20. Dezember 2019, 22:06 Uhr

Traumnote

20. Dezember 2019, 22:06 Uhr
Luca-Sophie Freitag vom RFV Grünberg und Farbenfroh ergattern im Reiterwettbewerb in der Festhalle das Siegerschleifchen. FOTOS: PIC

Eine strahlende Siegerin im Viereck, rasante Gespanne und Teams aus dem ganzen Bundesland im Parcours. Der »Hessentag« in der vorweihnachtlich geschmückten Frankfurter Festhalle hat wieder einiges zu bieten.

Prächtig leuchten am Donnerstag die Sterne in der Kuppel der Festhalle lila und gold. Unten im zweigeteilten Viereck haben sich die ersten beiden Abteilungen des Reiterwettbewerbs zum Linsenhoff-Förderpreis eingefunden. Die Spannung ist zu greifen. Mit höchster Konzentration stellen die jugendlichen Reiter ihre Pferde und Ponys in den drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp vor. Auch Luca-Sophie Freitag vom Reit- und Fahrverein Grünberg ist dabei - nominiert vom Bezirksreiterbund (BRB) Oberhessen Mitte für den Auftritt vor der atemberaubenden Kulisse des Festhallenreitturniers. Am Ende wird es die Siegerschleife für sie.

Gesattelt hat die junge Reiterin nicht ihr eigenes erst siebenjähriges Pony Tictac, sondern den mittelhessischen Publikumsliebling Farbenfroh - zur Verfügung gestellt von Familie Flemming aus Allendorf/Lda. Der 18-jährige Fuchs mit der auffälligen Scheckung zeigte in diesem Jahr bereits unter anderem beim Licher Dressur-Turnier sein Können und spielt nun auch unter Freitag seine Souveränität aus. Die beiden machen ihre Sache ausgezeichnet. Die Reiterin sitzt in aufrechter Haltung im Schwerpunkt, das Pferd geht taktrein und schwungvoll, steht dabei äußerst gehorsam an den Hilfen.

Nach dem Einzelgalopp auf beiden Händen kommt das Kommando: Aufmarschieren zur Siegerehrung. Die Gewinnerin mit der Traumnote von 9,0 heißt Luca-Sophie Freitag auf Farbenfroh. Unter dem Jubel des Publikums nimmt die Frankfurt-Novizin die goldene Schleife entgegen, das Paar führt die Ehrenrunde im Trab an.

Auf dem Programm des »Hessentags« stand auch ein rasanter Wettbewerb erfolgreicher Gespannfahrer. Bei der »Frankfurt Team Driving Competition« gingen Zwei- und Vierspänner in waghalsigem Tempo vor begeisterten Zuschauern auf die Reise durch einen Hindernisparcours. Es siegte der mehrfache deutsche Meister bei den Vierspännern Georg von Stein mit seinem Zweispänner-Kollegen Maxi Reith.

Die Stimmung erreichte einen weiteren Höhepunkt, als sich die Vereine mit ihren liebevoll inszenierten Schaunummern zur Applaus- und Jurywertung präsentierten. Die Nase vorn hatte am Ende das Connemara-Gestüt Kinzighausen mit seiner Interpretation des »Harry Potter«-Spiels »Quiddich«.

Zu später Stunde wurde der Parcours für die Springreiter der Bezirks- und Kreisreiterbünde aufgebaut. 16 Teams mit jeweils drei Reitern stellten sich der Herausforderung in der L-, M- und S-Runde. Für Oberhessen Mitte gingen Till Schmidt (RFV Lich) mit Navaro im L-Springen, seine Vereinskollegin Kira Kirchgessner auf ihrer Stute Charity in Klasse M und als Schlussreiter Bundespolizist Alexander Kisselbach vom RV Am Pohlheimer Wald im Sattel von Wild Emotion an den Start.

Schmidt kassierte im ersten Umlauf acht Strafpunkte. In Klasse M musste Kirchgessner einen Abwurf und einen Zeitfehler hinnehmen. Auch Kisselbach war über der Zeit, zudem fiehlen bei ihm zweimal die Stangen. Rang elf stand in der Endabrechnung für Oberhessen Mitte zu Buche. Die Mannschaft vom Kreisreiterbund Wetterau mit Marietta Hildebrandt, Katja Schuster und Jasmin Marie Reis erreichte Treppchenplatz drei. Als einziges fehlerfreies Team gewann der KRB Schwalm-Eder.

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