Lokalsport

TSG Leihgestern kann vorlegen

Mit einem interessanten Derby geht die Handball-Landesliga der Frauen in den nächsten Spieltag. Hier erwartet die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II die HSG Wettenberg II, die sich auf Rang sieben vorgearbeitet hat. Die anderen drei mittelhessischen Vertreter sind allesamt in den südlichen Regionen der Staffel Mitte gefordert.
06. Dezember 2019, 23:03 Uhr
Daniela Pieth

Mit einem interessanten Derby geht die Handball-Landesliga der Frauen in den nächsten Spieltag. Hier erwartet die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II die HSG Wettenberg II, die sich auf Rang sieben vorgearbeitet hat. Die anderen drei mittelhessischen Vertreter sind allesamt in den südlichen Regionen der Staffel Mitte gefordert.

HSG VfR/Eintracht Wiesbaden - TSG Leihgestern (Sa. 20.15 Uhr, Sporthalle Elsässer Platz): »Wir müssen uns vor allem darauf vorbereiten, so spät am Samstagabend noch Leistung abzurufen«, sieht TSG-Trainerin Jonna Jensen hier das größte Problem auf ihre Truppe zukommen. Das zweite dürfte Wiesbadens Annika Hermenau sein, die nicht nur das Spiel der Gastgeberinnen aufzieht, sondern auch die beste Torschützin der Liga ist. »Uns erwartet eine starke, wurfgewaltige und körperlich robuste Rückraumreihe«, so Jensen. Personell sieht es in Leihgestern wieder besser aus, lediglich Andrea Schulz ärgert sich noch mit Schulterproblemen herum, wird aber dabei sein.

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen - HSG Wettenberg II (So. 17 Uhr, Sporthalle Münchholzhausen): Dutenhofen/Münchholzhausen gegen Wettenberg - Erfahrung gegen junge Wilde. Die Gastgeberinnen sind nach der mäßigen Performance in Hüttenberg letzte Woche auf Wiedergutmachung aus. »Ich möchte eine Leistungssteigerung sehen, vor allem in dem Sinne, dass wir im Spiel wieder aktiver sind«, fordert Trainer Sebastian Roth nach dem 23:22-Zittersieg.

Sein Pendant Henrik Schneider kann da wesentlich gelassener ins Spiel gehen. »Die Favoritenrolle geben wir gerne ab«, schmunzelt er, obwohl auch der Wettenberger Coach trotz eines hohen Sieges gegen Sindlingen anmerkte: »Das war eher durchwachsen und nur die zweite Halbzeit wirklich gut.« Dutenhofen ist vor allem darauf bedacht, die offensive Gästeabwehr zu knacken und das schnelle Umschaltspiel zu unterbinden, um Wettenberg im Positionsangriff den Zahn zu ziehen. Die Roth-Sieben ist in heimischer Halle noch ungeschlagen und stellt im Verlauf der Saison die bessere Abwehr. Nur in den geworfenen Toren stehen sich beide mit im Schnitt etwas mehr als 25 in nichts nach.

HSG Goldstein/Schwanheim - TV 05/07 Hüttenberg II (So. 17.30 Uhr, C.-v.-Weinberg-Schule Goldstein): In Hüttenberg braucht man ein wenig, um die knappe Niederlage am letzten Wochenende gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen zu verdauen. »Wir haben sehr gut gespielt und das Match erst kurz vor Schluss aus der Hand gegeben«, hadert Coach Stefan Mappes. Mit Goldstein wartet ein Gegner, der - wenn die Möglichkeit besteht - hohes Tempo geht. Die Frankfurterinnen haben erst zwei Heimsiege zu verzeichnen und eine ausgeglichen besetzte Mannschaft, in der jede Spielerin torgefährlich ist. »Wir müssen auch auswärts mal stabil stehen und wenig Tore kriegen«, fordert Mappes, der auf Alisa Schepp und Hannah Schmidt verzichten muss, wobei Letztere bis Ende des Jahres mit Rückenproblemen ausfällt.

HSG Sindlingen/Zeilsheim - HSG Kleenheim-Langgöns U23 (So. 18 Uhr, Sporthalle TV Sindlingen): Die Kleenheimer U 23 geht mit Rückenwind in die Partie beim Tabellenletzten. Aus den letzten drei Spielen holten die Damen von Coach Christian Manderla mit drei Unentschieden 3:3 Punkte und vor allem die Partie gegen Eibelshausen/Ewersbach verleiht Auftrieb. »Wir haben sicherlich Bock, uns dort mit einem doppelten Punktgewinn zu belohnen, sind aber durch das Ergebnis von Sindlingen gegen Hüttenberg extrem gewarnt.«

In eigener Halle hatte Sindlingen/Zeilsheim vor zwei Wochen den ersten und einzigen Sieg eingefahren und mit Jennifer Walter die auffälligste Spielerin in ihren Reihen. Die Gastgeberinnen haben immer wieder mit personellen Problemen zu kämpfen, während auf Kleenheimer Seite Trainer Manderla hier aus dem Vollen schöpfen kann. Auf Spielerinnen der ersten Mannschaft muss er zwar verzichten, dafür wird der Kader mit A-Jugendlichen aufgefüllt.

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