18. März 2019, 07:00 Uhr

Fußball

Szymanski erlöst Ligaprimus

Ein hartes Stück Arbeit. Doch der FSV Fernwald hat dank eines Treffers von Rafael Szymanski die SF/BG Marburg in der Fußball-Verbandsliga Mitte mit 1:0 besiegt – und den Vorsprung ausgebaut.
18. März 2019, 07:00 Uhr
Ist von der Leistung seines FSV Fernwald trotz des Sieges nicht sonderlich angetan – Trainer Karl-Heinz Stete. (Foto: fro)

Die Erleichterung war FSV-Trainer Karl-Heinz Stete am Samstag nach dem Abpfiff des Mittelhessen-Derbys der Fußball-Verbandsliga Mitte anzusehen. Seine Elf hatte trotz einer überschaubaren Leistung durch den Treffer von Torjäger Rafael Szymanski einen 1:0-Erfolg über die Sportfreunde/Blau-Gelb Marburg eingefahren und damit die Tabellenführung zementiert. »Dieses Ergebnis muss man als Arbeitssieg verbuchen. Es war eine hart umkämpfte Partie, bei der wir vorne zu viel liegengelassen haben. Mit der Null bin ich allerdings sehr zufrieden«, analysierte Stete treffend.

Bei den Hausherren wurde Spielmacher Louis Goncalves, der aufgrund einer Schienbeinprellung passen musste, vermisst. Zudem musste Denis Weinecker, der in der vergangenen Woche aufgrund von Magenverstimmungen nicht trainiert hatte, auf der Bank Platz nehmen. Hierfür rückten Dominik Völk als Sechser und Neven Vujica als dritte Offensivkraft in die Startelf. Ein Eckstoß von Kevin Bartheld, der an das Aluminium des Pfostens knallte, war zwar ein erstes Ausrufezeichen des Favoriten (4.), der in der Folgezeit dann aber gegen mutig attackierende Gäste ins Hintertreffen geriet. Jonas Herberg (13.) und Matthias Pape (25.) hatten bei ihren Kopfbällen die Gästeführung vor Augen. Bei einem Freistoß von Thorsten Gantenberg musste FSV-Keeper Stephen Jäckel seine Elf vor einem Rückstand bewahren (28.). Auf der Gegenseite fand ein Querpass von Ufuk Ersentürk keinen Abnehmer (29.). Diese Aktion unterstrich die Harmlosigkeit des Tabellenführers in der ersten Halbzeit. Die Torjäger Rafael Szymanski und Felix Erben hingen aufgrund meist zu ungenauer Zuspiele in der Luft. Louis Goncalves wurde an allen Ecken und Enden vermisst. Dominik Völk interpretierte dessen Rolle mehr defensiv und streute zudem zahlreiche Fehlpässe ein. Die »Kombinierten« agierten dagegen aggressiv am Mann und hatten ein deutliches Übergewicht zu verzeichnen. Die verdiente Pausenführung blieb der Elf von Trainer Manuel Rasiejewski allerdings verwehrt, da Clemens Haberzettl den abgeklärt reagierenden Stephen Jäckel im FSV-Tor nicht überwinden konnte (42.).

»In der Halbzeit wurde es diesmal etwas lauter«, machte Stete klar, dass er mit dem Auftritt seiner Elf in den ersten 45 Minuten nicht zufrieden gewesen ist. Der FSV-Trainer brachte Denis Weinecker für den blassen Neven Vujica. Zunächst änderte sich allerdings nichts. Erst mit der Einwechslung von Oliver Richardt, der anstelle von Felix Erben mehr über die Außen marschierte, kam neuer Schwung ins Spiel. Ein Pass von Richardt in die Tiefe war folgerichtig auch Ausgangspunkt der spielentscheidenden Aktion. Kevin Bartheld legte den Ball quer, Rafael Szymanski brauchte das Leder nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte (67.). Dennoch hing der 19. Saisonsieg bis zum Schluss am seidenen Faden. Stephen Jäckel musste in der 77. Minute mit letztem Einsatz gegen Sascha Huhn klären. Der FSV stand in dieser Phase zu tief und schien den knappen Vorsprung nur noch verwalten zu wollen. Bei einem Konter scheiterte Denis Weinecker nach Szymanski-Zuspiel an Gästekeeper Florian Eidam (82.). Kurz vor Schluss mussten die Hausherren nochmals tief durchatmen, als Thorsten Gantenberg nach Haberzettl-Flanke aus kurzer Distanz übers FSV-Tor köpfte (86.). In der Nachspielzeit rettete André Marius Jörg mit letztem Einsatz gegen den einschussbereiten Sascha Huhn, ehe der Abpfiff den Sieg der Stete-Elf amtlich machte.

Am kommenden Samstag wird aufseiten des FSV Fernwald eine deutliche Leistungssteigerung notwendig sein, wenn es zum Topspiel zu Verfolger TuS Dietkirchen geht, der allerdings am Samstag ein überraschendes 0:2 in Langenaubach quittieren musste.

FSV Fernwald: Jäckel; Fischer, Bender, Daniel Erben, Jörg, Völk, Ersentürk (ab 74. Simon), Bartheld, Vujica (ab 46. Weinecker), Felix Erben (ab 62. Richardt), Szymanski.

SF/BG Marburg: Eidam; Tochihara, Gantenberg, Herberg, Pape, Huhn, Renner, Klug, Michel, Moreno, Haberzettl.

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Barbu (Frankfurt) – Zus.: 100. – Tor: 1:0 (67.) Szymanski. – Gelbe Karten: Jörg, Völk – Pape.

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