganz anders. Die Marburger holten Tor um Tor auf, hatten in der 48. Minute den Anschluss zum 22:23 hergestellt und kamen in der 54. Minute zum 25:25-Gleichstand. Zwar brachte Lukas Stein die Busecker noch einmal in Front, doch in der Schlussphase drehten die Gäste durch drei Tore den Spieß um und kamen so zu zwei nicht mehr erwarteten Punkte. Aufseiten der Gastgeber war man mit mehreren Entscheidungen (u. a. Zeitstrafen) der Unparteiischen vor allem nach der Pause nicht einverstanden. - Tore, Großen-Buseck/Beuern: Avemann (6/5), Fischer (6), Foos (4), Hirschmann, Biedenkapp (je 3), Coletta, Rigelhof, Stein, Funk (je 1). - Marburg/Cappel: Achenbach (8), Schuster (5/4), Sangmeister (5), Flothow (4), Brand (3), Prinz, Pallesen, Purschke (je 1).

HSG Hungen/Lich - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 32:30 (15:13): Groß war die Freude bei Carsten Schäfer, dem Trainer der HSG Hungen/Lich, der mit seinen Mannschaften gegen Dutenhofen zuvor immer wieder verloren hatte. »Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem jeder Fehler sofort bestraft wurde«, führte der Coach aus. »Und wir haben zwei Fehler weniger gemacht.« »Hungen hat verdient gewonnen«, räumte hinterher Gästetrainer Torben Wegner ein, der es im Laufe des Spiels mit unterschiedlichen Deckungsformationen versucht hat: »Wir haben in der Deckung nie den Körperkontakt gesucht, und im Angriff sind uns zahlreiche technische Fehler unterlaufen.« Zweifellos kamen die Hausherren besser aus den Startlöchern (4:1/4., 9:5/13.), ehe der Gast auf 10:11 (20.) herankam. Nach 26 Minuten gelang Johannes Wenzel der Ausgleich zum 12:12. 13:13 lautete der Spielstand nach 28 Minuten, ehe Max Böhm und Alexander Diehl zum Seitenwechsel eine Zwei-Tore-Führung für Hungen/Lich herauswarfen. Der zweite Durchgang war geprägt vom ständigen Bemühen der Gäste, dem Spiel noch eine Wende zu gehen. Dutenhofen gelang mehrfach der Anschlusstreffer, aber in diesem Abschnitt nicht einmal der Ausgleich. Besonders spannend waren die letzten Sekunden der Partie, als Dennis Agel den Gast auf 30:31 heranbrachte, ehe vier Sekunden vor dem Ende Luca Macht alle Zweifel am Sieg seiner Mannschaft beseitigte. - Tore, Hungen/Lich: Menges (9), Metzger (4), Macht, Diehl, Dönicke, Hahn (je 3), Kümpel (2/1), Böhm, Schmied (je 2), Marek (1). - Dutenhofen/Münchholzhausen III: Lukas Wallwaey, Becker (je 7), Wenzel (6), Müller (5/1), Weimer (3/1), Dennis Agel (2).

SG Rechtenbach - HSG Dilltal 25:23 (13:9): »Das war wieder ein überragendes Spiel meiner Mannschaft«, freute sich einmal mehr Rechtenbachs Trainer Christian Kunz. »Wir haben in der Deckung wieder leidenschaftlich gekämpft und hatten mit ›Matze‹ Lang und vor allem Luca Wallendorf zwei herausragende Torhüter. Im Angriff hat Bastian Schmidt sensationell die Fäden gezogen und die Mannschaft zum verdienten Sieg geführt.« Ein weiterer Streich also des starken Aufsteigers, der von Beginn an Gas gegeben hatte. Bis zum 2:2 (6.) verlief die Partie ausgeglichen, dann zogen die Hausherren bis zur 18. Minute auf 7:4 davon. Mit 10:5 lagen die Gastgeber nach 20 Minuten vorn und verteidigten die relativ deutliche Führung bis zur Pause. Im zweiten Durchgang gelang es den Rechtenbachern ebenfallls, den Kontrahenten auf Distanz zu halten. 25:19 für die SG hieß es in der 52. Minute, ehe Dilltal auf zwei Treffer herankam. ohne die Niederlage abwenden zu können. - Tore, Rechtenbach: Schmidt (6), Viehmann, Frosch (je 5), Pape, Maß, Diehl (je 2), Kaluza, Böhm, Molling (je 2). -Dilltal: Funke (6/4), Müller, Sebastian Ulm (je 5), Heer (3), Fitzner (2), Pöchmann, Kohlmei (je 1).

HSG Wettenberg II - HSG Mörlen 28:21 (12:12): Vor der Pause lief es prächtig für die Gäste, die nach 17 Minuten mit 5:6 hinten lagen, diesen Rückstand aber in eine 9:5-Führung umwandelten. 12:9 für Mörlen hieß es drei Minuten vor der Halbzeitsirene, ehe Michel Wingefeld (2) und Johannes Schwarz den Gleichstand herstellten. Nach Wiederbeginn verlief die Partie noch ein paar Minuten ausgeglichen, ehe die Wettenberger nach dem 15:15 (37.) auf 18:15 (40.) davonzogen. Mit 22:16 führten die Hausherren knapp eine Viertelstunde vor Schluss und gerieten anschließend nicht einmal mehr ansatzweise in Gefahr. Wettenbergs Trainer Dragan Nenad monierte, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit zu viele Bälle verworfen habe. »Wir haben 20 Minuten gebraucht, eine Abwehr zu stellen«, legte er die Hand an eine andere Wunde. Doch dann lief es besser. - Tore, Wettenberg II: Kleinschmidt (6/1), Michel Wingefeld (5), Sascha Kreutz, Quurck (je 4), Büsse, Schmitz, Felix Kreutz (je 2), Schwarz, Henkel, Weidner (je 1). - Mörlen: Max Breitenfelder (6), Bischof (5/3), Alt, Otto, Langsdorf (je 2), Sebastian Dietz, Dönges, Braun, Wulf (je 1).

Zörb erwischt Sahnetag

HSG Wettertal - HSG Linden II 22:26 (12:13): In einem waren sich beide Trainer hinterher einig: Das war ein verdienter Sieg für die Lindener. »Die haben einfach mehr gewollt als wir«, stellte der Wettertaler Coach Sven Tauber fest. Lindens Trainer Conrad Melle freute sich »riesig für die ›Jungs‹«, die sich mit diesem Sieg für die intensive Arbeit im Training belohnt hätten. Melle lobte einerseits den unbändigen Kampfgeist seiner Spieler, zum anderen Torhüter Benedikt Zörb, der einen Sahnetag erwischt hatte. Allerdings sah es über weite Strecken nicht nach einem Sieg der Gäste aus, denn in Rockenberg begegneten sich zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Bis zur 41. Minute verlief die Partie komplett ausgeglichen. Nach der knappen Pausenführung der Gäste hieß es in der 39. Minute 16:16. Dann legte Linden durch Philipp Zammert und Moritz Rühl zwei Tore vor und ließ sich im weiteren Verlauf der Partie die Führung nicht mehr aus der Hand nehmen. In der 49. Minute führte der Gast mit 22:18. Merlin Metzger und Michel Weisbrod brachten Wettertal auf 20:22 (53.) heran. Mit einer Auszeit griff Melle aber noch einmal ins Geschehen ein und hatte Erfolg, sodass sich die Lindener am Ende über ihre ersten Sieg freuen konnten. - Tore, Wettertal: Metzger (8/3), Florian Großmann (3), Raab, Tobias Kreuzer, Yannick Kreuzer, Exner (je 2), Kielich, Boller, Bunfill (je 1). - Linden II: Adamczyk (7/3), Brockmann (4), Ebert, Rühl (je 3), Bauch, Zammert, Jung (je 2), Lenz, Weisbrod, Rüdesheim (je 1).

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