Lokalsport

Spandau will endlich wieder mal jubeln

Die heimischen Vertreter der Handball-Oberliga sind am Wochenende alle im Einsatz. Dabei will die HSG Wettenberg gegen Münster endlich wieder mal einen Sieg einfahren.
15. Februar 2019, 12:00 Uhr
Harold Sekatsch
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Nach zuletzt 1:5 Punkten hofft Wettenbergs Trainer Axel Spandau im Heimspiel gegen Münster auf einen Sieg. (Foto: Friedrich)

Mit dem Sieg am vergangenen Wochenende in Büttelborn haben die Oberliga-Handballer der HSG Pohlheim ihre lange Reihe siegloser Spiele abgeschlossen, einen Konkurrenten im Abstiegskampf auf Distanz gehalten und die Voraussetzungen dafür geschaffen, sich aus dem Abstiegssumpf zu ziehen. Am Samstagabend ist mit der MT Melsungen II eine Mannschaft in Holzheim zu Gast, die wie die Pohlheimer 13:21 Zähler aufzuweisen hat. Ein gute Gelegenheit für die Schützlinge von Jens Dapper, einen weiteren Rivalen abzuschütteln. Personelle Engpässe und damit einhergehende Misserfolge haben die HSG Wettenberg (1:5 Punkte aus den letzten drei Spielen) auf den sechsten Platz zurückgeworfen. Will die Mannschaft wieder Tuchfühlung zur Spitzengruppe aufnehmen, muss sie wieder punkten. Die nächste Gelegenheit hat sie am Samstag gegen die TSG Münster – und damit gegen eine Mannschaft, die für jede Überraschung gut sein kann. Als Tabellendritter hat die HSG Kleenheim-Langgöns den Anschluss an das Führungsduo Bürgel/Kirchzell noch nicht verloren. Während die beiden letztgenannten Mannschaften am Samstagabend in der Parzivalhalle Amorbach aufeinandertreffen, erwartet Kleenheim-Langgöns mit der HSG Wiesbaden einen Kontrahenten, dessen Qualität in einem gewissen Widerspruch zur aktuellen Platzierung steht. Auf jeden Fall keine leichte Aufgabe für die Schützlinge von Matthias Wendlandt. Schlusslicht TV Hüttenberg U23 ist bei Rot-Weiß Babenhausen zu Gast. Die Südhessen habe zuletzt beim 29:24 in Münster überzeugt und davor Melsungen II in eigener Halle mit zehn Toren distanziert. Die Rot-Weißen gehen mit Selbstvertrauen in diese Partie, das macht die Aufgabe für Hüttenberg nicht leichter.

HSG Wettenberg – TSG Münster (Sa., 17 Uhr/Sporthalle Launsbach): Die Verletztenliste wird größer«, klagt Wettenbergs Trainer Axel Spandau. So hat sich zu allem Überfluss Sebastian Kneissl eine Knieverletzung zugezogen. Tobias Henkel macht eine Daumenverletzung zu schaffen. Ansonsten fehlen Tom Warnke und die Langzeitverletzten (z. B. Johannes Wingefeld, Aron Weise). »Wir werden alles in dieses Spiel reinwerfen, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen«, verspricht der HSG-Coach und gibt folgende Devise aus: »Spiel vereinfachen, Technik und Taktik anwenden und Kampf bis zum Umfallen.« Bei den »unberechenbaren Münsterern« sieht Spandau »Klaudio Hranjec, Jonas Höllenbrand und Julian Schuster als die Rückraumstrategen« an. »Und von außen lauert Gefahr über Benjamin Dautermann und Felix Ilkenmeyer«, ergänzt der Wettenberger Trainer. Seine Schützlinge wissen also, mit wem sie es zu tun bekommen.

HSG Pohlheim – MT Melsungen II (Sa., 20 Uhr/Sporthalle Holzheim): Nach den letzten beiden erfolgreichen Spielen, deren Ergebnisse den Pohlheimern ein bisschen Luft im Abstiegskampf verschafften, hat es die HSG mit einem Tabellennachbarn zu tun. Die Nordhessen kommen mit der Empfehlung eines Sieges über Wettenberg nach Holzheim. In dieser Partie erzielte Neuzugang Marian Seibert, der in der Winterpause vom Landesligisten HSG Fuldatal/Wolfsanger zu der Melsunger Bundesligareserve gewechselt ist, nicht weniger als elf Treffer. Pohlheims Trainer Jens Dapper ist also gewarnt, nennt als einen weiteren Aktivposten bei dem Gast unter anderem noch Rückraumspieler Merlin Kothe. »Ich hoffe, wir sind komplett«, äußert sich Dapper zur personellen Situation bei seiner Mannschaft, die beim Sieg in Büttelborn keine Ausfälle zu beklagen hatte. Gegen Bürgel haben die Pohlheimer vor zwei Wochen zu alter Heimstärke zurückgefunden, und daran will die Mannschaft anknüpfen. »Die letzten Ergebnisse haben dem Tabellenstand gut getan«, stellt der Pohlheimer Trainer fest, und nun möchte die Mannschaft nicht stehen bleiben. Nicht nur die Spieler wissen: Ein Sieg gegen einen Konkurrenten im Abstiegskampf kann Gold wert sein.

HSG Kleenheim-Langgöns – HSG VfR/Eintracht Wiesbaden (So., 17.30 Uhr/Weidigsporthalle Oberkleen): »Wiesbaden hat in den letzten Begegnungen sehr stark gespielt und gegen Pohlheim und in Gensungen gewonnen«, weist Kleenheims Trainer Matthias Wendlandt auf die Schwere der Aufgabe hin. »Mit Lorenz Engel und Pascal Henkelmann haben die Wiesbadener zwei sehr starke Rückraumspieler«, weiß der Coach der Gastgeber, sieht aber ein dickes Fragezeichen bei der Aufstellung der Handballer aus der Landeshauptstadt: »Man weiß nie so genau, wer noch alles spielt. Luis Garbo, Jacob Kellner, Danic Seiwert spielen mal und mal nicht.« Eins aber hat Wendlandt bei den letzten Auftritten der Wiesbadener ausgemacht: »In den letzten Spielen waren sie vor allem in der Deckung stark.« Bei Kleenheim-Langgöns fehlen die beiden Langzeitverletzten Jonas Leger und Jens Elsner.

Rot-Weiß Babenhausen – TV Hüttenberg U23 (So., 18 Uhr/Sporthalle Joachim-Schumann-Schule): »Wir sind Sportler, und wir wollen gewinnen«, stellt Torsten Menges, Trainer der Hüttenberger trotz der alles andere als rosigen sportlichen Situation klar. Das gilt natürlich auch für die Partie in Babenhausen. Die gastgebenden Rot-Weißen befinden sich in einem kleinen Hoch, holten aus den letzten fünf Spielen 9:1 Punkte. »Sie haben mit Felix Mann einen Rückkehrer«, berichtet der Hüttenberger Trainer. Mann war am vergangenen Samstag für seinen Klub nach einem längeren Auslandsaufenthalt zum zweiten Mal in dieser Saison im Einsatz und hatte mit sieben Treffern großen Anteil am Sieg in Münster. Die Hüttenberger müssen auf Jonas Schmidt und den A-Jugendlichen Frederick Lins verzichten. (se)

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