27. Oktober 2019, 21:23 Uhr

Spitzenreiter Punkt abgeknöpft

27. Oktober 2019, 21:23 Uhr
Packendes Duell: Kim Winkes von der HSG Kleenheim-Langgöns (M.) holt beim 19:19-Unentschieden gegen Spitzenreiter Germania Fritzlar gegen Xenia Ahrend (l.) und Bibiana Huck einen Siebenmeter heraus. (Foto: ras)

Eine hochdramatische Partie sahen 200 Zuschauer am Samstagabend in der Weidig-Sporthalle in Oberkleen, wo sich die HSG Kleenheim-Langgöns in der 3. Handball-Liga Ost der Frauen mit dem bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer Germania Fritzlar duellierte. Und um ein Haar hätte es für die Gastgeberinnen nach Elena Schuchs Treffer für den doppelten Punktgewinn gereicht, doch Xenia Ahrend sicherte dem Team von Ex-SGK-Coach Lazar Cojocar in der Schlussminute noch das 19:19 (9:7)-Unentschieden. Dieser Gegentreffer änderte aber nichts am starken Gesamteindruck, den die Gastgeberinnen hinterlassen hatten.

»Ich habe mich mit ›Lucky‹ nach dem Spiel unterhalten. Wir sind beide der Meinung, dass es ein gerechtes Remis war. Wir haben zwei extrem starke Abwehrreihen auf beiden Seiten gesehen mit exzellenten Torhüterinnen dahinter. Bei meiner Mannschaft hat mir sehr gut gefallen, wie sie mit den Rückschlägen - sei es personeller Natur oder denen während der 60 Minuten - umgegangen ist. Wir haben uns immer wieder zurückgekämpft«, war SGK-Coach Marc Langenbach stolz, dass sein Team dem Primus den ersten Punkt abgeknöpft hatte.

Dabei mussten die Kleenheimer schon vor dem Anpfiff die Hiobsbotschaft verdauen, dass Spielmacherin Stina Karlsson aufgrund einer Achillessehnenverletzung nicht eingesetzt werden konnte. Was sich im HSG-Angriffsspiel doch bemerkbar machte, allerdings kompensierten die Gastgeberinnen dies mit hingebungsvollem Abwehrspiel. Über die gesamte Dauer der ersten Hälfte agierten beiden Teams auf Augenhöhe (2:2, 6., 3:3, 10., 5:5, 15.), weil die Langenbach-Sieben nach Tanja Schorradts 7:6 aber sechs Minuten ohne Tor blieb, ging Fritzlar mit einer 9:7-Führung in die Kabinen.

Doch Kleenheim-Langgöns schlug schnell zurück (10:10, 36.) und ließ sich auch von einem neuerlichen Zwei-Tore-Rückstand (13:15, 46.) nicht schocken. Die Abwehr arbeitete fortan ebenso intensiv wie aggressiv, und wenn die SGK-Deckung doch einmal überwunden wurde, war eine bärenstarke Rixa Hahn zwischen den Pfosten zur Stelle, die über 60 Minuten toll hielt. So konnten die Kleebachtalerinnen beim 15:15 wieder ausgleichen (49.), bis in die absolute Schlussphase hinein stand die Partie auf des Messers Schneide. Lisa-Marie Kneller (57.) und Elena Schuch (59.) wandelten den 17:18-Rückstand in eine 19:18-Führung um, ehe Ahrend der Ausgleich gelang. Zwar bot sich Kleenheim-Langgöns in den Schlusssekunden noch ein letzter kurzer Angriff, ein weiterer Treffer wollte aber nicht mehr gelingen. So blieb es bei einer Punkteteilung, mit der alle Beteiligten am Ende gut leben konnten. »Sicherlich haben wir im Angriff noch Verbesserungspotential, dennoch bin ich stolz, wie andere Spielerinnen nach Stinas Ausfall Verantwortung übernommen haben. Einstellung und Moral waren zudem vorbildlich«, lobte Langenbach.

Kleenheim-Langgöns: Hahn, Buhlmann; Barnusch, Bachenheimer (2/2), Schuch (1), Rüspeler, Schorradt (2), vom Hagen (1), Fischer, Kiethe (3), Weber (5), Langenbach (1), Karlsson, Kneller (3), Winkes (1).

Fritzlar: Maier, Gürbig; Dietrich (3), Holeczy (3), Huck (2), Ahrend (4/2), Lieber (4), Dreyer (1), Kiwa, Krüger (2).

Im Stenogramm: SR: Müller/Notbohm (Arnsberg/Wahlsheide). - Zu.: 200. - Zeitstrafen: 4:8 Min. - Siebenmeter: 4/2:2/2.

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