16. Mai 2019, 23:03 Uhr

TVH will nachlegen

16. Mai 2019, 23:03 Uhr
Der TV Hüttenberg um Ragnar Johannsson ist heute Abend beim Zweitliga-Schlusslicht HC Rhein Vikings zu Gast - alles andere als ein Sieg dürfte als Enttäuschung gewertet werden. (Foto: ras)

TV 05/07 Hüttenberg


Bereits heute steht die vorletzte Auswärtspartie der Saison für Handball-Zweitligist TV 05/07 Hüttenberg auf dem Programm. Um 20 Uhr ist man im Castello Düsseldorf Gast des abgeschlagenen Tabellen-Schlusslichts HC Rhein Vikings.

Statistiken: Seit drei Spielen ungeschlagen (4:2 Punkte), will der TVH diese Mini-Serie ausbauen. Aufgrund der Voraussetzungen eigentlich auch ein Muss, was allerdings den Blau-Weiß-Roten in dieser Saison schon oft zum Verhängnis wurde. Die Gastgeber stehen nämlich nach nur zwei Siegen und drei Unentschieden seit Wochen als Absteiger fest. Aktuell 7:61 Punkte sind eine deprimierende Bilanz. Der TVH rangiert mit 16:18 Punkten und Rang acht immerhin in der »Auswärtstabelle« in der oberen Hälfte.

Die fehlende Konstanz: Ein starker Start, nach dem Ausgleich das Spiel immer mehr in den Griff bekommen, aber am Ende doch noch einen Punkt abgegeben. Das Heimspiel am letzten Samstag beim 23:23 gegen den HSV Hamburg war »ein Spiegelbild der Saison«, wie Mittelmann Tomáš Sklenák enttäuscht nach dem Schlusspfiff eingestand. Ein Ansatz einer Erklärung war für den tschechischen Routinier, »dass wir einige gute Chancen nicht reinmachen.« Also mal wieder die auch von Trainer Emir Kurtagic schon bemängelte Chancenverwertung als Schwachpunkt. Vielleicht fehlen aber auch am Ende der Saison dem einen oder anderen Spieler die Körner. Zwar überzeugten Ragnar Jóhannsson und Björn Zintel mit jeweils acht Toren. Dafür blieb aber die »zweite« Rückraumreihe mit Sklenák und Johannes Klein nur bei kurzen Einsatzzeiten oder sogar ganz auf der Bank wie der tschechische Linkshänder Dieudonné Mubenzem. So gibt auch Kurtagic im Rückblick zu: »Ragnar hat sicher eines seiner besten Spiele gemacht. Vielleicht hätte ihm eine kleine Pause gutgetan.« Rätselhaft bleibt ihm aber, »warum wir immer wieder in den entscheidenden Phasen Nerven zeigen und uns nicht belohnen.« Was die Bankspieler leisten können, zeigte beeindruckend der lange verletzte Torhüter Fabian Schomburg. Mit einer Quote von 37 Prozent gehaltener Bälle war er der mit Abstand beste Torhüter aller vier eingesetzten Keeper. »Ich hoffe, dass wir heute in die Situation kommen, in der alle spielen können. Aber das ist nicht die Hauptaufgabe. Das ist ein Sieg.« Auf alle Fälle rechnet der TVH-Coach mit dem Einsatz der am letzten Wochenende angeschlagenen Christian Rompf und Moritz Lambrecht. »Sie beißen auf die Zähne.«

Der Gegner: Vor gut einem Vierteljahr mussten die Rhein Vikings, ein Zusammenschluss aus Düsseldorf und Neuss, Insolvenz anmelden. In der Folge verließen etliche Leistungsträger das Team. Dennoch spielen sie mit Anstand die Saison zu Ende. Zuletzt setzte es zwar vier Niederlagen. Wobei man sich aber gerade beim 23:26 in Rimpar gut verkaufte. Den Gegner auf die leichte Schulter nehmen, das wäre fatal. »Der Gegner hat nichts zu verlieren. Das ist eine komplett neue Mannschaft mit jungen Spielern. Sie machen das Beste aus der Situation. Das macht die Vorbereitung schwierig. Zumal jeder einen klaren Sieg von uns erwartet«, warnt Kurtagic.

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