20. Januar 2020, 21:51 Uhr

Spiel aus der Hand gegeben

20. Januar 2020, 21:51 Uhr
JSG

Die bittere Niederlage gegen Düsseldorf aus der Vorwoche konnten die JBBL-Spieler der Basketball Akademie Gießen 46ers auswärts nicht vergessen machen. Ganz im Gegenteil: Nach einer 28:22-Führung zur Halbzeit bauten sie ihren Vorsprung im dritten Viertel weiter aus, doch gaben sie die Partie postwendend wieder aus der Hand. So setzte sich der USC Heidelberg in einem Krimi mit 62:59 durch.

Zu Beginn des Spiels zeigte das Team von Marcus Krapp, dass es defensive Qualitäten besitzt. Nach sieben Minuten hatten die Kurpfälzer so erst einen Korb erzielt. Doch offensiv fehlte auch bei den Gästen jedes Zusammenspiel. Dadurch ging es beim Stand von 6:8 in die zweiten zehn Minuten. Dort änderte sich das Spiel, da die Mittelhessen nun offensiv im Eins-gegen-Eins ihre Stärken ausspielten. So ging es mit einer Führung von neun Punkten in den letzten Angriff der Hälfte. Unaufmerksam ließen die 46ers Samuel Shally an der Dreierlinie alleine, der den ersten Distanztreffer des Spiels zum 22:28-Halbzeitstand traf.

Nach dem Seitenwechsel reagierten die Gießener auf die Kabinenansprache ihres Trainers. Nach nur zwei Punkten in der ersten Hälfte begann Topscorer Tristan Göbel mit fünf Punkten - und so ging sein Team mit 35:22 in Führung. Auch ein kurzer 5:0-Lauf der Heidelberger sorgte noch nicht für die Wende. Noah Sann zeigte sein bestes Spiel der Saison und erhöhte den Vorsprung bei noch dreizehn zu spielenden Minuten mit sieben Punkten in Serie auf 48:32. Doch dann stellte sich auf 46ers-Seite der Schlendrian ein, der in der Hauptrunde in jedem Spiel zu sehen war. Mit unnötigen Fouls gaben sie den Neckarstädtern die Gelegenheit, von der Freiwurflinie den Rückstand in den einstelligen Bereich zu bringen. So lautete der Spielstand vor dem Schlussviertel nur noch 49:41.

Angespornt von der kleinen Aufholjagd, erhöhten die Gastgeber weiter den Druck. Mit etwas Körperlichkeit brachten sie Gießen in die Bredouille. Obwohl die Krapp-Jungs besser gegenhielten als zuletzt, sorgte Shally fünf Minuten vor dem Ende per Dreier für den 50:51-Anschluss. Nachdem Heidelberg sogar ausgeglichen hatte, vergaben Herget und Göbel vier Freiwürfe innerhalb einer Minute und ermöglichten so die Führung der Gastgeber. David Sann und Herget glichen zum 59:59 aus. Da Göbel erneut zwei Freiwürfe daneben setzte, hatte Heidelberg den letzten Angriff und spielte einen Dreierwurf heraus, den Shally zum 62:59-Endstand verwandelte.

Trainer Krapp war nach der vierten Niederlage im fünften Hauptrundenspiel konstaniert: »Wir waren wie gegen Düsseldorf eigentlich das bessere Team, machen aber die letzten drei Minuten einfach nicht mehr mit.« - Gießen: Herget (16), N. Sann (13), Göbel (11), Nikolic (5), Graf (4), Kohl (4), D. Sann (3), Stöckel (2), Becker (1), Kotulla, Epp.

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