22. Oktober 2019, 18:23 Uhr

Technisch auf hohem Niveau

22. Oktober 2019, 18:23 Uhr
Der Gießen-Achter hat in der Saison 2019 den größten Erfolg seiner Bundesliga-Geschichte errudert. (Foto: Friedrich)

Als der Gießen-Achter beim Bundesliga-Finale in Münster erstmals sein komplettes Team aufbieten konnte, wie Schlagmann Johannes Birkhan festhielt, erruderte er sich im Endklassement noch Rang fünf und damit die beste Platzierung in der achtjährigen Bundesliga-Historie.

Bei der Saisonabschlussveranstaltung in den Räumen der Stadtwerke Gießen, neben der Sparkasse Gießen Hauptsponsor, würdigten die Verantwortlichen noch einmal die herausragende Leistung der Ruderer des RC Hassia und der Gießener RG, die - mangels Wettkampfstätte - zwar nicht direkt in der Region, dafür aber bundesweit Aufmerksamkeit erzeugt hatten.

Für Trainer Rainer Koppmann bestätigten sich schon früh in der Saison »die guten Zeitfahrergebnisse im Training«, für ihn hatte die »Arbeit auf der Lahn zu einem der schnellsten Achter unter den 18 Bundesliga-Booten geführt«. Koppmann rückblickend: »Wir waren zwar nicht körperlich die besten, aber technisch auf einem hohen Niveau und haben uns dadurch bei der Konkurrenz Respekt verschafft.«

In lockerer Atmosphäre und in Anwesenheit der Sparkassen-Chefs Ilona Roth und Peter Wolf sowie SWG-Geschäftskundenleiter Thomas Wagner als Gastgeber plauderten die Gießener Ruderer mithilfe von Moderator Eric Baumann über die vielen schönen und einige weniger schöne Momente der Saison. Für Teamchef Baumann »war der Derbysieg über Wetzlar/Weilburg einer der Höhepunkte«.

Daniel Hartmann war analog zu Trainer Koppmann hochzufrieden über die Entwicklung, die der Achter genommen hat: »Von der Physis her haben wir nicht die Reserven vieler anderer, dafür haben wir uns technisch enorm weiterentwickelt und dadurch beispielsweise die anderthalb Längen Rückstand am Anfang der Saison zu Minden am Ende aufgeholt.«

Sven Keßler erinnerte aber auch daran, dass er vor der dritten Bundesliga-Regatta in Hannover bezüglich der Einstellung »ein Machtwort sprechen musste«, um die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren: »Man sieht, es hat gefruchtet.« Abschlussplatz fünf habe - so Keßler - jedenfalls »Lust auf mehr« gemacht.

Die neunte Bundesliga-Saison 2020 kann also kommen. Der Gießen Achter ist für das Wintertraining bereits hoch motiviert, die Vorfreude auf die neue Ruder-Saison bereits wieder zu spüren. Denn, wie Nils Braden ergänzte, spielen natürlich bei allem Leistungs- natürlich auch »der Teamgedanke und die soziale Komponente eine große Rolle«, die Gemeinschaft inner- und außerhalb des Bootes mache stark. Und auch wenn die Ruderer auf der Lahn über keine Wettkampfstätte verfügen oder an den Wettkampftagen nicht wie die Ballsportler vom Publikum angetrieben werden oder entsprechend Beifall erhalten, ist die Motivation keineswegs geringer. »Man trainiert hart und kann seine Leistung und seine Fortschritte regelmäßig überprüfen, es entwickelt sich eine hohe Gewöhnung an die Belastung, die man dann gar nicht mehr als solche empfindet, dadurch aber weniger Fehler macht.« Kurzum: Die Ruderer des Gießen-Achters verfügen über ein hohes Maß ein Eigenmotivation und pushen sich permanent gegenseitig. Teamchef Baumann erklärte, den Kader des Achters auf jeden Fall stabilhalten zu wollen. Sparkassen-Chef Peter Wolf versprach, »keine Abstriche bei der Unterstützung« zu machen.

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