22. Dezember 2019, 10:00 Uhr

Fußball

TSG Wieseck gibt Gas

Eine neue Geschäftstelle, ein eigener Fanshop und ein Container für medizinische Zwecke: Die Jugendfußballer der TSG Wieseck haben in diesem Jahr beschleunigt.
22. Dezember 2019, 10:00 Uhr

Im Schatten des neu gegründeten FC Gießen hat die Jugendabteilung der TSG Wieseck in den letzten eineinhalb Jahren beschleunigt, um ihre Rolle als Nummer eins im heimischen Juniorenfußball zu behaupten. Das vorläufige Ergebnis: Eine neue Geschäftstelle mit zwei Arbeitstischen, Couch, Flatscreen, Flipchart, Beflockungsmaschine und eigenem Fanshop. Über einen zweiten Stock wird bereits nachgedacht. Auf der Sitzplatztribüne wurden schon im Frühjahr neue Sitzschalen angebracht, ein Elterncafé entstand, ein weiterer Baucontainer wird gerade zum kleinen medizischen Zentrum umfunktioniert.

So resümiert Wiesecks Jugendleiter Deniz Solmaz im Gespräch mit dieser Zeitung: »Der FC Gießen war als neuer, lokaler Konkurrent im Jugendbereich zunächst eine Bedrohung, die alle mehr zusammengeschweißt hat. Wir waren ein wenig zufrieden - aber der FC Gießen hat uns wieder angetrieben. Er hat einen positiven Effekt auf uns gehabt, wir sitzen jeden Tag hier und überlegen, was wir besser machen können. Es hat uns - aus der jetzigen Sicht - extrem gutgetan. Viele Projekte wären sonst nicht entstanden. Für uns als Verein ist es gut, wenn man jemanden hat, der einen treibt.Wir haben in den letzten eineinhalb Jahren so richtig beschleunigt.«

Die Gesamtkosten der neuen Geschäftstelle samt Fanshop belaufen sich auf rund 30 000 Euro. »Die Finanzierung war ein Mix aus allem: Eltern, Spenden, Trainerarbeiten, Zuschüsse von der Stadt für die Erweiterung des Sportheims.« Eltern organisierten Firmen, die bei der Fertigstellung des Containers halfen.

»Unser Arbeitsumfeld ist jetzt deutlich professioneller«, sagt Solmaz. »Du kannst gemeinsam Zeit verbringen. Die Geschäftstelle wird auch viel von Spielern genutzt, die beipielsweise vor dem Training mal zusammen Playstation spielen oder einfach zusammensitzen. Du hast durch diesen Gemeinschaftsraum einen brutalen Austausch im gesamten Team, mit Trainern und Spielern.«

Zudem sorgt der eigene Fanshop mit Trikots, Hosen, Stutzen, Freizeitklamotten, Kissen oder Gläsern im TSG-Look für eine entsprechende (Außen-)Wirkung. »Das sind zu 90 Prozent Dinge, die die Spieler im Training auch brauchen: Socken, Stutzen, Mütze. Du kannst einfach in den Shop gehen und es kaufen. Wir haben 90 Prozent der Materalien in allen Größen sofort auf Lager. Das entlastet die Trainer in der Organsation enorm.«

Durch die eigene Beflockung entstand zudem die Idee, die Sonderedition der Dortmunder Borussia zu imitieren und ein Wiesecker Trikotsatz in komplettem Schwarz zu bestellen - die Nachfrage war enorm. »Wir versuchen einfach eine Umgebung zu schaffen, in der sich die Spieler wohl fühlen und sie merken, dass wir viel für sie tun.« So will die TSG nicht nur ihre Rolle im Gießener Fußball behaupten - sondern auch national weiter voranschreiten - mit dem noch in der Ferne liegenden Traum, einmal in der A- oder B-Junioren-Bundesliga zu landen. Solmaz: »Wir wollen uns als einer der erfolgreichsten Ausbildungsvereine in Deutschland etablieren.«

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