21. September 2019, 16:00 Uhr

Reiten

Silber an Kirchgessner und Schmidt

Die Springreiter legen sich in Wetzlar noch mal ins Zeug. Grund ist ein Erfolgsformat: Die Finalprüfungen der Mittelhessen-Tour stehen auf dem Programm. Zwei zweite Plätze gehen nach Lich.
21. September 2019, 16:00 Uhr
Kira Kirchgessner (RFV Lich) reitet in Wetzlar auf Charity dem dritten Platz entgegen. In der großen Mittelhessen-Tour schafft sie es auf Rang zwei. (Fotos: Tierfotografie-Wetzlar.de)

Die Springsportförderung Mittelhessen hat ein hehres Ziel: die Weiterentwicklung des Amateurreitens. Die Idee ist ein Erfolgskonzept. Seit 2015 gehen die Paare auf die Tour quer durch Mittelhessen. Regelmäßig dürfen sich die Ausrichter über hohe Nennungsergebnisse bei den Wettbewerben und große Starterfelder freuen. Für die Teilnehmer ist nicht nur die Tagesform entscheidend, sondern die Entwicklung über die ganze Saison hinweg. Das ist gut für den Sport, spannend für die Zuschauer und einträglich für die Veranstalter. Und die Bilanz bis dato ist beeindruckend: 453 Reiter haben 3105 Starts bei 126 Prüfungen absolviert. Über 400 der begehrten Tour-Jacken wurden als Ehrenpreise ausgegeben. Außerdem profitierten die Sieger von den als Prämie ausgelobten Lehrgängen bei renommierten Ausbildern.

Zehn Turniere mit den Prüfungen der kleinen (Klasse A), mittleren (Klasse L) und großen Tour (Klasse M) bestritten Reiter und Pferde in dieser fünften Saison der Serie, zwei mehr als im Vorjahr. Lich, Krofdorf-Gleiberg, Mücke, Marburg-Wehrda, Rodheim-Bieber, Alsfeld, Ruttershausen, Lahnau-Waldgirmes und Laubach bis hin zum Finale in Wetzlar hießen die Etappen. Bei jeder wurden jeweils die drei besten Reiter ausgezeichnet und mit Ehrenpreisen sowie mit den blauen Tour-Jacken bedacht. Die bei den einzelnen Stationen gesammelten Punkte werden nach dem Finale addiert, um die Gesamtsieger zu ermitteln.

Den Tagessieg in der großen Tour in Wetzlar, einem Springen der Klasse M*, holte sich Wolfgang Seidler vom RFV Holzheim/Grüningen mit seiner selbst gezogenen Schimmelstute Cover Girl. Julienne Zimmermann und Colana D (RFV Gleiberger Land) folgten auf Rang zwei, und Kira Kirchgessner auf Charity sicherte sich den dritten Platz.

Mit ihren konstanten Leistungen im Laufe der Saison - bei sechs Starts im Rahmen der Tour stand Kirchgessner fünfmal auf dem Treppchen, davon dreimal als Siegerin - erreichte die Licherin damit den Silberplatz in der Endabrechnung der großen Tour 2019. Die rote Jacke der Gewinnerin der diesjährigen großen Tour streifte sich zur stimmungsvollen Siegerehrung unter Flutlicht Lena Schneemann vom KRV der Schwalm über. Anika Koch (RFV Oberweimar) landete auf dem dritten Platz.

Die kleine Tour (Klasse A) entschied Stephanie Wagner vom Gastgeberverein vor Mareike Leicher vom RFV Elz und Anna Katharina Steih aus Mücke für sich. Natascha Rabich (RFV Borken), die ebenso wie Wagner alle zehn Turniere der diesjährigen Serie bestritt, gewann unterdessen die mittlere Tour (Klasse L). Zweiter in dieser Kategorie wurde Till Schmidt vom RFV Lich vor Franziska Schäfer vom KRV der Schwalm. Der zweite Silberplatz für den Verein aus Lich.

In festlicher Atmosphäre vor großer Zuschauerkulisse führte Tour-Manager und -Organisator Mark-Alexander Sauer die Gesamtsieger und Platzierten schließlich zum Gewinner-Podest. »Das sind unvergessliche Momente, nicht nur für die erfolgreichen Teilnehmer, sondern auch für mich«, betonte Sauer bei der feierlichen Ehrung. Strahlende Gesichter gab es allenthalben beim großen Defilee zum Abschluss - und die Vorfreude auf die Saison 2020 war allen Beteiligten anzumerken. Dann stehen einige Neuerungen ins Haus, denn die Tour entwickelt sich weiter.

Fest steht schon: Aus der Springsportförderung Mittelhessen wird die Springsportförderung Hessen, und das Format erhält einen Ableger: die Nordhessen-Tour. Wieder unter Federführung von Sauer und nach demselben Muster wie die Mittelhessen-Tour gestrickt, allerdings mit einer zusätzlichen »schweren Tour«. Im Norden des Landes gehen die Teilnehmer bis zur schwersten Klasse S an den Start. Die beiden Serien sind durchlässig, Reiter können also in beiden Touren parallel Punkte sammeln. Weitere spannende Wettbewerbe sind also fürs nächste Jahr zu erwarten, wenn es für die Springreiter wieder heißt: Aufsatteln zum Turnier!

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