23. Dezember 2019, 21:51 Uhr

Schock für Spitzenreiter

23. Dezember 2019, 21:51 Uhr
Luca Weimer (r., HSG Dutenhofen/Münchholzhausen) - hier gegen den Mörler Sebastian Dietz - verwirft am Ende der Partie in der Wetterau einen entscheidenden Strafwurf. FOTO: CHUC

Der letzte Vorrundenspieltag in der Handball-Bezirksoberliga bot eine Reihe von Überraschungen und nährte die Vorfreude auf die zweite Saisonhälfte, die am 18. Januar 2020 gestartet wird. So kassierte Spitzenreiter HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III mit dem 33:34 bei der HSG Mörlen die zweite Saisonniederlage, bleibt bei 21:5 Punkten aber an der Spitze. Verfolger Nummer eins ist die HSG Hungen/Lich (20:6), die die HSG Marburg/Cappel mit 27:24 bezwang. Auf den Plätzen drei und vier folgen mit jeweils 18:8 Punkten die HSG Wettenberg II und die HSG Kleenheim/Langgöns II, die in den eigenen Hallen böse Überraschungen erlebten. Die Wettenberger hatten gegen die HSG Dilltal (ebenfalls 18:8) mit 21:27 das Nachsehen, und Kleenheim II zog gegen die HSG Wettertal (13.13) mit 27:32 den Kürzeren.

HSG Mörlen - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 34:33 (19:12): Der Trainer des Tabellenführers, Torben Wegner, hatte zunächst einmal eine einfache Erklärung für die Niederlage: »Wir hatten nicht unseren besten Tag«, sagte er. »In der ersten Halbzeit hat der Zug zum Tor gefehlt, wir kamen nicht ins Spiel.« Außerdem sei seine Mannschaft ein ums andere Mal am gegnerischen Torhüter gescheitert. Bis zur zwölften Minute verlief die Partie ausgeglichen. Zwar legten die Gastgeber immer wieder ein Tor vor, doch die Dutenhofener ließen sich zunächst nicht abschütteln. Nach dem 8:7 (12.) legten die Mörler bis zur 23. Minute einen 8:2-Lauf zum 16:9 hin. Beim 19:12 zur Pause lag Mörlen ebenfalls mit sieben Toren vorn. Dennoch holte der Spitzenreiter auf. Die Heimmannschaft wankte und musste 13 Minuten vor Feierabend nach zwei Treffern von Dennis Agel den Ausgleich zum 28:28 hinnehmen. Danach legten die Hausherren mehrfach vor, doch immer wieder zogen die Gäste gleich. In den Schlusssekunden schien die Partie zugunsten des Tabellenführers zu kippen, doch da traten die Brüder Breitenfelder auf den Plan. 80 Sekunden vor Schluss meisterte Mörlens Torhüter Nick Breitenfelder beim Stande von 33:33 einen Strafwurf von Luca Weimer, ehe wenige Sekunden später Bruder Max einen Abpraller zum 34:33-Endstand ins Dutenhofener Tor tippte. Der Jubel im Lager der Mörler kannte keine Grenzen.

Tore, Mörlen: Sebastian Dietz (7/2), Bernhard Dietz (7), Daniel Birkenstock (5), Christian Birkenstock, Max Breitenfelder, Alt (je 3), Otto, Wulf (je 2), Berger, Dönges (je 1). - Dutenhofen/Münchholzhausen III: Becker (9), Weimer (7/3), Lukas Wallwaey, Müller (je 5), Dennis Agel (4), Rompf, Luca Kaiser, Unger (je 1).

HSG Hungen/Lich - HSG Marburg/Cappel 27:24 (12:10): Carsten Schäfer war begeistert vom Auftritt seiner Truppe. »Die Marburger sind in Bestbesetzung angetreten«, berichtete der Trainer von Hungen/Lich, und daher könne die Leistung seiner Mannschaft nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wie erwartet war die Partie kein Selbstläufer. Die Gäste waren hellwach und zogen nach dem 4:4 (5.) durch Julian Lumm und Jonas Schuster auf 6:4 davon. Bis zur eigenen 8:6-Führung (15.) verteidigten die Marburger diesen Vorsprung, ehe die Hausherren den Spieß durch Treffer von Luca Macht, Timo Metzger (2), Brian Whisnant und Alexander Diehl zum 11:8 (21.) drehten und mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause gingen. Bis zur 39. Minute zogen die Gastgeber sogar auf 17:12 davon, lagen später sogar mehrfach mit sieben Toren (22:15 bzw. 23:16) vorn, ehe die Marburger wieder besser ins Spiel fanden und den Rückstand verkürzten (24:22/55.). Doch in der Schlussphase verteidigten die Gastgeber nicht nur ihren Vorsprung, sondern bauten diesen noch geringfügig aus. Den Schlusspunkt setzte Alexander Diehl zum 27:24-Erfolg seiner HSG Hungen/Lich.

Tore, Hungen/Lich: Metzger, Dönicke (je 6), Diehl (4), Kümpel (3/2), Kreß (3), Whisnant (2), Böhm, Macht, Stania (je 1). - Marburg/Cappel: Schuster (7/5), Lumm (6), Achenbach, Purschke (je 4), Flothow, Pallesen, Pavlidis (je 1).

HSG Wettenberg II - HSG Dilltal 21:27 (14:15): Nicht zufrieden war Wettenbergs Trainer Dragan Nenad, der angesichts der Personalnot selbst das Trikot überstreifen musste. Der Coach der Gastgeber bemängelte die Chancenverwertung. »Wir haben fünf Siebenmeter verworfen«, berichtete er, »und innerhalb von sechs Minuten weitere 15 Bälle«, ergänzte der Coach. Vor allem im zweiten Durchgang, als die Kraft beim Stammpersonal nachließ und er auch Spieler aus der zweiten Reihe einsetzen musste, konnte Wettenberg nicht mehr Schritt halten. Durch zwei Treffer von Johannes Schwarz lagen die Gastgeber nach zwei Minuten zwar mit 2:0 vorn, doch Christoph Ulm (3) und Paul Heer sorgten innerhalb von fünf Minuten für eine 4:2-Führung der Dilltaler, die die Wettenberger zwar noch mal (zum 4:4/11.) ausgleichen lassen mussten, ehe sie nach eigener 6:5-Führung den Hausherren auf 9:6 (16.) davonzogen. Der Pausenstand von 14:15 deutete zwar auf einen spannenden zweiten Durchgang hin, doch bis zur 36. Minute setzte sich Dilltal auf 19:15 ab und hielt Wettenberg II nicht nur auf Distanz, sondern baute den Vorsprung bis zum Ende aus.

Tore, Wettenberg II: Schwarz, Nenad (je 4/1), Schmitz (4), Büsse (3), Leib, Gerisch (je 2), Michel Wingefeld, Kleinschmidt (je 1). - Dilltal: Christoph Ulm (9), Heer (6), Funke (5/3), Kohlmei (2), Sebastian Ulm, Felix Groß, Müller, Fitzner, Weiß (je 1).

Remis für Busecker Rumpfteam

HSG Kleenheim/Langgöns II - HSG Wettertal 27:32 (13:14): Die dritte Heimniederlage hintereinander für die Kleenheimer, deren Trainer Micha Wiener zwar bekannte, dass seine Mannschaft alles »aus sich herausholen wollte«, doch »im Angriff in den entscheidenden Phasen den Kopf verlor«. Dagegen war der Wettertaler Trainer Sven Tauber zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft. Zunächst aber sah es nicht nach einem Erfolg der Wettertaler aus, die durch Treffer der Kleenheimer Philipp Schäfer und Leon Dilges schnell mit 0:2 in Rückstand gerieten und diesem hinterherliefen, bis sie in der 28. Minute durch Bardo Raab den Gleichstand zum 12:12 herstellten. Durch Raab (2), Merlin Metzger und Florian Zimmer zogen die Wettertaler bis zur 34. Minute sogar auf 17:13 davon. Der Gast zog bis zur 41. Minute auf 24:17 davon. Die nicht aufsteckenden Kleenheimer kamen bis zur 51. Minute auf 25:26 heran, hatten sogar die Chance zum Ausgleich. Diese wurde aber nicht genutzt. Wettertal setzte sich in der Folge wieder ab und kam dann zu einem relativ deutlichen Sieg.

Tore, Kleenheim/Langgöns II: Dilges (5/3), Philipp Schäfer (5), Henze (4), Keil, Tonhäuser (je 3), Drubig, Faatz (je 2), Eckhardt-Helmes, Keßler, Barbaric (je 1). - Wettertal: Metzger (10/2), Zimmer, Raab (je 5), Exner, Boller (je 4), Kielich (2), Tobias Kreuzer, Mengel (je 1).

MSG Florstadt/Gettenau - HSG Großen-Buseck/Beuern 31:31 (12:14): Den Punkt hat sich die Rumpfmannschaft aus Buseck dank ihres Einsatzes redlich verdient. »Uns standen nur acht, neun Feldspieler zur Verfügung«, berichtete Trainer Marios Foos. Und die Jungs, die auf dem Parkett standen, »haben das gut gemacht«, lobte der Coach. Beide Teams lieferten sich einen Kampf auf Biegen und Brechen, wobei die Gäste nach dem 7:7 (19.) immer wieder in Führung gingen. Die MSG lief über weite Strecken einem Rückstand hinterher. Nach dem 7:7 stellten die Gästespieler Jonas Coletta und Andre Avemann eine Zwei-Tore-Führung her. Nach dem 9:10 drehten Lukas Peppler und Steffen Baumgartl den Spieß um und sorgten für einen 11:10-Vorteil der MSG, die aber lange nicht mehr vorn liegen sollte. Die Busecker gingen mehrfach in Führung, verstanden es aber nicht, sich deutlicher abzusetzen. Gut zwei Minuten vor dem Ende erzielte der reaktivierte Mathias Kartak das 31:29 für die Busecker (58.), ehe Steffen Greife und Henning Starck der MSG noch das Remis retteten. Trotz der späten Gegentreffer war Gästetrainer Foos zufrieden und bedachte Keeper Robin Mayer sowie Timon Fischer mit einem Sonderlob.

Tore, Florstadt/Gettenau: Greife (7), Wolf (6/3), Peppler (5), Baumgartl (4), Starck, Potschka (je 3), Stewen (2), Schildger (1). - Großen-Buseck/Beuern: Fischer (7), Avemann (5/1), Harbach (5), Kartak, Foos (je 4), Coletta (3), Edelmann (2), Schüler (1).

TV Wetzlar - HSG Linden II 22:27 (10:12): Die Jungs haben sich diesen Sieg mit enormer Leidenschaft verdient«, freute sich Lindens Trainer Conrad Melle, der auf den »tollen Jahresabschluss im kommenden Jahr aufbauen« will. Ein Knackpunkt war der Beginn der zweiten Halbzeit, als Wetzlar mit Ballbesitz startete und den Ball verlor, anstatt den Anschluss herzustellen. Zudem verwarf der TVW in der Folge zwei Siebenmeter. Die Lindener lagen durch Nikolas Adamczyk (2), Nils Brockmann und Leon Rüdesheim bei einem Treffer des Wetzlarers Sven Adams nach sechs Minuten mit 4:1 vorn. Im Anschluss schafften es die Gastgeber nicht, auch nur einmal den Gleichstand zu erreichen. Zur Pause führten die Gäste mit zwei Toren, bauten den Vorsprung auf 17:11 (36.) aus. Danach hielten die Lindener die Hausherren auf Distanz. Die Hausherren schafften es im zweiten Abschnitt nicht einmal, auf Schlagdistanz zu kommen. Die Gäste hatten alles im Griff und kamen zum ungefährdeten Erfolg.

Tore, Wetzlar: Adams (6), Schmidt (5), Käppler (3), Dubiys (2/2), Haack, Johannes Schetzkens (je 2), Michael Schetzkens, Stanzel (je 1). - Linden II: Adamczyk (9/2), Höhn (6), Laun (3), Ebert, Brockmann, Rüdesheim, Nober (je 2), Weisbrod (1).

MSG Kirchhain/Neustadt - SG Rechtenbach 18:30 (9:14): »Wir waren gut vorbereitet und hatten das Spiel von der ersten Minute an im Griff«, erklärte Rechtenbachs Trainer Christian Kunz. »Wir wollten unbedingt die ersten Auswärtspunkte holen und uns mit einem Erfolg aus dem tollen Jahr 2019 verabschieden.« Bis zur sechsten Minute (2:2) konnten die Gastgeber noch mithalten, dann aber setzte sich Rechtenbach nach Treffern von Jan-Felix Kaluza, Daniel Frosch und Julian Thrun bis zur neunten Minute auf 5:2 ab. Diesem Tempo konnten die Gastgeber nicht mehr folgen. 8:3 für die SGR lautete der Spielstand nach einer Viertelstunde, und beim Seitenwechsel lag die SG ebenfalls mit fünf Toren vorn. Zehn Minuten nach Wiederbeginn hatten die Hausherren den Rückstand auf drei Treffer reduziert (15:18), aber näher kamen sie nicht heran. Durch sechs Treffer hintereinander zog Rechtenbach unaufhaltsam auf 24:15 (46.) davon. Die Partie war gelaufen. Rechtenbach baute den Vorsprung bis zur Sirene auf zwölf Tore aus und feierte den »völlig verdienten« Erfolg.

Tore, Kirchhain/Neustadt: Türke (7/4), Voß (3), Kojetinsky, Pelda (je 2), Billek, Mohr, Oswald, Pfeil (je 1). - Rechtenbach: Frosch (8/1), Bepperling (6), Schmidt (4), Kaluza, Böhm, Thrun (je 3), Viehmann (2), Diehl (1).

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