03. März 2019, 20:39 Uhr

Tischtennis-DM

Umgehört bei der Tischtennis-DM: Von Schlachtenbummlern und Nachwuchs-Stars

Die zweiten deutschen Tischtennismeisterschaften in Wetzlar binnen vier Jahren waren auch für die Region und ihre Fans eine große Sache. Wir haben uns am Rande einmal umgehört.
03. März 2019, 20:39 Uhr
Philipp_Keßler
Von Philipp Keßler

Die zweiten deutschen Meisterschaften im Tischtennis in Wetzlar nach 2014 waren  aus organisatorischer Sicht erneut ein Erfolg  – egal, ob man die Organisatoren, die Spieler oder die Schiedsrichter fragt. Der Lohn: Die Halle war bereits am Freitag mit 1600 Zuschauern gut gefüllt, Samstag und Sonntag mit je 3300 Zuschauern sogar ausverkauft.

 
Fotostrecke: Die Tischtennis-DM in Wetzlar in Bildern

Unter den Zuschauern waren auch etliche Schlachtenbummler der Tischtenniszene aus den Kreisen Gießen, Wetterau und Vogelsberg, die die Gelegenheit nutzten, ihren Lieblingssport auf allerhöchstem nationalen Niveau zu verfolgen. Unter ihnen war unter anderem auch das erst neunjährige Talent Josephina Neumann aus der Wetterau, das wie so viele andere das weitgehend spielfreie Wochenende in den Mannschaftsmeisterschaften nutzte, um ihren Idolen genau auf die Finger zu schauen. Neumann selbst könnte angesichts ihres kometenhaften Aufstiegs vielleicht schon bald in die Fußstapfen anderer junger DM-Teilnehmer treten, die in Wetzlar für Furore sorgten. Die 14-jährige Naomi Pranjkovic (SV DJK Kolbermoor) und ihre zwei Jahre jüngere (!) Partnerin Annett Kaufmann (SV Böblingen) waren etwa am Samstag furios ins Doppel-Viertelfinale der Damen gestürmt, ehe sie von Caroline Hajok und Luisa Säger gestoppt wurden, die ihrerseits mit dem Finaleinzug kurz darauf fast sämtliche Experteneinschätzungen torpedierten. Ähnlich Sensationelles gelang auch der erst 15-jährigen Sophia Klee (Sportclub Niestetal) im Einzel, die im Achtelfinale Yuan Wan – immerhin deutsche Kaderspielerin – in einem wahren Krimi mit 4:3 besiegte, ehe eine Runde später gegen Mitfavoritin Kristin Lang beim 2:4 dann aber Schluss war.

Eines war dabei in der Rittal-Arena deutlich zu merken: Begehrte ein Underdog auf und war es gar einer aus Hessen, war die Halle sofort da, die gerade am Sonntag trotz des vielfältigen Rahmenprogramms mit Spielen, Gastronomie und Shops für Profi-Utensilien bei den Spielen bestens gefüllt war. Fazit: Die (mittel-)hessische Tischtennisszene ist auch abseits der heimischen Platten gut vernetzt und hat in der Arena das eine oder andere Schwätzchen geführt, wenn der kleine, weiße Ball gerade nicht durch die Halle flog.



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