08. April 2020, 07:00 Uhr

Sport in der Corona-Krise

Sportliche Betätigung mit Klassikern und alte Bekannten

Wer in diesen Tagen durch die Wieseckaue in Gießen oder den Bad Nauheimer Kurpark kommt, dürfte eine stattliche Schar an Joggern bemerken. Wir zeigen, welche Sportarten noch möglich sind.
08. April 2020, 07:00 Uhr

Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist eingestellt. In Schwimmbädern und Fitnessstudios herrscht »tote Hose«, Tanzschulen sind vorerst geschlossen, Kanu-Verleihe dürfen nicht öffnen. An Wettkämpfe ist ohnehin nicht zu denken. Der komplette Vereinssport ruht, und kommerzielle Anbieter gucken ebenfalls in die Röhre.

Dennoch ist Sport weiterhin möglich und erlaubt. Wer die Abstandsregeln einhält und keine Gruppen von mehr als zwei Personen bildet, macht nichts verkehrt. Wir haben im Folgenden einige Tipps zusammengestellt. Denn: Die Corona-Krise ist glücklicherweise keine sportfreie Zeit.

Rad fahren - Mit dem Fahrrad oder E-Bike sind durchaus längere Strecken möglich, ohne schnell zu ermüden. Man nimmt eine Vielzahl an Eindrücken auf, die der Kopf in der nun längeren Zeit zu Hause verarbeiten kann. Wer rund um seinen Wohnort schon alles erkundet hat, kann sich auch ein paar Kilometer weiter weg wagen. Mittelhessen und die Wetterau bieten unter anderem an Lahn und Nidda tolle Möglichkeiten für solche Touren.

Federball - Ideal für Eltern mit Kind. Als eine der langsameren Rückschlagsportarten ist das Spiel nicht schwer zu erlernen. Etwas größere Federbälle sind weniger windanfällig. Mit einem Aufstellnetz bekommt das Ganze sogar ein wenig Wettbewerbscharakter und kann auf kleinen Parkplätzen, Wiesen, in Gärten und auf Waldlichtungen gespielt werden. Vorsicht: Zwei Freunde, die nicht im gleichen Haushalt leben suchen, sind beim Federball in Sachen Abstand zwar gut aufgehoben, allerdings birgt das gegenseitige Anfassen des Balls ein Restrisiko für eine Virusübertragung.

Joggen/Walken - Der Klassiker. Zum Laufen oder Spazierengehen braucht man nichts, nur sich selbst und die Motivation, nach draußen zu gehen. Vielleicht noch den Hund. Die windigen, aber sonnigen Tage sind außerdem ideal. Viren mögen keine UV-Strahlen und können bei Wind schlechter übertragen werden. Noch dazu hält dosierter Sport das Immunsystem in Schuss, übertriebenes Training dagegen schwächt den Organismus kurzzeitig und macht ihn anfällig. Der vorgegebene Mindestabstand ist unterwegs leicht einzuhalten. Selbst bei mehr als eineinhalb Metern können sich zwei Laufpartner noch mühelos miteinander unterhalten.

Tanzen - Wer schon immer tanzen lernen wollte, kann jetzt einen Versuch starten. Für die ersten Schritte sind ein paar Quadratmeter völlig ausreichend. Ob in der Küche, im Wohnzimmer, auf der Terrasse oder dem Balkon - auf diversen YouTube-Kanälen gibt es unzählige Angebote rund um Walzer, Rumba und Discofox. Wer einen Ganzkörperspiegel hat oder sich sogar filmen lässt, kann gleich die Ergebnisse kontrollieren. Die Schritte im Netz ersetzen natürlich keinen echten Kurs. Aber selbst fortgeschrittene Tänzer dürften in diesen Tagen immer mal wieder darauf zurückgreifen.

Schnitzeljagd/Geocaching - Früher das Highlight eines jeden Kindergeburtstages, heute ein bisschen in den Hintergrund gerückt zugunsten des elektronischen Nachfolgers. Bei der herkömmlichen Schnitzeljagd markieren die »Verstecker« in einem geeigneten Gelände (z. B. im Wald) einen Weg mit Papierschnipseln, Sägespänen oder Kreidepfeilen. Die Verfolger haben die Aufgabe, sie zu finden. Die Gruppengröße ist derzeit auf maximal zwei Personen begrenzt.

Für die moderne Form braucht es ein GPS-taugliches Mobilgerät. Die sogenannten Caches gibt’s fast überall an öffentlich zugänglichen Orten, sie sind oft nur fingerhutgroß. Darin befindet sich ein Logbuch, in dem sich der Finder verewigen kann. Internetseiten wie geocaching.com listen grob die Ortsangaben der »Schätze« auf. Wer es noch nie probiert hat, dürfte überrascht sein, wo die Minibehälter überall versteckt sind.

Boule - Viele kennen diesen Präzisionssport auch als Pé-tanque oder Boccia. Die Spielkugeln müssen dabei so nah wie möglich an eine Zielkugel geworfen werden. Mit dem beliebten Urlaubsspiel ist man dem geliebten Strand zumindest in Gedanken ein bisschen näher. Da jeder Teilnehmer seine eigenen Kugeln hat, muss er die der Mitspieler nicht einmal anfassen.

Kräftigung - Dafür muss niemand unbedingt ins Fitnessstudio, auch wenn die meisten zu Hause keine Geräte haben. Aber selbst die, die keine natürlichen Gewichte - z. B. Getränkekisten oder den Nachwuchs - nutzen möchten, können immer noch mit ihrem eigenen Körpergewicht trainieren. Liegestütz und Kniebeuge sind zwei Übungen, mit denen ein breites Muskelspektrum abgedeckt wird. Die sogenannte Planke stabilisiert die Körpermitte und dient der allgemeinen Kraftausdauer. Der Unterarmstütz gehört zu den statischen Übungen, hat es aber in sich.

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