27. Oktober 2019, 21:47 Uhr

Start-Ziel-Sieg für Leihgestern

27. Oktober 2019, 21:47 Uhr
Frei durch ist die Leihgesternerin Olivia Reeh (r.), die sechs Treffer für die TSG erzielt. Eibelshausens Jacqueline Müller kann nicht mehr eingreifen. (Foto: ras)

Vier Spiele - vier Siege: Die TSG Leihgestern hat in der Frauenhandball-Landesliga am Wochenende ihre weiße Weste gewahrt. Trotz einiger personeller Probleme setzten sich die Lindenerinnen souverän mit 28:22 (13:10) gegen die HSG Eibelshausen/Ewersbach durch, die somit die erste Saisonniederlage kassierte. Auf Platz zwei liegt die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, die sich am Sonntag zum ersten Mal in dieser Runde geschlagen geben musste - mit 19:27 beim TSV Griedel fiel die Niederlage recht deutlich aus und war auch verdient. Den ersten Saisonsieg hat unterdessen die SG Kleenheim-Langgöns II eingefahren, die sich beim TV Idstein mit 32:28 behauptete. Im Mittelhessen-Derby setzte sich die HSG Wettenberg II beim personell gehandicapten TV Hüttenberg II dank ihres Tempospiels mit 23:17 durch und liegt mit 4:2 Punkten auf Rang sechs.

TSG Leihgestern - HSG Eibelshausen/Ewersbach 28:22 (13:10): Einen sicheren Erfolg im Spitzenspiel fuhr die TSG ein. Es war nahezu ein Start-Ziel-Sieg, einzig beim 0:1 lag die TSG nicht in Führung. Zu Beginn sorgten Kristin Steinhaus und Olivia Reeh vom Siebenmeterpunkt aus bis zur zehnten Minute für eine 5:3-Führung der Leihgesternerinnen. Der Vorsprung der TSG betrug in der ersten Hälfe meist zwei bis drei Tore. In der 27. Minute konnte erstmalig eine etwas deutlichere Führung erzielt werden (12:8). Die HSG blieb aber weiter auf Tuchfühlung und verkürzte wieder zum 10:13-Halbzeitstand. Die zweite Hälfte begann gut für die TSG, in der 40. Minute betrug der Vorsprung wieder vier Tore (17:13). Dann kam Eibelshausen/Ewersbach durch zwei Tore von Müller wieder auf 15:17 heran, doch im Anschluss konterte die TSG und konnte sich spielentscheidend auf 21:16 absetzten. In den letzten 15 Minuten des Spieles konnten die Gäste nicht mehr entscheidend verkürzen und die TSG den Vorsprung sogar noch ein wenig ausbauen. Letztlich war es ein deutlicher Sieg, sodass TSG-Trainerin Jonna Jensen auch zufrieden war: »Wir hatten uns vorgenommen, das Spiel über eine gute Abwehr zu gewinnen, das ist uns auch in einigen Phasen sehr gut gelungen.«

Leihgestern: Stövesand, Krämer; van Wickern, Zieger (2), Steinhaus (7), Walther, Viebahn (8/2), Appel (3), Reeh (6/3), Schulz (2), Kunzuig, Faber. - Eibelshausen/Ewersbach: Pohler, Jurcevic; Manderbach (4), Grau (2), Tirjan, D. Müller (2), Midzic (1), Ivetic (3), J. Müller (4/2), Schmidt (1), Eckhardt, Azinovic (5), Nikolovska. - SR: Kopf/Tazelaar. - Zeitstrafen: 6:0 Minuten. - Siebenmeter: 7/5:4/2.

Hüttenberg fehlt die Kraft

TV Hüttenberg II - HSG Wettenberg II 17:23 (11:8): Die Partie begann ausgeglichen, und so lautetet der Zwischenstand in der elften Minute 4:4. In der Folgezeit fand Hüttenberg besser ins Spiel und ging bis zur 25. Minute mit 9:6 in Führung. »In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt, in der zweiten Halbzeit ging uns dann aber die Kraft aus. Ich hatte nur drei Rückraumspielerinnen zur Verfügung, da war das abzusehen«, sagte Hüttenbergs Trainer Stefan Mappes nach Spielende. Bis zur 41. Minute lag die Heimmannschaft auch noch mit 14:12 vorn, dann fehlte oft der letzte Schritt in der Abwehr, um die Lücken zu schließen. Wettenberg spielte weiter mit viel Tempo und glich in der 43. Minute bereits aus (14:14). Nach zwei Gegentreffern binnen 30 Sekunden in der 46. Minute hatte Wettenberg deutlich Oberwasser. In der 54. Minute war Hüttenberg mit fünf Treffern in Rückstand, und es war abzusehen, dass die Gäste als Sieger die Halle in Hüttenberg verlassen würden. Wettenbergs Trainer Ralf Schmitz war nach Spielschluss und dem 23:17-Erfolg zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: »Wir konnten gerade in der zweiten Halbzeit mit unserem Tempospiel immer wieder Tore erzielen. Der Wille und der Einsatz jeder Spielerin war wieder bemerkenswert.«

Hüttenberg II: Martin, Schaffer; Klaus (1), Stroh, Couper, Herzberger (1), Schepp, Rüpprich (7), Taylor, Müller (2), Michel, Saul (5/3), Schmidt (1). - Wettenberg II: Stöhr; Jansche (1), Risse (1), Rückel (7), Schäfer, Drommershausen, Herbert, Simon, Rolshausen (2), Kant, Schneider (3), Kerdi (5), Weise (4/3). - Schiedsrichter: Nies/Wolf. - Zeitstrafen 9;8 Minuten. - Siebenmeter: 5/4:3/3.

TSV Griedel - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 27:19 (13:9): »Der Heimsieg geht absolut in Ordnung, wenngleich er am Ende wohl ein wenig zu hoch ausgefallen ist«, konstatierte Griedels Trainer Martin Schmitt nach einer temporeichen Begegnung, in der die Gastgeberinnen früh mit vier Toren in Führung lagen. Nach Katharina Finas Treffer zum 5:1 in der siebten Minute verkürzte die HSG ihren Rückstand zunächst auf zwei Tore (4:6/9.), ehe Johanna Müller nach einer Viertelstunde für den 7:7-Ausgleichstreffer sorgte. Bereits beim 11:8 in der 23. Minute hatten sich die Griedelerinnen erneut mit drei Toren abgesetzt und konnten diesen Vorsprung bis zur Halbzeitpause um einen weiteren Treffer ausbauen. »Die Griedelerinnen waren insgesamt das bessere Team und haben einen hochverdienten Sieg gefeiert. Sie haben aus einer stabilen Abwehr heraus agiert und konnten sich auf ihre starke Torhüterin verlassen. Während bei ihnen so gut wie alles funktioniert hat, lief bei uns wenig bis gar nichts zusammen. Das war aus unserer Sicht ein absolut gebrauchter Tag«, zeigte sich Gästecoach Sebastian Roth ernüchtert. Nach dem Seitenwechsel bauten die Gastgeberinnen ihre Führung früh auf sieben Tore aus (18:11/36.) und konnten dieses komfortable Polster bis in die Schlussphase hinein behaupten (25:18/57.).

Griedel: Fröhlich, Scheffer; Lobgesang, Wawrzinek (1), Krombach (4/3), Gros, Schmitt (2), Heisiph (2), Siek (4), Frank (3/2), Dietz (2), Fina (4), Wagner (5), Hickel. - Dutenhofen/Münchholzhausen: Scholz, Otto, Klein, Miriam Schmidt (4), Bender (2), Sina Schmidt (1), Hels (1), Neul (1), Neumann (1), Lüling, Hahn (2), Naß, Schäfer (3), Müller (4/4). - Schiedsrichter: Bechthold (Linden). - Zu.: 80. - Zeitstrafen: 6:6 Minuten. - Siebenmeter: 6/5:5/4.

Lob für Lüdge und Barnusch

TV Idstein - HSG Kleenheim-Langgöns II 28:32 (16:15): Eine geschlossene Teamleistung der Kleebachtalerinnen. »Das war ein ganz wichtiger Sieg für die Moral der Mannschaft. Wir haben im Kollektiv eine bemerkenswerte Leistung geliefert und daher auch verdient gewonnen«, resümierte Christian Manderla, Trainer der Grün-Weißen. Dabei starteten die Gastgeberinnen etwas stärker und gingen in der 16. Minute mit 9:6 in Führung. Für die SGK waren es insbesondere die A-Jugendlichen Hannah Lüdge und Nele-Marie Barnusch, die immer wieder für Treffer sorgten und eine ansprechende Wurfquote vorzuweisen hatten. »Wir sind als Mannschaft geschlossen aufgetreten, aber diesen beiden kann man schon ein Sonderlob aussprechen«, sagte Manderla. Bis zur Halbzeit brachte Elena Schuch die Kleenheimerinnen wieder auf 15:16 heran, sodass die Auswärtsmannschaft wieder auf Augenhöhe agierte. Im zweiten Durchgang präsentierte die Manderla-Formation dann den längeren Atem und konnte sowohl offensiv als auch defensiv noch eine Schippe drauflegen. Über einen langen Zeitraum kamen die Gäste schließlich mit sehr wenigen Gegentreffern aus und sicherten sich daher auch die Möglichkeiten, in den schnellen Gegenstoß kommen zu können. Als Ann-Sophie vom Hagen etwa zwei Minuten vor dem Ende auf 29:25 erhöhte, war die Partie entschieden. »Uns fällt ein Stein vom Herzen, dass wir die ersten beiden Punkte sichern konnten. Nun müssen wir in den nächsten Wochen sehen, was wir daraus machen«, meinte Manderla.

Idstein: Neumann, Pollak; Müller (1), Pokoyski (4), Pauler, Moreno-Reichold, Höhne (5), Leichtfuss, Nessel (5), Schepek (1), Kemmler (3), Ruchti (9/2). - Kleenheim: Altenheimer, Stahl; Heidt, Barnusch (8), Dietz (1), Bretz (2), Schuch (3), Klug (6/6), Lüdge (8), Hänsel, Kuschel, vom Hagen (3), Suchantke, Pietzner. - SR: Ohlwein/Pfahler (Wiesbaden). - Zu.: 50. - Zeitstrafen: 4:4 Minuten. - Siebenmeter: 3/2:7/6.



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