06. Dezember 2019, 22:06 Uhr

Sfr. Biebertal weiter sieglos

06. Dezember 2019, 22:06 Uhr
Nils Damm (rechts) hält mit den schwarzen Steinen die Partie im Gleichgewicht, konnte damit die 3:5-Niederlage von Verbandsligist Schachfreunde Biebertal gegen den SC Bad Nauheim aber nicht verhindern. FOTO: DRILL

Mit den Schachfreunden Bad Emstal/Wolfhagen II (7:1-Kantersieg über SK Marburg II) und der SVG Eppstein (4,5:3,5 gegen den SV Oberursel II) führen die beiden Liga-Favoriten die Tabelle verlustpunktfrei an. Die dritte Pleite im dritten Spiel kassierten die Biebertaler Schachfreunde mit dem 3:5 gegen Hessenliga-Absteiger SC Bad Nauheim, während Schlusslicht SC Gelnhausen in Vellmar gar nicht erst antrat (0:8 kampflos).

Sfr. Biebertal - SC Bad Nauheim 3:5: Das moderate Resultat darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mittelhessen erneut chancenlos waren. Beim Zwischenstand von 0,5:3,5 nach drei Stunden war der Drops bereits gelutscht. Der bei Bad Nauheim erstmalig eingesetzte Artur Handstein (DWZ 2017) hatte im Königsgambit (1. e4 e5 2. f4 ef4: 3. Sf3 Le7 4. Lc4 Lh4+ 5. g3 fg3: 6. 0-0 gh2:+ 7. Kh1) gegen Philipp Risius nach nur sieben Zügen bereits rekordverdächtige drei Bauern ins Geschäft gesteckt. Ein falscher Springerzug des Biebertalers (Sh6? anstatt des korrekten 8... Sf6) genügte, um den gewaltigen Entwicklungsvorsprung des Anziehenden zu einem unparierbaren Mattangriff anschwellen zu lassen.

Während Kiyan Engert (Brett 8) arglos in die Leib- und Magenvariante von Widerpart Matthias Schöne geschlittert war, ging Brettnachbar Finnegan Pralle als Nachziehender am beweglichen Vollzentrum des Österreichers Simon Baudrexel zugrunde. Bei wechselnder Besetzung haben die Biebertaler im bisherigen Saisonverlauf an den beiden letzten Brettern einen Score von null Punkten aus sechs Partien aufzuweisen.

Zudem war die Punkteteilung von Florian Reichelt eine gefühlte Niederlage. Er hatte im frühen Mittelspiel satte zwei Mehrbauern auf der Habenseite, ehe sich Gegenüber Sebastian Syperek etwas Gegenspiel verschaffte, um später mittels Doppeldrohung das Remis durch Dauerschach zu erzwingen.

Der Anschlusstreffer der Fellingshäuser ging auf das Konto von Franziska Blaschke (frühere Liez), die die Partieanlage des Ex-Marburgers Gerhard Diez widerlegte und in ein technisch gewonnenes Endspiel mit Läuferpaar und Mehrbauer überleitete (1,5:3,5).

Postwendend stellten die Gäste jedoch den alten Abstand wieder her: Bad Nauheims spielstärkster Akteur Dominik Will (DWZ 2126) hatte Andreas Barth per Fesselung um einen Offizier erleichtert, bevor er stilvoll per Turmopfer das Mattnetz knüpfte. Neuer Zwischenstand: 1,5:4,5.

Einen noch deutlicheren Erfolg verpasste Nauheim durch Nachlässigkeiten in den beiden finalen Partien. Während Stephane Reinert gegen Nils Damm eine gewinnbringende Abwicklung übersah und später mittels Qualitätsopfer das Remis durch Dauerschach forcierte, versemmelte Hendrik Bollmann am Spitzenbrett gegen Alexander Krastev ein Endspiel mit Mehrbauer sogar noch zum Verlust.

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