12. Mai 2018, 17:37 Uhr

Teutonia

Teutonia verharrt in der Hessenliga

Jetzt steht es fest: Fußball-Hessenligist SC Teutonia Watzenborn-Steinberg verpasst den Regionalliga-Aufstieg. Zum Abschied an der Neumühle gibt's noch einmal ein Spektakel.
12. Mai 2018, 17:37 Uhr
Vor 370 Zuschauern lieferten sich Barbaros Koyuncu (l.) und seine Teutonia ein unterhaltsames letztes Spiel an der Neumühle mit dem TSV Lehnerz. (Foto: ras)

Ganz so dramatisch wie beim fast zeitgleichen ersten Bundesliga-Abstieg des Hamburger SV war es am Samstagnachmittag an der Neumühle zwar nicht - die letzte Partie der ersten Mannschaft an der Pohlheimer Spielstätte bot den 370 Zuschauern zum Abschluss aber auch noch einmal viel Spannung und Dramatik.

Mit einem Treffer in der Nachspielzeit entging der SC Teutonia Watzenborn-Steinberg in der Fußball-Hessenliga einer Niederlage gegen den TSV Lehnerz. Ein weiterer Treffer von Rafael Szymanski in der 93. Minute wurde vom Schiedsrichtergespann zurückgenommen, sodass es beim 2:2 (0:1) aus Teutonen-Sicht blieb.

Lehnerz braucht noch einen Punkt zur Relegation

Die Teutonia bleibt damit garantiert ein weiteres Jahr in der Fußball-Hessenliga, der TSV Lehnerz braucht in den beiden verbleibenden Partien noch einen Punkt, um Relegationsplatz zwei zu sichern. Das dürfte in der kommenden Woche beim künftigen Fusionspartner Borussia Fulda klar gemacht werden.

Kapitän Christopher Spang ärgerte sich im Nachhinein über das aus Pohlheimer Sicht schmeichelhafte Remis: "Zum Abschluss an der Neumühle war das ein unterhaltsames Spiel für die Zuschauer, aber wir hätten lieber gewonnen. Gegen die Kleinen schaffen wir es immer wieder, gegen die großen Teams nicht. Da haben wir es auch nicht verdient, aufzusteigen."

Cimen sieht viele Sachen, die besser werden müssen

Ähnlich sah das Trainer Daniyel Cimen: "Die Stimmung ist bescheiden. Das einzige Positive ist, dass wir heute nicht verloren haben. Lehnerz hätte das Spiel früher entscheiden können. Bei uns war etwas die Luft raus, das war mit das schlechteste Spiel unter meiner Leitung. Es waren viele Sachen dabei, die man besser machen muss."

Nach 19 Minuten geriet Watzenborn-Steinberg, das zur neuen Saison FC Gießen heißen wird, nach einem unnötigen Eigentor von Oliver Laux in Rückstand und konnte sich in der Folge mehrmals bei Torhüter Tolga Sahin bedanken, dass die Partie zur Halbzeit nicht bereits entschieden war. Der Keeper parierte zweimal, als Lehnerzer Offensivspieler freistehend auf ihn zuliefen. Die Teutonia hatte den Ball, Lehnerz die Konterchancen.

Müller trifft per Kopf in der Nachspielzeit

Daran änderte sich auch im zweiten Durchgang wenig - Lehnerz ließ zig Chancen liegen, die Teutonia glich durch den eingewechselten Damjan Marceta nach einer Ecke glücklich aus (68.). Kurz darauf erzielte TSV-Akteur Marcel Trägler nach abseitsverdächtigem Pass ein Traumtor zum 2:1 für die Gäste (78.). Erst in der Nachspielzeit kam die Teutonia noch einmal, traf durch Markus Müllers Kopfball zum Ausgleich und wäre fast noch zum Siegtreffer gekommen.

Vor dem Spiel wurden fünf Akteure verabschiedet: Louis Goncalves, Yannik Dauth, Dennis Lemke, Ugur Aslan und Mustafa Yaman werden den Verein verlassen und haben am Samstag ihr letztes Heimspiel für die Teutonia bestritten.

Im Stenogramm: Tore: 0:1 (19.) Eigentor Laux, 1:1 (68.) Marceta, 1:2 (78.) Trägler, 2:2 (90.) Müller. - Zuschauer: 370. - Schiedsrichter: Winkler (Warburg).

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