24. Juni 2020, 10:00 Uhr

2. Liga soll geteilt werden

Turnteam Linden stellt sich auf Start im Oktober ein

In einem modifizierten Modus will das deutsche Turnen Anfang Oktober den Ligenbetrieb aufnehmen. Damit ergeben sich auch für das Turnteam Linden viele Fragen.
24. Juni 2020, 10:00 Uhr
Ab dem 10. Oktober wollen Deutschlands beste Turnerinnen und Turner im Ligenbetrieb wieder an die Geräte - so auch Lindens Tim Pfeiffer. FOTO: RAS

Der Ligenbetrieb in erster und zweiter Turn-Bundesliga soll im Herbst 2020 durchgeführt werden. Die zwei zweiten Ligen (Nord und Süd) sollen dabei jeweils aufgeteilt werden, um die Anzahl der Wettkämpfe zu reduzieren. Die Nord-Staffel, dem das Turnteam Linden angehört, soll so in zwei Vierergruppen gesplittet werden, als erster Wettkampftag ist der 10. Oktober avisiert.

In drei Wettkämpfen ermitteln die Teams dabei ihre Positionen, im vierten Wettkampf duellieren sich die Teams über Kreuz: Der Erste aus Gruppe eins tritt gegen den Ersten aus Gruppe zwei an - so soll ein Aufsteiger für die Nord- und ein Aufsteiger für die Südstaffel ermittelt werden. Absteiger wird es keine geben.

Das geht aus mehreren Schreiben der Deutschen Turnliga und den Ligaverantwortlichen an die Vereine hervor. Die Zusammensetzung der jeweils aufgeteilten Gruppen soll ausgelost und nicht auf Basis von logistischen Gründen getroffen werden. Als letzter Wettkampftag ist der 7. November eingeplant. Durch die Regelung des Nicht-Abstiegs im Sonderjahr 2020 wird die Turn-Bundesliga 2021 aufgebläht sein - dem Vernehmen nach soll es im kommenden Jahr dann drei Bundesliga-Absteiger geben, um die Teilnehmerzahl wieder zu regulieren.

»Wir stellen uns auf Wettkämpfe im Herbst ein, warten aber noch auf finale Infos, gegen wen wir turnen«, sagt Tim Pfeiffer, Mannschaftsführer des Turnteam Linden.

Viele Fragen sind noch ungeklärt: Wie wird der Widerspruch zwischen dem an den Geräten benutzten Magnesia und einer ständigen Desinfektion der Geräte aufgelöst? Pfeiffer sagt: »Man kann nicht nach jeder Übung die Reckstange abwischen, das geht auf keinen Fall. Man braucht den Grip einfach.«

Können internationale Turner an den Wettkämpfen teilnehmen? Pfeiffer: »Normalerweise steht zu diesem Zeitpunkt schon alles, Flüge und Pensionen sind gebucht. Dieser organisatorische Faktor, ich denke auch an die Hygienekonzepte, ist in dieser Situation das Schwierigste für uns.« Sollte es rechtlich und logistisch möglich sein, planen die Lindener mit dem Jordanier Adham Al Squor und dem Spanier Joshua Meehan. Mit zwei weiteren Kandidaten stehen die Verantwortlichen des Fördervereins in Kontakt.

Diskutiert werden auch die Fragen nach möglichen Zuschauergenehmigungen in den jeweiligen Hallen und die Vertretbarkeit, die Sportler mit begrenzter Vorbereitungszeit in den Wettkampf zu schicken. So kann die Kölner Turn-WG, bestehend aus Tim Pfeiffer und dem Ex-Lindener Lasse Gauch (jetzt TSG Grünstadt), beide an der Deutschen Sporthochschule aktiv, auch auf absehbare Zeit noch nicht in der Halle trainieren.

Grenze: Fünf Turner im Training

»Es gab Stimmen, die es für unverantwortlich halten, die Turner mit weniger als drei Monaten Vorbereitungszeit in den Wettkampf zu schicken«, erklärt Pfeiffer. »Ich persönlich sehe das anders. Das größte Problem ist und bleibt die Organisation.«

Der Zugang zu Sporthallen und Turngeräten ist lokal unterschiedlich - das Lindener Turnteam selbst trainiert seit zwei Wochen unter der Anleitung von Christian Hambüchen unter strengen Hygieneauflagen mit der Höchstgrenze von fünf Personen regelmäßig in Wetzlar. Dem Turnteam gehören auch etliche Eigengewächse wie Tom Bobzien, Nico Horvath, Moritz Weber, Maximilian Kessler und Pfeiffer selbst an. Eine finale Entscheidung der Ligaverantwortlichen wird in den nächsten Wochen erwartet.

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