08. Dezember 2019, 20:36 Uhr

Tumulte nach Faustschlag

08. Dezember 2019, 20:36 Uhr

) Im Spitzenduell der Handball-Oberliga unterlag die HSG Pohlheim am Samstag der TSG Offenbach-Bürgel mit 29:32 (13:15). Die Pohlheimer erwischten vor über 400 Zuschauer in der Holzheimer Sporthalle einen schlechten Tag mit vielen Unzulänglichkeiten, aber auch mit viel Pech. Die Dapper-Truppe konnte zwar einen Sieben-Tore-Rückstand bis zum Anschlusstreffer reduzieren, aber am Schluss reichte es dann nicht mehr.

Die Unzulänglichkeiten schlichen sich nach knapp 15 Minuten in das Pohlheimer Spiel ein. Nach dem 5:2 (8., Weinandt) markierte Daniel Hirz das 7:5, dann aber folgten im Angriff fünf unnötige Ballverluste in Folge. Die Gäste bedankten sich und hatten beim 9:7 die Führung übernommen. Das Pech äußerste sich zum einem bei Kreisläufer Florian Niclas, dem im ersten Durchgang gleich fünfmal der Wurfversuch wegen Betreten des Kreises abgepfiffen wurde. Zum anderen gelangte jeder Abpraller (sieben insgesamt) in die Hände der Bürgeler zurück, die dadurch zu fünf Toren gelangten.

Beim 13:15 wurden die Seiten gewechselt, und die HSG kämpfte weiter mit sich selbst und ihren einfachen Fehlern im Angriff. Die Gäste zogen auf 23:16 (38.) davon, es wurde ruhig in der Halle. Bis dann eine Minute später die beiden schwachen Schiedsrichter nicht unwesentlich zur Eskalation beitrugen. Nach einem Schrittfehler von Lars Kretschmann und dem erfolgten Pfiff wollte der Bürgeler das Leder nicht freigeben, Lukas Happel rangelte mit dem Linksaußen um den Ball - und hier hätten die Unparteiischen einschreiten müssen. Dies geschah aber nicht: Happel schubste Kretschmann weg, dieser streckte den Pohlheimer mit einem Faustschlag an den Kopf nieder. Große Tumulte auf dem Parkett, Happel blieb minutenlang benommen liegen - und die unverständliche Entscheidung des Gespanns: Beide Spieler wurden mit roter Karte und Bericht auf die Tribüne verwiesen.

Danach bewiesen die Mittelhessen Herz und Moral. Dennis Weisel verkürzte auf 24:26 (49.), beim 28:29 vier Minuten vor dem Abpfiff hatte Max Rühl den Anschluss hergestellt. Torben Weinandt vergaß es bei seinem Tempogegenstoß kurz darauf, den Ausgleich herzustellen und scheiterte an Torhüter Marvin Hoppenstaedt. Noch einmal war es Rühl, der das 29:30 erzielte (58.), aber am Ende hatten die Gäste das Glück auf ihrer Seite. Die Referees übersahen ein »Fußpiel« der Offenbacher, und diesen blieb es vorbehalten die beiden letzten Treffer zum 32:29 aus ihrer Sicht zu markieren.

Pohlheims Coach Jens Dapper sagte nach der Partie: »Es war nicht unser Tag, wir haben zu viele einfache Fehler gemacht. Nach Umstellung der Abwehr haben meine Jungs noch einmal alles gegeben und gefightet bis zum Anschlusstreffer. Unser Kampf wurde am Ende aber nicht belohnt, so ist halt der Handball manchmal.«

HSG Pohlheim: Schlegel, Wüst; N. Happel (1), Weisel (2), Rühl (8), Drommershausen, Hirz (3), L. Happel (1), Lex (2), Weinandt (6), Kammer, Wagner (2), Grundmann (4/2).

TSG Offenbach-Bürgel: Simic, Hoppenstaedt, Gezer; Kaiser (1), Zahn (1), Pjanic (2), Müller (3), Morgano, Kretschmann (5), Wagenknecht (10/5), Hofmann (4), Lenort (3), Ljubic (3).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Adam/Adam (Vellmar). - Zuschauer: 410. - Zeitstrafen: 6 - 12 Minuten. - Siebenmeter: 2/2 - 5/5.

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