10. Februar 2019, 22:02 Uhr

Überragender Björn Hofmann

10. Februar 2019, 22:02 Uhr
Nicht zu stoppen: Der überragende Heuchelheimer Björn Hofmann setzt sich gegen die Lindener Julian Weber (Nr. 23) und Lukas Loh (r.) durch. (Foto: ras)

Derby-Überraschung in der Handball Landesliga Mitte. Nur drei Wochen nach dem verlegten Hinrundenspiel revanchierten sich die TSF Heuchelheim und entführten am Samstag mit dem 23:22 (12:8) bei Spitzenreiter MSG Linden beide Punkte. Während die Gäste, die über die gesamte Spielzeit in Führung waren, nach dem Schlusspfiff lautstark über den verdienten Sieg jubelten, musste die MSG dagegen die zweite Niederlage nacheinander einstecken.

»Wir haben verdient verloren«, gestand MSG-Trainer Mario Weber ernüchtert ein. »Heuchelheim war uns in individuellen Sachen überlegen. Wir hatten wieder zu viele Ausfälle. Da müssen sich einige meiner Spieler hinterfragen«, übte der Coach Kritik an seiner Mannschaft. Und er wollte auch nicht die Ausfälle seiner zentralen Abwehrspieler und Kreisläufer Tobias Mühlhans und Tim Jung als Entschuldigung gelten lassen. »23 Gegentore sind okay, im Angriff war das viel zu wenig.« Was schon die erste Halbzeit deutlich machte. Dominik Koch markierte den ersten Treffer, und in der siebten Minute warf Niko Hoffmann die TSF schon mit 5:1 in Front. Der überragende Björn Hoffmann erhöhte in der 19. Minute auf 10:4. »Es ist gut, dass Björn wieder da ist. Mit ihm haben wir mehr Alternativen«, hatte TSF-Trainer Claus Well für seine Nummer 33 ein Sonderlob parat. Ebenso wie für seinen Keeper Erik Schlesinger. »Er hat überragend gehalten«, benannte der Gäste-Trainer einen weiteren Grund für die 12:8-Pausenführung.

Zwar konnte Linden nach Wiederbeginn auf 11:13 durch Linksaußen Jannik Andermann verkürzen – und in der 40. Minute durch Kreisläufer Nils Brockmann sogar den 15:16-Anschlusstreffer erzielen. Doch Heuchelheim störte weiter mit einer offensiven Deckung das Aufbauspiel der Gastgeber und zog so wieder auf 21:17 durch Niko Hoffmann zwölf Minuten vor dem Ende davon. Doch obwohl Linden in den letzten fünf Minuten die Deckung öffnete, kam man nur noch zum 22:23 durch Rechtsaußen Malte Höhn – bereits in der 56. Minute. Denn der Ausgleichstreffer von Julian Weber nach einem Kempa-Anspiel von Höhn kam kurz nach Ertönen der Schlusssirene. Und wäre wohl auch nicht verdient gewesen.

Für TSF-Trainer Claus Well kam der Sieg »schon überraschend. Aber unsere Abwehr war besser – und wir haben deutlich weniger Fehler als zuletzt gemacht. Linden dagegen hat gerade in der ersten Halbzeit sehr viele gemacht«, erklärte er die Gründe für den unerwarteten Spielausgang, der zugleich eine Serie von zuletzt drei Niederlagen beendete. Und mit dem man sich wieder ein wenig von der Abstiegszone entfernte.

MSG Linden: Rocksien, Schindowski; Nober (2), Müller, Brockmann (1), Walter, Wrackmeyer (1), Deimer, Berger (2), Loh (1), Julian Weber (1), Andermann (2), Höhn (3), Grundmann (9/8).

TSF Heuchelheim: Winter, Schlesinger; Bley (4/2), Lichert, Mackellar, Koch (3), Hoffmann (3), Kaplan, Weidner, Dennis Weber (3), Rinn, Björn Hofmann (6), Kröck, Czaja (4).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Arend/Ganasinski (Guntershausen). – Zuschauer: 183. – Zeitstrafen: 4 – 10 Strafminuten. – Siebenmeter: 10/8 – 2/2.

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