18. November 2019, 07:00 Uhr

Fußball

Steven Hassler nervenstark

Im Fußball gewinnt nicht immer das bessere Team. Den Akteuren der SG Gießen/Großen-Linden konnte es aber egal sein, denn die haben die zweite Runde im deutschen Ü40-Cup erreicht.
18. November 2019, 07:00 Uhr
Aufgepasst: Steven Hassler (l.), der mit einem Doppelpack glänzt, lauscht aufmerksam den Ausführungen von Rudi Hassler. (Foto: Friedrich)

Mit 3:2 schlug die heimische Spielgemeinschaft am Samstag die Sportfreunde Troisdorf in einem Spiel, was eigentlich die Gäste als Sieger hätte sehen sollen. Doch der Verein aus dem Rhein-Sieg-Kreis in Nordrhein-Westfalen ließ nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung durch einen Doppelschlag von Sebastian Rausch (darunter ein Handelfmeter) und auch nach dem zwischenzeitlichen 2:2 beste Gelegenheiten aus. Zudem haderten die Sportfreunde mit dem letztlich entscheidenden Strafstoß - denn dieser musste kurz vor Schluss nach Intervention des Schiedsrichter-Assistenten wiederholt werden.

Unstrittig war das Foul an Kai Ranke gewesen, der Strafstoß die logische Folge. Spielertrainer Rudi Hassler scheiterte aber an dem Troisdorfer Keeper Oliver Thoss - und dann kam der Assistent ins Spiel. Der teilte dem Referee mit, dass der Torsteher bei der Ausführung nicht auf der Linie gestanden hatte. Die Wiederholung war die Folge, die Gäste waren alles andere als begeistert. Es gab hitzige Wortgefechte, ehe die nochmalige Ausführung folgte. Diesmal trat Steven Hassler an, der sicher verwandelte. Es folgten noch bange Minuten der Nachspielzeit, ehe der Schiedsrichter abpfiff. »Wir fahren 150 Kilometer, um uns dann verschaukeln zu lassen«, echauffierte sich SF-Spielleiter Hansjürgen Bedacht noch während der Nachspielzeit über die Referee-Entscheidung.

»Wir wollten die erste Runde überstehen, das ist uns gelungen. Jetzt schauen wir mal, wenn wir kriegen«, brachte SG-Spielertrainer Rudi Hassler die Partie auf den Punkt. Der Abwehrchef ging angeschlagen in das Spiel, in der Nacht von Freitag auf Samstag hatte er mit einer Magenverstimmung zu kämpfen - doch er hielt durch.

Da passte es auch ins Bild, das kurz vor der Partie Patrick Viehl wegen Wadenproblemen passen musste, ebenso Jochen Maaß (Knieprobleme). Was beide dann aber mit Ümit Komac, der auf der SG-Bank das Sagen hatte, sahen, konnte ihnen nicht gefallen. Die Gäste waren in der ersten Halbzeit in allen Belangen besser, die 2:0-Führung verdient. Im Spiel hielt die Gastgeber aber Steven Hassler. Der wurde kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit gefoult, den fälligen Strafstoß verwandelte Ali Ülger problemlos zum 1:2. In den zweiten 45 Minuten stellten die Gastgeber ein wenig um, das sollte sich auszahlen, denn nur wurde das Spiel besser. Nach Flanke von Benni Höfer gelang Steven Hassler per Kopfball das 2:2. Danach aber legte der Gast wieder zu, und gleich zweimal rettete Rico Michels auf der Linie, ansonsten wäre Troisdorf wieder in Führung gegangen. Kurz darauf verzeichneten die Gäste noch einen Lattentreffer, die SG hatte mehr als nur Glück. Andererseits hätte Troisdorf mindestens eine der erwähnten drei Großchancen nutzen müssen. Und dann kam die Schlussphase - mit dem Foul an Kai Ranke, dem doppelten Strafstoß - und einer jubelnden SG Gießen/Großen-Linden.

Für die SG Gießen/Großen-Linden kamen zum Einsatz: Udo Schömann; Jan Ebersohn, William Masso, Marco Babic, Thorsten Ruppel, Benni Höfer, Rudi Hassler, Kai Ranke, Mario Weber, Rico Michels, Ali Ülger, Steven Hassler.

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