In der Männerhandball-Oberliga Hessen musste die HSG Kleenheim-Langgöns am vergangenen Samstagabend im Topspiel bei der TuS Dotzheim eine knappe Niederlage hinnehmen. Am Ende drehten die Kleebachtaler nochmals gewaltig auf und spielten sorglos auf, bis sie plötzlich auf 33:34 (15:16) herangekommen waren, als schließlich die Restzeit ablief. »Wir waren über beinahe die gesamte Spielzeit knapp im Hintertreffen und haben uns häufig gewissermaßen selbst geschlagen durch viele technische Fehler und missglückte Abschlüsse«, kommentierte Matthias Wendlandt, Trainer der Gäste, der allerdings gleichermaßen die bemerkenswerte Einstellung seiner Schützlinge betonte.

Krankheitsbedingt mussten die Grün-Weißen mit einem äußerst dünnen Kader antreten, da etwa mit Fabian Höpfner oder Torhüter Jens Elsner wichtige Akteure fehlten. Die Auswärtsmannschaft benötigte bis zum Ende des Aufeinandertreffens, um die eigene augenscheinliche Unsicherheit in den Offensivaktionen abzulegen und vollkommen cool zu agieren.

Mit drei Treffern in Folge, abgeschlossen durch Nico Scheibel 17 Sekunden vor dem Abpfiff, kamen die Kleenheimer wieder auf ein Tor Differenz heran, konnten dann allerdings keinen letzten Punch mehr setzen. »Das war schon schön mit anzusehen wie das Team plötzlich ohne Druck aufgetreten ist und immer weiter herankam, auch wenn es dann leider nicht gereicht hat«, erklärte Wendlandt.

Zuvor lag die SGK zumeist im Hintertreffen und lief beispielweise nach dem 16:20 durch Paul Föller in der 35. Minute einem etwas klareren Rückstand hinterher. Doch gerade auch von der eigenen Fehleranzahl ließen sich die Gäste nicht nachhaltig beeindrucken und blieben zumindest stets auf Schlagdistanz mit dem Tabellenzweiten. »Hätten wir die Qualität der letzten zehn Minuten über das komplette Spiel umsetzen können, dann wäre sogar ein Sieg drin gewesen«, stellte Wendlandt fest.

Dotzheim: Toru, Theuer; Otto, Lang, Schubert (5), Immel, Schuhmacher (9), Assmann (2), Föller (1), Funk (5/3), Welkenbach, Battermann (2), Reinheimer (1), Teuner (9/2)

Kleenheim: Kaiser, Eckhard; Wolf (3), Strasheim (7), Spieß (6/3), Wiener, Kollmann (2), Leger (2/1), Patt (2), Friedrich (7), Scheibel (4)

Stenogramm / Zuschauer: 150. - Schiedsrichter: Hoffelner/Siedel (Oberhessen/Bensheim). - Strafminuten: 10:10. - Siebenmeter: 5/5:6/4.

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