18. Mai 2017, 17:40 Uhr

SG Kleenheim geht mit Wehmut

18. Mai 2017, 17:40 Uhr
Die Spielerinnen der SG Kleenheim, die sich in die 3. Liga zurückzieht, verabschieden sich im letzten Heimspiel von ihren Fans. (Foto: vk)

Die SG Kleenheim verlässt mit Wehmut die 2. Handball-Bundesliga der Frauen: Mit einem Transparent »Wir sagen danke« verabschiedeten sich die Spielerinnen am Wochenende im letzten Heimspiel in Oberkleen von den eigenen Fans. Kleenheims Vorstandsmitglied Jürgen Klein bedankte sich bei den Spielerinnen für eine tolle Saison mit Blumen und Präsenten. Klein begründete noch einmal den Rückzug der Mannschaft in die 3. Liga. Mannschaftskapitän Jonna Jensen ergriff ebenfalls das Mikrofon, dankte dem Team und dem Vorstand und hatte Präsente für die Abgänge parat. Sina Rühl ehrte das vierköpfige Trainer- und Betreuerteam. Trainer Lazar Cojocar, darin waren sich alle einig, leistete sechs Jahre ausgezeichnete Arbeit. Er beendete seine Ansprache mit Ironie: »Wir haben heute 28 Punkte mehr als uns die Kritiker vor der Saison zugetraut haben.«

Mit 28:30 Zählern gehen die Kleenheimerinnen in den letzten Spieltag am Samstag. An dem ist noch offen, wer neben Meister Bensheim/Auerbach (51:7 Punkte) in die 1. Bundesliga aufsteigt. Nicht aufstiegsberechtigt ist SGH Rosengarten-BW Buchholz (2./39:19), nachdem der Verein in der letzten Saison freiwillig aus dem Oberhaus ausgeschieden war. Nicht gemeldet für die 1. Liga hat die TG Nürtingen (3./35:23). Aufstiegsberechtigte Mannschaften müssen aber einen der drei ersten Plätze belegen – so kann der HC Rödertal (4./34:24), der am Samstag um 18 Uhr Kleenheim (9./28:30) erwartet, nur aufsteigen, wenn das Team sich noch auf Rang drei verbessert. Auch im Abstiegskampf ist Spannung angesagt. Nach dem Rückzug der SGK, die als erster Absteiger feststeht und dem bereits abgestiegenen TuS Lintfort machen die vier Teams aus Herrenberg (15./20:38), Haunstetten (14./21:37), Zwickau (13./22:36) und Bremen (12./23:35) zwei weitere Absteiger unter sich aus.

»Wir wollen das Spiel noch einmal genießen«, sagt Kleenheims Trainer Lazar Cojocar vor der Reise in den Osten Deutschlands. Das Hinspiel gewannen die Kleenheimerinnen mit 22:20. Dreh- und Angelpunkt im Rödertaler Team von Trainer Karsten Moos, der ehemalige Wettenberger Coach scheidet nach der Saison aus, ist Jurgita Markeviciute. »Sie ist die Zentralfigur im Rückraum«, erklärt Cojocar. Ebenfalls sehr torgefährlich ist Rückraumspielern Anna-Maria Spielvogel und auch Linkshänderin Lisa-Marie Preis. Auch die von Borussia Dortmund gekommene Sarolta Selmeci ist zu beachten. Auf Rechtsaußen ist mit Linkshänderin Anna Frankova eine tschechische Juniorennationalspielerin zu Hause, die zum Bundesligisten Bad Wildungen Vipers wechselt. Bei Kleenheim werden auf jeden Fall Torhüterin Lydia Sölva und Tanja Schorradt fehlen, wobei Schorradt die Reise mit antritt. Neben Meike Tornow rückt dann Anne Mack, die in der neuen Saison ohnehin ins erste Frauenteam aufrückt, ins Tor.

Zur Abschiedsvorstellung aus der 2. Liga setzt die SG Kleenheim noch einmal einen Fan-Bus ein, der am Samstag um 10 Uhr an der Bäckerei Mack in Langgöns abfährt.

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