26. April 2019, 21:57 Uhr

Spannung auf allen Ebenen

26. April 2019, 21:57 Uhr
Für Heuchelheims Dennis Jost (l.) und Emre Duran vom SC Waldgirmes II steht ein wegweisendes Wochenende bevor. (Foto: ras)

Fünf Spieltage vor dem Saisonende geht es für die heimischen Vertreter in der Fußball-Gruppenliga auf allen Ebenen um die Wurst. Im Spitzenspiel zwischen Tabellenführer FC Cleeberg und Verfolger SC Waldgirmes II kann am Sonntag eine erste Entscheidung im Aufstiegsrennen in die Verbandsliga Mitte fallen. Die TSF Heuchelheim müssen morgen im Kampf um den Klassenerhalt gegen die SG Waldsolms liefern. Auch der MTV 1846 Gießen sollte am Sonntag für den Ligaverbleib beim Gastspiel bei der SpVgg. Leusel tunlichst punkten. Im Duell um den Relegationsplatz zur Verbandsliga Mitte darf sich der FC Turabdin/Babylon keinen weiteren Patzer leisten.

FC Cleeberg – SC Waldgirmes II (Sonntag, 16 Uhr in Oberkleen): Der Gewinner des Spitzenspiels wird auf alle Fälle als erster Aufsteiger in die Verbandsliga Mitte feststehen, da beide Mannschaften noch kampflos zu drei Bonuspunkten gegen die in der Winterpause zurückgezogene Elf der TSG Wieseck kommen werden. Das Hinspiel konnte die Elf von SC-Spielertrainer Mario Schappert knapp mit 1:0 für sich entscheiden. »Das war eine ärgerliche Niederlage, bei der uns der Gegner mit einem schnell ausgeführten Freistoß überrumpelt hat. Wir wollen den Spieß nun umdrehen und den SCW II endlich einmal schlagen«, sagt Cleebergs Coach Daniel Schäfer. »Es wäre schön, wenn wir den Aufstieg im Spitzenspiel vor heimischem Publikum unter Dach und Fach bringen könnten. Dennoch sollten wir Planungen für eine Feierlichkeit ausblenden. Der Ausgang der Partie hat keinen entscheidenden Einfluss auf die Aufstiegsfrage, denn am Ende der Saison werden beide Vereine aufsteigen.« Der FC-Trainer muss auf Stefan Hocker (gesperrt) verzichten. Wassili Giagounidis kehrt in den Kader zurück.

SCW-Spielertrainer Mario Schappert freut sich nun »auf das Topspiel des Jahres. Der FC hat eine hohe Qualität im Angriff, bei der wir Henrik Keller und Dominik Trivilino vom Tor fernhalten müssen. Dabei vertraue ich auf unsere bärenstarke Abwehrreihe. Gegen einen mitspielenden Gegner tun wir uns leichter. Daniel Schäfer dürfte unsere Stärke im Umschaltspiel allerdings nicht verborgen geblieben sein, sodass ich auf die taktische Marschrichtung des FC gespannt bin.« Der Spielertrainer kann aus dem Vollen schöpfen.

TSF Heuchelheim – SG Waldsolms (Sonntag, 15.15 Uhr): Nach drei Niederlagen in Folge wird die Luft im Kampf um den Klassenerhalt für die TSF immer dünner. Die Elf von Trainer Said Rahmani, der seit der Amtsübernahme sieben Zähler einfahren konnte, hat lediglich noch einen Punkt Vorsprung vor der BSF Richtsberg, die auf einem ultimativen Abstiegsrang platziert ist. Aber auch Tabellenplatz 14 ist so etwas wie ein Schleudersitz, der im Falle, dass zwei Vereine aus der Verbandsliga Mitte in die Gruppenliga Gießen/Marburg absteigen sollten, nicht reichen würde. Die Gäste konnten nach der Amtsübernahme von Trainer Benjamin Höfer 24 Punkte verbuchen.

»Wir haben eine gute Elf, sodass es für mich erschreckend ist, dass wir so tief unten reingerutscht sind. Im Abstiegskampf darf man nicht nur spielerische Lösungen suchen, sondern hier zählen Einsatz und Leidenschaft«, weiß Heuchelheims Rahmani. »Wir haben den Klassenerhalt noch in der eigenen Hand. Allerdings dürfen wir nicht nur reden, sondern müssen langsam handeln. Ein Punkt hilft uns in diesem Hopp-oder-Top-Spiel nicht weiter. Wir müssen uns gegenüber der Partie in Wetter um 180 Grad drehen und alles in die Waagschale werfen.« Der TSF-Trainer muss auf Sören Schneider (gesperrt), Florian Tüschen, Jan Niklas Kolb, Luca Baier, Kevin Kaus (alle verletzt) sowie Niklas Launert und Christian Wagner (beide beruflich verhindert) verzichten. Der Einsatz von Faruk Kaya (Prüfungsvorbereitung) und Niklas Mattig (krank) ist fraglich.

SpVgg. Leusel – MTV 1846 Gießen (Sonntag, 15 Uhr): Mit 38 Punkten hat die SpVgg. den Klassenerhalt bereits seit einiger Zeit vor Augen. Zuletzt musste die Elf von Ertac Caliskan allerdings vier Niederlagen in Folge quittieren. Vor allem die Umstände rund um das Nachholspiel gegen den SC Waldgirmes II am Ostermontag brachten den Trainer der Grün-Weißen in Rage. »Hier wurden wir von vorne und hinten verarscht. Die Neuansetzung der Partie nach dem unserer Meinung nach vom SC schuldhaft verursachten Spielabbruch, die Ansetzung am Ostermontag ohne unsere Beteiligung und die zweifelhafte Schiedsrichterentscheidung beim 2:3 haben in der Summe das Fass zum Überlaufen gebracht«, sagt Caliskan. »Wir müssen uns nun sammeln und endlich wieder mal gewinnen, denn wir wollen die Runde ordentlich zu Ende spielen.« Der Trainer der Grün-Weißen muss auf Maximilian Bornmann, Felix Dickhaut, Dogan Caliskan und Christian Donath (alle verletzt) verzichten.

MTV-1846-Trainer Patrick Loeper fehlen Mahir Marankoz (gesperrt) und Marvin Dannewitz (verletzt). Michael Delle und Niklas Leidich stehen wieder zur Verfügung. Der Einsatz von David Böhm und Julian Heep ist fraglich. »Als Trainer des MTV 1846 lohnt es sich nicht, über Ausfälle zu sinnieren. Damit leben wir von Woche zu Woche und machen das Beste daraus. Wir dürfen nicht nach dem Gegner schauen, sondern müssen selbst Dominanz ausstrahlen. Dabei müssen wir die Zweikämpfe annehmen, die zweiten Bälle für uns entscheiden und unsere Chancen kaltschnäuzig nutzen«, sagt Loeper. » Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wir punkten und die Klasse halten werden.«

FSV Schröck – FC Turabdin/Babylon (heute, 15.30 Uhr): Nach der deutlichen 1:4-Heimniederlage gegen den VfB Wetter steht die Elf von FC-Trainer Peter Morbe im Kampf um den Relegationsplatz zur Verbandsliga Mitte unter Druck. Derzeit könnten sich Kevin Rennert und Co. gegenüber dem punktgleichen TSV Steinbach II lediglich aufgrund des besseren direkten Vergleichs behaupten.

»Nun muss jeder alles investieren, wenn wir am Ende unser großes Ziel Aufstieg erreichen wollen. Wir fahren nach Schröck, um zu gewinnen. Dazu müssen wir unser Spiel schnell nach vorne treiben und konsequent den Torabschluss suchen«, sagt Morbe. Der FC-Trainer muss heute auf Patrick Agirman und Sven Kusebauch (beide gesperrt) verzichten. Daniel Nigbur, Semir Uras, Nelson Delzer und Helmut Schäfer sind einsatzbereit.

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