14. Juli 2020, 16:00 Uhr

Handball

Testen und testen

Handball-Oberligist HSG Kleenheim-Langgöns bereitet sich auf die neue Saison vor. Allerdings muss Trainer Matthias Wendlandt momentan ohne Testspiele auskommen.
14. Juli 2020, 16:00 Uhr
Abstand gewahrt beim Training der HSG Kleenheim-Langgöns: Simon Patt unterstützt Niklas Roth bei dieser Übung mit Ringen. FOTO: BF

Matthias Wendlandt ist mit dem bisherigen Verlauf der Trainingsarbeit nicht unzufrieden. »Die Vorbereitung lief weitestgehend normal ab«, berichtet der Trainer des Handball-Oberligisten HSG Kleenheim-Langgöns und ergänzt: »Wir haben sehr viel in Kleingruppen gearbeitet.« Dennoch war wegen Corona einiges anders als in den vergangenen Jahren. »Der organisatorische Aufwand war deutlich höher, da wir die geltenden Regeln genau beachten wollten«, stellt der Kleenheimer Coach fest. Dennoch herrschte in einigen Phasen »business as usual« bei der HSG. »Kleingruppentraining ist in dieser Phase nicht unüblich«, erläutert Wendlandt.

Alles wie immer? Nein, davon ist man auch bei der SG Kleenheim-Langgöns weit entfernt. Der Coach nennt ein Beispiel: »Leider haben wir bisher noch kein Testspiel gemacht und werden auch in nächster Zeit erst mal wohl kein Testspiel machen können. Das ist schon ein Problem, erklärt der Coach. Denn das im Training Erarbeitete kann so nicht auf den Prüfstand gestellt werden, die Feinjustierung wird dadurch erschwert. »Zum Glück können wir in Kleingruppen mittlerweile auch wieder Zweikämpfe durchführen, das hilft schon deutlich«, gewinnt der Trainer der derzeitigen Phase eine gute Seite ab.

Anfang Juli trat Stufe 6 des DHB-Positionspapiers in Kraft, wonach »handballspezifisches Training mit Zweikämpfen und Vor-Ort-Anleitung durch Trainer und bis zur vollen Kaderstärke« möglich ist. Allerdings gibt es noch eine massive Einschränkung: »Für jede Trainingseinheit erfolgt die Zulassung zum Kleingruppentraining nur, wenn Kontaktrisiko-Evaluation und Symptom-Evaluation vollständig negativ sind. Im Verdachtsfall bzw. bei einer Ansteckung eines Gruppenmitglieds an Covid-19 muss der Trainingsbetrieb unverzüglich eingestellt werden«, heißt es in den schriftlich fixierten Vorgaben des DHB. Dieser Kelch ist an den drei heimischen Oberligisten bislang vorübergegangen.

»Wir versuchen, alle Regeln umzusetzen«, verspricht der Kleenheimer Trainer, »sodass uns natürlich auch der Acht-Stufen-Plan betrifft. Und die Jungs gehen damit gut um«, macht Wendlandt seinen Spielern ein dickes Kompliment, muss aber auch eingestehen, dass »es schon anders ist als vor Corona«. »Die Einhaltung der Regeln und auch teilweise die Angst vor Ansteckungen gehen nicht immer einher mit der Lockerheit, die ich im Amateursport für sehr wichtig halte«, musste Wendlandt feststellen.

Zurück zur Saisonvorbereitung und den sicherlich notwendigen Einschränkungen, die die Arbeit des Trainers nicht gerade erleichtern. »Wenn wir nicht genügend Testspiele durchführen können«, erklärt der Kleenheimer Coach, »wäre das eine sehr große Einschränkung für unsere Vorbereitung. Alles andere müsste kompensierbar sein.« Laut Terminplan soll die Saison am zweiten September-Wochenende eröffnet werden. Für die HSG Kleenheim-Langgöns steht zunächst das Auswärtsspiel in Wiesbaden-Dotzheim auf dem Programm. Eine Woche später stellt sich Aufsteiger HSG Hanau II in Oberkleen vor. Nach dem Auswärtsspiel in Offenbach-Bürgel (27. September) erwartet Kleenheim-Langgöns am 2. Oktober die HSG Wettenberg zum Derby. Auch im Vorrundenduell gegen die HSG Pohlheim (23. Oktober) genießt die HSG Kleenheim-Langgöns Heimrecht. Allerdings ist der Terminplan nicht in Stein gemeißelt. Corona kann auch hier durchaus noch für Einschnitte sorgen. Dennoch ist Wendlandt optimistisch: »Ich denke, es geht spätestens im Oktober weiter. Die Jungs freuen sich riesig darauf, ich auch und bestimmt auch die meisten Zuschauer. Wichtig ist, dass ein einheitliches Konzept erarbeitet wird und nicht die Verantwortung auf die Vereine abgewälzt wird.«

In die neue Runde geht die HSG Kleenheim-Langgöns mit einem leicht veränderten Kader. So werden Nils Kaiser (zur HSG Lumdatal) und Micha Wiener, der nur noch als Standby-Spieler zur Verfügung steht, als Abgänge gemeldet. Neu im Aufgebot des heimischen Oberligisten sind Niklas Roth (Rückraum links), Max Kiethe (Linksaußen/beide von der Jugend A des TV Hüttenberg) sowie Yannik Woidwood (Kreis/HSG Hanau) und Schlussmann Finn Weber, der zuletzt das Tor der HSG Linden gehütet hat.

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