12. Dezember 2016, 12:00 Uhr

Ulm düpiert Brose Bamberg

(dpa/sid)) Mit einer Gala-Vorstellung hat Ratiopharm Ulm den deutschen Basketball-Meister Brose Bamberg entzaubert. Im Bundesliga-Gipfel der zuvor ungeschlagenen Teams setzte sich der Vizemeister am Sonntag unter dem Jubel der 6200 Fans mit 78:63 (42:37) durch und fügte dem Titelverteidiger die erste Liga-Niederlage seit 26 Spielen zu. »Wir haben von der ersten Minute an kämpferisch überzeugt. Alle wollten diesen Sieg«, lobte Ulms Trainer Thorsten Leibenath den Auftritt seines Teams.
12. Dezember 2016, 12:00 Uhr

Trotz der ersten Saison-Pleite behauptete Bamberg mit 26:2 Punkten vorerst die Tabellenführung vor den Schwaben, die zwei Spiele weniger absolviert haben und mit 24:0 Zählern nun das einzige ungeschlagene Team in der Bundesliga sind. »Wir wollten einen Richtwert, ob wir mit Bamberg mithalten können. Den haben wir bekommen«, sagte Ulms Nationalspieler Per Günther.
Die Hausherren erwischten den besseren Start und lagen nach dem ersten Viertel mit vier Punkten vorn. Im zweiten Abschnitt baute Ulm den Vorsprung beim 27:17 (12.) erstmals auf zehn Zähler aus. Der Titelverteidiger, der unter der Woche in der Europa League noch 85:70 bei Maccabi Tel Aviv gesiegt hatte, bekam erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit etwas Zugriff auf die Partie und verkürzte auf fünf Punkte.
Sicherheit gab dies jedoch nicht. Ganz im Gegenteil: Nach dem Wechsel blieben die Franken zweieinhalb Minuten ohne Korbtreffer. Trainer Andrea Trinchieri war stocksauer und versuchte, seine Mannen in den Auszeiten immer wieder aufzuwecken – ohne Erfolg. Nach 25 Minuten war Ulm beim 53:41 auf zwölf Punkte enteilt.
Im Schlussviertel setzten sich die Schwaben dann entscheidend ab und feierten am Ende mit ihren Fans die Krönung einer tollen Woche, in der es mit der Vertragsverlängerung von Trainer Leibenath bis 2019 schon eine Erfolgsmeldung gegeben hatte.
Bayern München hat derweil den zehnten Saisonsieg eingefahren. Bei den Skyliners Frankfurt gewann das Team von Trainer Aleksandar Djordjevic am Sonntag 77:57 (40:33). Mit 22 Punkten war Bryce Taylor der Top-Scorer der Münchner, bei den Hessen trugen sich Shavon Shields und Quantez Robertson mit 14 Punkten in die Liste ein.
Alba Berlin feierte gegen die Eisbären Bremerhaven ebenfalls einen deutlichen Sieg und ist damit seit vier Liga-Spielen ungeschlagen. Die Berliner schlugen die Norddeutschen mit 97:71 (55:33). Zwischenzeitlich führte das Team von Ahmet Caki sogar mit 31 Punkten. Mit 15 Punkten war Malcom Miller bester Alba-Werfer, bei Bremerhaven steuerte Quincy Diggs 14 Punkte bei.
Die beiden Aufsteiger Rasta Vechta und Science City Jena mussten derweil beide in die Overtime. Jena siegte gegen Tübingen 82:79 (42:34), Vesta verlor bei den Telekom Baskts Bonn 83:88 (50:43).
Die EWE Baskets Oldenburg schlugen s.Oliver Würzburg mit 85:75 (44:42). Lamonte Ulmer ragte bei den Würzburgern mit 22 Punkten heraus, Frantz Massenat war bester Oldenburger (16 Punkte).


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