28. November 2019, 20:51 Uhr

Respekt auf beiden Seiten

28. November 2019, 20:51 Uhr
Ob Tom Warnke für seine HSG Wettenberg heute spielen kann, ist offen. Ihm macht eine Handverletzung zu schaffen. Foto: ras

Ein Wochenende in der Handball-Oberliga, das es in sich hat. Eröffnet wird der zehnte Spieltag im hessischen Handball-Oberhaus heute Abend mit einem Derby, zu dem die HSG Wettenberg die HSG Kleenheim/Langgöns erwartet. Für die Gäste geht es in dieser Partie darum, den Anschluss an die unmittelbare Spitzengruppe nicht abreißen zu lassen. Die Wettenberger wollen ihrerseits verhindern, wieder in die untere Tabellenhälfte abzurutschen. Im »Spiel des Tages« hat die HSG Pohlheim am Samstag bei der ESG Gensungen/Felsberg anzutreten. Der Spitzenreiter erwartet den Rangzweiten. Gewinnen die Nordhessen, dann haben sie zunächst einmal einen Verfolger abgeschüttelt, setzt sich der Gast durch, dann sind diese beiden Mannschaften punktgleich. Außerdem kann dann die TSG Offenbach-Bürgel, die zum Verfolgerduell TuS Dotzheim erwartet, nach Punkten gleichziehen.

Wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls werden der HSG Pohlheim zwei Punkte abgezogen. Einen Zähler büßen aus diesem Grund die HSG Wettenberg sowie die TSG Münster und die MSG Umstadt/Habitzheim ein.

HSG Wettenberg - HSG Kleenheim-Langgöns (Freitag, 20 Uhr/Großsporthalle Launsbach): »Wir wollen nach 8:2 Punkten die Erfolgsschraube weiter drehen«, wünscht sich Wettenbergs Trainer Axel Spandau, »und gehen mit hoher Motivation in das erste Heimderby.« Allerdings ist es bei den Wettenbergern in personeller Hinsicht wieder einmal nicht zum Besten bestellt. So sind die Einsätze von Tom Warnke (Handverletzung) sowie der erkrankten Sascha Puhl, Philipp Schneider, Torben Werner fraglich. Verletzt sind weiterhin Lennart Lauber, Luca Fuß, Fabian Weide, Aron Weise. Mit Problemen dieser Art haben die Wettenberger seit Saisonbeginn zu kämpfen. Der Coach der Gastgeber fordert von seiner Mannschaft vor allem gegen die Kleenheimer Marc Weller und Fabian Hoepfner ein gutes Rückzugsverhalten. »Auch die Rückraumreihe mit Jonas Friedrich, Stefan Lang, Björn Spieß und Cedrik Kollmann hat Qualitäten«, stellt Spandau fest und wird seine Mannschaft sicherlich darauf einstellen. »Die HSG Wettenberg ist eine der Top-Mannschaften der Liga, auch wenn sie zu Saisonbeginn noch nicht so gut reingekommen ist«, warnt Matthias Wendlandt, Trainer der HSG Kleenheim/Langgöns, vor den Gastgebern. »Individuell sind die Wettenberger aber sehr stark. Vor allem haben sie eine starke Defensive und zwei super Torhüter. Wir gehen trotz des Tabellenstands sicherlich als Außenseiter da hin.« Bei Kleenheim wird voraussichtlich Stefan Lang wieder fit sein, nachdem er am vergangenen Wochenende angeschlagen war und nur ganz kurz gespielt hat. »Außerdem ist der Abgang von Jörg Heimbach nach Hüttenberg für uns natürlich schwierig«, berichtet Wendlandt. »Er war in dieser wie in der letzten Saison Standby-Spieler, und ich war sehr froh, ihn zu haben, da wir in der Abwehr nicht so breit aufgestellt sind. Er hat drei Saisonspiele gemacht und gerade unseren jungen Leuten mit seiner Erfahrung geholfen.«

ESG Gensungen/Felsberg - HSG Pohlheim (Samstag, 19.30 Uhr/Kreissporthalle Gensungen): »Gensungen/Felsberg hat erst ein Spiel verloren, und das in eigener Halle gegen Offenbach-Bürgel«, stellt Jens Dapper fest. Das bedeutet unter anderem, dass der Spitzenreiter bei aller Heimstärke nicht unverwundbar ist. Bei drei Siegen in vier Auswärtsspielen haben die Pohlheimer gezeigt, dass sie sich auch in fremden Hallen behaupten können. Außerdem haben die Schützlinge von Jens Dapper in Nordhessen die Gelegenheit, zu beweisen, dass sie zu Recht der Spitzengruppe angehören. »Hier trifft die Mannschaft mit dem stärksten Angriff auf die mit der stärksten Deckung«, weiß der Pohlheimer Coach, der in dieser Partie auch auf die Qualitäten seiner Abwehr einschließlich Torhüter Jan Wüst setzt. Die Möglichkeit, mit dem Spitzenreiter nach Punkten gleichzuziehen, dürfte die Pohlheimer beflügeln. Nach drei Siegen hintereinander fährt die HSG nicht chancenlos nach Nordhessen. Allerdings, Favorit ist auch wegen des Heimvorteils die ESG Gesungen/Felsberg.

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