02. August 2019, 16:00 Uhr

Fußball

Rohde mit Mücke im Favoriten-Pool

Die Fußball-Kreisliga A Alsfeld/Gießen bot in der vergangenen Saison eine kaum für möglich gehaltene Spannung und trifft sich nun in ganz ähnlicher Konstellation wieder.
02. August 2019, 16:00 Uhr
Spielertrainer Michael Rohde (l.) und seiner Spvgg. Mücke wird in der neuen Saison einiges zugetraut. (Foto: Friedrich)

Denn mit der SG Schwalmtal (Meister und Aufsteiger in die Kreisoberliga) sowie den freiwilligen Absteigern FC Weickartshain und SG Romrod/Zell sind nur drei Vereine nicht mehr dabei. Dafür kommen die beiden Aufsteiger FSG Laubach und SG Rüddingshausen/Londorf ins Klassement. Zudem kehrt auch die SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen zurück in die A-Liga. Als Meisterschaftskandidaten kommen unter anderen die Spvgg. Mücke sowie die FSG Lumda/Geilshausen infrage. Auch 2019/20 dürfte es aufgrund einer recht ausgeglichenen Liga wieder richtig spannend werden.

SG Reiskirchen/Bersrod/Saasen: Der Absteiger hat sich eine Platzierung unter den Top fünf als Saisonziel vorgenommen. Der Masterplan aus dem erfolgreichen Vorjahr, als es zur Meisterschaft reichte, dürfte SG-Coach Oliver Bopp und Co. durchaus noch im Gedächtnis sein. Zwei Abgängen - Alexander Kammler (TSV Bicken) und Patrick Wallbott (SV Annerod) - stehen gleich fünf Neue gegenüber, die für den ehemaligen Kreisoberligisten auf jeden Fall eine Bereicherung sein sollten.

FSG Kirtorf: Dieses Team muss die A-Liga erneut auf der Rechnung für einen der Aufstiegsplätze haben. Als Aufsteiger schloss das Team um Spielertrainer Viktor Schulz die Saison 2018/19 als Vizemeister ab. Nun hat die FSG es geschafft, ihren Kader nicht nur zusammenzuhalten, sondern mit Patrick Keller (SV Hattendorf), Pascal Fey (SG Romrod/Zell), Lyonel Schäfer (JFV Alsfeld), Enrico Naumann (eigene Jugend) und Mümin Erik (SV Emsdorf) weiterhin gut zu bestücken. Insbesondere Patrick Keller dürfte ein weiterer Hoffnungsträger für die Kirtorfer werden. Schließlich war er mit elf Toren im Hattendorfer Aufstiegsjahr 2017/18 ganz wesentlich an deren Erfolg beteiligt.

SV Harbach: Gerne wird auch der SVH als möglicher Aufsteiger genannt. Klar, schließlich gelang Platz vier in der Vorsaison. Doch die fünf neuen Spieler müssen mit Fabian Döpfer (SC Gladenbach), Sven Herzberger, Rene Niklas (beide SG Kesselbach/Odenhausen/Allertshausen), Zaidiise Amir (Ziel unbekannt), Nico Kindermann (SV Emsdorf) und Carsten Junge (SG Treis/Allendorf) überwiegend namhafte Abgänge ersetzen; ein schweres Unterfangen, so dass Harbach wohl nicht per se als Favorit zu handeln ist. Neu in Harbach ist Dennis Kubatzki, der zuletzt beim VfR Lich als Trainer tätig war.

FSG Ohmes/Ruhlkirchen: Die FSG schnupperte lange an Meisterschaft bzw. Aufstieg. Doch reichte es in einem spannenden Saison-Finish »nur« zum dritten Rang. Aber FSG-Spielertrainer Sebastian Stöhr und sein Team zählen inzwischen zu den besseren Adressen im A-Liga-Fußball. Damit das auch weiterhin so bleibt, ergänzen den komplett erhaltenen Kader nunmehr noch sechs weitere Spieler. Mit dieser Mannschaft wird also definitiv zu rechnen sein.

FSG Lumda/Geilshausen: Am letzten Spieltag der Saison 2017/18 wähnte sich die FSG als Absteiger. Doch letztlich verhalfen FSG-günstige Endergebnisse doch noch zum Verbleib in der A-Liga, in der die Röhmig/Sagrauske-Truppe dann eine mächtige Rolle spielte. Denn schließlich trennte die FSG lediglich sieben Punkte vom A-Liga-Meister und gilt für viele A-Klasse-Kenner als einer der Meisterschaftsfavoriten. Zum bislang tadellos besetzten Kader schließen sich der FSG eine Reihe erstmannschaftstauglicher Spieler an, die für den Unterschied im Kampf um die begehrten Plätze sorgen könnten. Insbesondere die Verpflichtung von Torhüter Florian Hollmeyer vom Nachbarn FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod lässt die Liga aufhorchen. Kurzum: Dieses Team sollte man auf dem Zettel haben!

TSV Burg-/Nieder-Gemünden: Die Top drei sollen es für den TSV dieses Mal sein. Dieses Saisonziel liest sich selbstbewusst und darf es angesichts von zehn Neuzugängen auch sein, zumal kein Spieler aus dem Kader 2018/19 den Verein verlässt. Mit Igor Tolo (FSV Geislitz/A-Liga Gelnhausen) kehrt zudem ein Hochkaräter zum TSV zurück. Spielertrainer Nico Kornmann geht nun in sein zweites Jahr mit dem TSV.

SV Nieder-Ofleiden: Ja, eine gute Saison hat der SVN mit seinem neuen Trainer Rainer Kuche schon gespielt. Dennoch wurde im eigenen Lager schon mal die fehlende Kons-tanz kritisiert, die nun mit dem veränderten Kader einhergehen soll. Interessant ist, dass der SVN mit exakt demselben Kader in die nächste Saison startet.

SG Groß-Eichen/Atzenhain: Die Mücker Spielgemeinschaft, die in ihre dritte A-Liga-Saison geht, strebt nach zuletzt zwei neunten Plätzen im Endklassement erneut einen einstelligen Tabellenplatz an. In den Vorbereitungsspielen ließ sich bereits erkennen, dass die SG-Verantwortlichen insbesondere mit ihren Neuzugängen Marvin Erb und Dennis Awiszus, der gleichzeitig das Trainerteam um Roland Stamm und Björn Geißler verstärkt, goldrichtig liegen. Das anvisierte Ziel scheint daher realistisch zu sein.

FSG Ober-Ohmen/Ruppertenrod/Ulrichstein: Für die FSG dürfte der Verlust von Nicolas Gerhard schwerwiegen. Denn schließlich gehörte der FSG-Keeper zur unverzichtbaren Stütze der Dreierspielgemeinschaft. Wie Neu-Coach Michael Krause diese Position besetzen wird, deutete sich beim Mücke-Ohmtal-Pokal bereits an. Da bestach Sandro Baumann mit hervorragenden Leistungen. Dennoch sagte der Spielertrainer: »Wir haben zwei Jugend-Torhüter, dazu noch Sandro Baumann. Vielleicht ergibt sich auch noch ein Neuzugang.« Jedenfalls verspürt Krause »große Lust auf die Mannschaft, weil mehr Potenzial in ihr steckt als der vorletzte Platz aus der vergangenen Saison«. Vieles wird bei der FSG auch in dieser Saison wieder von Marcel Haustein abhängen. Der Spielgestalter setzt immer wieder die Akzente im Team.

SG Rüddingshausen/Londorf: Der Aufsteiger zielt auf den Klassenerhalt ab und will dieses Ziel mit drei Neuzugängen schaffen. Gleich fünf Spieler aus dem Aufstiegskader stehen bei dieser Aufgabe nicht mehr zur Verfügung. Dennoch wird der jungen Truppe um Spielertrainer Maxim Baumbach eine positive Saison prophezeit.

TV/VfR Groß-Felda: Vergangene Saison legte der seinerzeitige Aufsteiger einen klassischen Fehlstart hin, holte mit imposanten Leistungen und entsprechenden Ergebnissen prächtig auf, um am Saisonende noch mal heftig in den Abstiegsstrudel zu geraten. Das soll nun so nicht wieder passieren. Aber Benny Seim, der zur neuen Saison wieder genesene Spielertrainer weiß um die Schwere der Umsetzung des Saisonziels Klassenerhalt. Er baut im Wesentlichen auf den Kader 2018/19, muss allerdings künftig auf Matthew Michels (SV Bobenhausen), Kai Grünewald (FC Bechtelsberg), Patrick Miskow (FSG Alsfeld/Eifa) und Nicolas Laub (TSV Burg-/Nieder-Gemünden) verzichten. Neu hinzukommen dagegen Felix Hannawald (TSG Niederrad) und Mustafa Hosaini (Alsfeld/Eifa).

FSG Queckborn/Lauter: So eng wie in der vergangenen Saison soll es für Coach Stefan Heupel und seine FSG dieses Mal nicht werden. Bis zuletzt musste die Fußballspielgemeinschaft um den Klassenerhalt zittern. Der Wunsch, mit einem Mittelfeldplatz die Saison abzuschließen ist daher nachvollziehbar. Mit drei Neuen will die FSG deutlich früher den Ligaerhalt klarmachen als es zuletzt gelang.

SG Treis/Allendorf II: Mit Maxi Hillgärtner (FSG Lollar/Staufenberg) und Leonard Röhrsheim (FSG Lollar/Staufenberg) erweitert die Kreisoberligareserve ihren Kader, hat allerdings mit Sören Völk (ASV Gießen), Christian Otterbein (ASV Gießen) und Sascha Wagner (FSG Lollar/Staufenberg) auch drei Abgänge zu verzeichnen. Daher ist die Zielsetzung Klassenerhalt realistisch, für Trainer Manuel Höres und seine Mannschaft auf jeden Fall aber auch wieder machbar.

FSG Laubach: Der Aufsteiger konnte seinen Kader mit einigen Rückholaktionen verstärken. Zudem gehören nun auch Moritz Sann und René Linke zum Team, zwei Spieler, die aus der A-Jugend kommen und »Potenzial mitbringen«, wie FSG-Coach Holger Wagner sagt. Wagner gibt aber zu bedenken, dass auch Leistungsträger aufgehört haben. Deshalb sei »natürlich der Klassenerhalt« das Saisonziel. Wenn auch die Testspiele nicht optimal verlaufen seien, so »bin ich mit der Vorbereitung doch zufrieden«, fügt der Aufstiegstrainer hinzu.

Spvgg. Mücke: Hier zeichnete sich schon in der Vorbereitungsphase ab, dass es sich um einen Meisterschaftsanwärter handeln könnte. Die Leistungen lassen einiges erwarten im Mücker Lager. So ist auch der neue Spielertrainer Michael Rohde von der guten Qualität der Mannschaft etwas überrascht worden: »Da sind richtig gute Kicker dabei.« Mit Nils Trute und Patrick Schlosser haben ihn da schon mal zwei Spieler begeistert. Zur mannschaftlichen Stärke gehören nach Rohde »das starke Pressing«, das aber noch einen Feinschliff in der Dosierung brauche: »Um den Gegner noch länger unter Druck setzen zu können, müssen wir uns körperlich noch auf ein anderes Level bringen.« Auch das Umschaltspiel bedürfe noch der Verbesserung. Offensivpower ist auf jeden Fall vorhanden. So seien mit Jan Marc Hofmann, Lukas Vey, Sebastian Döring und Rohde selbst ausgesprochen torgefährliche Spieler im Team zu finden. Aufgrund all dieser Vorgaben fiele die Favoritenrolle durchaus zu Recht auf seine Mannschaft.

FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod II: Es war mehr als nur ein Nervenkitzel in der vergangenen Saison. Denn die FSG steckte bis zuletzt im Kampf um den Klassenerhalt, hofft nun aber auf Besserung. Nicht weniger als zehn Spieler stoßen dazu, davon sieben aus dem eigenen Jugendbereich. Für einen Abschied haben sich acht Spieler entschieden. Neben dem Klassenerhalt ist aber die Integration der jungen Spieler in den Seniorenbereich das vorwiegende Ziel. Da dürfte die Kreisoberliga-Reserve insbesondere mit Trainer Mike Adams, der lange Zeit im Jugendbereich der TSG Wieseck tätig war, prädestiniert sein. Unterstützt wird er auch weiterhin vom langjährigen Coach Stephan Hahn.

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