16. November 2017, 21:51 Uhr

Sensationssieg gibt neuen Schwung

16. November 2017, 21:51 Uhr
Auf ein volles Haus hoffen Jonas Schleenbecker und seine HSG Pohlheim am Samstag im Derby gegen die HSG Wetzlar U23. (Vogler)

Wieder hoch her gehen dürfte es am Wochenende in der Handball-Oberliga, zumindest wenn heimische Teams beteiligt sind. Das gilt in erster Linie für das Derby am Samstagabend in Holzheim, in dem die Mannschaft »der Stunde, vor allem aber der letzten elf Minuten«, die HSG Pohlheim, auf die HSG Wetzlar U23 trifft. Mit dem frischen Wind des zum Schluss sensationellen Sieges in Groß-Umstadt gehen die Pohlheimer in diese Partie. Die Wetzlarer, seit sieben Spielen ungeschlagen, treffen auf ein Gastgeberteam, das aus den letzten vier Spielen acht Punkte geholt und vor Wochenfrist mit einem 10:1-Lauf in den letzten elf Minuten eine unabwendbar scheinende Niederlage in einen Sieg umgewandelt hat. Gut in Schuss ist auch die HSG Wettenberg, die am Samstag mit dem TV Kirchzell eine ausgesprochen ambitionierte Mannschaft zu Gast hat. Tabellenführer SG Kleenheim erwartet mit der TSG Offenbach-Bürgel ein Team, das der HSG Wetzlar U23 ihre bis dato einzige Niederlage beigebracht hat. Sorgen bereitet derzeit der TV Hüttenberg U23, der nach vier Niederlagen in Folge die angeschlagene MSG Umstadt/Habitzheim (mit neuem Trainer!) erwartet.

Klimpke hat Respekt

HSG Pohlheim – HSG Wetzlar U23 (Sa., 20 Uhr, Sporthalle Holzheim): »Wenn man so will, ein Spitzenspiel«, freut sich Jens Dapper, Trainer der HSG Pohlheim, auf die Partie des Vierten gegen den Zweiten. »Im Idealfall« können die Pohlheimer bis auf einen (Plus-)Punkt an die Wetzlarer herankommen und gemessen an Minuspunkten sogar am Gast vorbeiziehen. »Es wird ein Spiel auf Augenhöhe«, vermutet Dapper. »Wie in der letzten Woche müssen wir auf Dennis Weisel und Lucas Kammer verzichten«, ergänzt der Coach. Wegen einer Zerrung dürfte vermutlich Felix Erdmann nicht dabei sein, sodass auch diesmal »Co« Andreas Lex mit in den Kader genommen wird. Besonders zu beachten sein wird bei den Wetzlarern in Dappers Einschätzung das Gegenstoßspiel. »Wir haben 15 Minuten gut gespielt«, wirft Wetzlars Trainer Andreas Klimpke einen Blick zurück auf das Spiel seiner HSG gegen Wettenberg, »uns anschließend aber in zu viele Einzelaktionen verstrickt.« Trotz der 28 Treffer sei »die Chancenverwertung mangelhaft gewesen«, moniert der Coach. Mit einem gewissen Respekt spricht Klimpke über den Rückraum der Pohlheimer, nennt dabei vor allem die Achse Max Rühl, Andreas Lex, Jonas Schleenbecker und Lukas Drommershausen und warnt vor dem Tempospiel der Gastgeber. In Holzheim muss der Wetzlarer Coach auf Hendrik Schreiber (krank) und Tim Weber (privat verhindert) verzichten. Seinen Kader wird er durch Spieler aus der U19-Mannschaft seiner HSG auffüllen.

HSG Wettenberg – TV Kirchzell (Sa., 20 Uhr, Halle GS Launsbach): »Wir wollen unsere Leistung der letzten Spiele stabilisieren«, wünscht sich HSG-Trainer Axel Spandau vor der Partie gegen den ehemaligen Zweitligisten. Ziel ist es auch, den eigenen Anhängern wieder ein gutes Spiel zu bieten, wie zum Beispiel vor Wochenfrist in Münchholzhausen oder davor gegen die HSG Umstadt/Habitzheim. »Der TV Kirchzell hat sich schnell an die Klasse gewöhnt«, schätzt Spandau den Absteiger ein. »Die Mannschaft ist immer top eingestellt«, zollt Spandau seinem Kollegen aufseiten der Unterfranken, Andreas Kunz, ein großes Lob. Mit Maximilian Gläser und Jonas Wuth nennt der Wettenberger Trainer zwei starke Rückraumschützen bei den Gästen, die, so weiß Spandau, »aus einer aggressiven 6:0-Deckung in den Gegenstoß agieren«. Die Wettenberger Kai Olbert und Philip Schneider sind verletzt, ihr Einsatz gegen Kirchzell ist fraglich. Die HSG liegt in der Tabelle zwei Punkte hinter dem TVK.

SG Kleenheim – TSG Offenbach-Bürgel (So., 18 Uhr, Weidghalle Oberkleen): »Wir haben in Babenhausen gezeigt, dass wir es schaffen, unser Spiel 60 Minuten durchzuziehen«, wirft SGK-Trainer Johannes Wohlrab einen Blick zurück auf das vergangene Wochenende, moniert aber erneut die nicht ganz so gute Chancenverwertung. Aber: »Wir sind cool geblieben und wurden am Ende dafür belohnt.« Mit Bürgel kommt eine Mannschaft nach Oberkleen, die, so Wohlrab, »in Markus Wagenknecht, Nils Lenort, Lars Kretschmann und Christopher Hofmann vier Hauptakteure in ihrem Spiel aufweist«. Dennoch sieht der Trainer keine Veranlassung, an der eigenen Spielweise etwas zu ändern. »Wir versuchen, durch eine kompakte 6:0-Abwehr in unser Gegenstoßspiel zu kommen. Vorne werden wir wieder mehr Möglichkeiten aus der zweiten Reihe haben, da mit Torben Weinandt und Jörg Müller wieder zwei Shooter in den Kader zurückkehren.« Ausfallen werden Yannic Dubiys mit einer Schultereckgelenksprengung und Marc Weller nach einer Blinddarmoperation. Fabian Hoepfner hat nach einem Zusammenprall in Babenhausen noch Probleme.

Hüttenberger Personalsorgen

TV Hüttenberg U23 – MSG Umstadt/Habitzheim (So., 18 Uhr, Sporthalle Hüttenberg): In Hüttenberg treffen zwei Mannschaften aufeinander, bei denen es zuletzt suboptimal gelaufen ist. Nach vier Niederlagen hintereinander sind die Hüttenberger (5:9 Punkte) auf Rang elf zurückgefallen, Umstadt/Habitzheim liegt bei 4:12 Zählern einen Platz dahinter. Nach der Niederlage gegen Pohlheim haben sich die Südhessen von ihrem Trainer Manuel Silverstri getrennt. Neu auf der Kommandobrücke (bis Ende Dezember) ist Ralf Ludwig, mit dem die Umstädter in der Vergangenheit bemerkenswerte Erfolge gefeiert haben. Bei Hüttenberg ist die personelle Situation nach wie vor angespannt. So stehen mit Julius Thrun, Torben Werner und dem A-Jugendlichen Merlin Fuß sowie Johannes Klein und möglicherweise auch Jonas Cremes wichtige Spieler auf der Ausfallliste, sodass TVH-Coach Alois Mráz erneut improvisieren muss. Das Ärgerliche: Vor Jahresende ist wohl kaum eine Besserung zu erwarten. »Wir wollen dennoch wieder punkten«, sagt der Coach.

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