07. November 2019, 17:22 Uhr

Turmhohe Hürde für Wettenberg

07. November 2019, 17:22 Uhr
Volle Konzentration ist von Tom Warnke und seiner HSG Wettenberg gegen Spitzenreiter TuS Dotzheim gerfragt. (Foto: ras)

Mit der HSG Pohlheim und der HSG Kleenheim/Langgöns gehören zwei der drei heimischen Mannschaften in der Handball-Oberliga der erweiterten Spitzengruppe an. Natürlich wollen die beiden Teams die Positionen zumindest behalten, und das setzt voraus, dass sie am bevorstehenden Wochenende nicht leer ausgehen. Allerdings sind die anstehenden Aufgaben recht knifflig. So erwartet die HSG Kleenheim/Langgöns die SG Bruchköbel, die nach drei Siegen hintereinander ebenfalls im vorderen Bereich der Tabelle zu finden ist. Bei der zweiten Mannschaft der Melsunger Turnerschaft ist die HSG Pohlheim zu Gast, die sich nicht von der hohen Niederlage der Nordhessen in Dotzheim blenden lassen darf. In eigener Halle ist die MT nur schwer zu bezwingen. Am Wochenende feierte die HSG Wettenberg ihren zweiten Saisonerfolg und möchte diesen nun veredeln, um die Punktebilanz auszugleichen. Doch die Sache hat einen Haken: Zu Gast in Launsbach ist Tabellenführer TuS Dotzheim. Die Mannschaft hat nach der Auftaktniederlage in Groß-Umstadt fünfmal hintereinander gewonnen und befindet sich derzeit in blendender Verfassung. Eine extrem hohe Hürde also für die Wettenberger.

HSG Wettenberg - TuS Dotzheim (Sa., 20 Uhr/Sporthalle GS Launsbach): »TuS Dotzheim befindet sich im Flow«, warnt Wettenbergs Trainer Axel Spandau vor der Mannschaft aus Wiesbaden. »Wir müssen den 84-Tore-Angriff (aus zwei Spielen) mit Physis und Taktik bearbeiten, um eine Chance zu haben.« Der HSG-Coach sieht in der Truppe des Tabellenführers eine gute Mischung aus etablierten Spielern wie Marc-Oliver Teuner, Johanns Schuhmacher, Maximilian Schubert sowie »jungen Wilden« wie Fabian Kovacs, Nicolas Robinson und Marius Reinheimer. In der Begegnung gegen die Melsunger »Zweite« erzielte die Dotzheimer nicht weniger als 46 Treffer. Da kommt also einiges auf die Wettenberger zu. Immerhin kam die HSG am vergangenen Wochenende mit dem 28:25 in Vellmar zum zweiten Saisonerfolg. Ein weiterer Sieg würde dem Punktekonto der Wettenberger besonders guttun. Gegen die starken Dotzheimer ein alles andere als leichtes Unterfangen, zumal Axel Spandau auf Lennart Lauber (Rippenverletzung) verzichten muss. Hinter dem Einsatz von Lukas Becker und Niklas Puhl steht jeweils ein Fragezeichen.

HSG Kleenheim/Langgöns - SG Bruchköbel (So., 17 Uhr/Weidigsporthalle Oberkleen): »Die Bruchköbeler sind körperlich sehr stark und stellen eine sehr kompakte Defensive, die mit den beiden schnellen Außen auch gut in den Gegenstoß leitet«, nennt HSG-Trainer Matthias Wendlandt zwei Stärken des kommenden Gastes. »Außerdem bringen sie viel Erfahrung mit. « Josip Kezic ist frisch aus der 1. tschechischen Liga gekommen, Hrvoje Batinovic war einer der Top-Torschützen in der 3. Liga, und Florian Juli, Milos Kreckovic, Sergej Zutic sowie Mike Bätz haben auch schon mehrere Jahre in der 3. Liga gespielt. »Wir haben gegen Pohlheim ein gutes Spiel gemacht«, wirft Wendlandt einen Blick auf das vergangene Wochenende.« In den entscheidenden Phasen haben bei unseren jungen Spielern aber die abgeklärten Aktionen gefehlt. Ich denke, wir werden uns weiterentwickeln, und die Spieler werden auch besser mit solchen schwierigen Situationen umgehen.« Der Coach fordert von seinen Akteuren, weiter so ambitioniert zu agieren, dann »werden unsere Spieler auch weitere Schritte nach vorne machen«. Und das können sie am Sonntag gegen den Drittliga-Absteiger zeigen.

MT Melsungen II - HSG Pohlheim (So., 18 Uhr/Stadtsporthalle Melsungen): »Die Melsunger haben die letzten Heimspiele gewonnen«, berichtet HSG-Trainer Jens Dapper, der damit zum Ausdruck bringt, dass die deutliche Niederlage der Nordhessen bei Tabellenführer TuS Dotzheim nicht unbedingt als Gradmesser für die Partie am frühen Sonntagabend angesehen werden kann. In der Melsunger Oberliga-Mannschaft stehen mehrere Spieler aus der Kaderschmiede des Bundesligisten, junge Leute, die mit dem notwendigen Ehrgeiz ausgestattet sind. Bei den Pohlheimern ist Torben Weinandt, Neuzugang der Wetzlarer U23-Mannschaft, vermutlich wieder dabei. Weinandt hatte bei seinem Einstand vor Wochenfrist gegen die HSG Kleenheim/Langgöns drei Treffer erzielte. Bei 10:4 Punkten stehen die Pohlheimer derzeit auf dem dritten Platz. Auf jeden Fall will Pohlheim die beiden Punkte mitnehmen, um den Platz in der Spitzengruppe zu verteidigen. Allerdings wird das Spiel kein Selbstläufer. Melsungen ist in eigener Halle eine »harte Nuss«, sagt Jens Dapper, der vor den Gastgebern und vor allem dem torgefährlichen Merlin Kothe durchaus Respekt hat.

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