18. September 2019, 20:17 Uhr

Rackelos wollen Popularität steigern

Zweimal konnten sich die Gießen 46ers Rackelos bis ins Viertelfinale der dritten Basketball-Liga vorkämpfen. Zudem bekamen die Spieler des Farmteams über 400 Minuten Einsatzzeit beim Bundesliga-Kooperationspartner Gießen 46ers.
18. September 2019, 20:17 Uhr
Die Gießen 46ers Rackelos vor dem Start in die Basketball-ProB-Saison 2019/20 (hinten, von links): Julian Pesava, Hannes Osterwalder, Johannes Lischka, Filip Krämer, Tim Uhlemann, Alen Pjanic, Bjarne Kraushaar, David Amaize; vorne (von links): Moritz Held (Physio), Cheftrainer Rolf Scholz, Wyatt Lohaus, Sebastian Brach, Paul Carl, Jannis Hahn, Tim Köpple, Felix Schweizer, Leon Okpara, Co-Trainer Lutz Mandler. (Foto: Chris Kettner Fotodesign)

Die Erfolgsgeschichte der Rackelos hat zwei Seiten: Für den Gesamtverein ist das Entwicklungspotenzial der Nachwuchskräfte wichtig. Vor allem Bjarne Kraushaar und Alen Pjanic holten sich ihre Wettkampfpraxis in der ProB. So empfahlen sie sich für viel Einsatzzeit bei den großen 46ers. Allein Pjanic stand in den letzten acht Partien des Bundesligateams über 20 Minuten im Schnitt auf dem Parkett. Parallel konnte das Rackelo-Team um Trainer-Duo Rolf Scholz und Lutz Mandler eine derart intakte Einheit aufbauen, dass durch spielerische Leidenschaft und eigene Ästhetik des Programms ein solider Fankern gewonnen werden konnte. Die Rackelos sind kein Wurmfortsatz des Kooperationspartners - und genau das macht den Reiz des Projektes aus, das vor zwei Jahren aus der Taufe gehoben wurde. Am Samstag kommt es beim Saisonstart in der Pro B Süd gleich zum Hessenderby gegen die Frankfurt Skyliners Juniors, die um 20 Uhr in der Osthalle vorstellig werden.

Kommen/Gehen: 2017 wanderte die ProB-Lizenz der Licher BasketBären an die Lahn. Neben dem Trainergespann wechselten auch Kraushaar und Pjanic von dort zu den Rackelos. Beide gehen somit in ihre fünfte ProB-Saison. »Sie sind weiterhin motiviert«, ist sich Scholz sicher. Auch Pjanic betonte am Ende der letzten Spielzeit, dass er am liebsten noch lange »mit den Jungs« zusammen Basketball praktizieren möchte. Dennoch, so erklärt Scholz weiter, gehören sie nun primär zum Kader der ersten Mannschaft, bei der sie auch trainieren. 46ers-Coach Ingo Freyer baut auf die Qualitäten der Eigengewächse. Leon Okpara, Tim Uhlemann und Tim Köpple rücken nach. »Ziel ist, dass sie zu Führungsspielern reifen«, so Scholz, der im Reigen der neuen Generation das größte Potenzial bei David Amaize (18, Smallforward) und Sebastian Brach (17, Pointguard) verortet. Vor allem »Kraftpaket« Amaize - Bruder von Bundesliga-Spieler Robin Amaize (von den Bayern nach Oldenburg ausgeliehen) - hat es Scholz angetan: »Durch kleinere Verletzungen der anderen hat er sich in der Vorbereitung in die Rotation gespielt und einen glänzenden Eindruck hinterlassen.« Neu hinzugekommen sind Hannes Osterwalder (vorher Schwenningen), Filip Krämer sowie die Importspieler Julian Pesava (Australien/Frankreich) und Wyatt Lohaus (USA).

Stärken/Schwächen: Die Imports hinterließen in der Vorbereitung einen guten Eindruck. Okpara, Uhlemann und Köpple ist ein weiterer Sprung nach vorne zuzutrauen. Im Optimalfall könnten sich Kraushaar und Pjanic dann auf ihre Aufgabe im BBL-Team konzentrieren. Die Neuzugänge dürften die Rackelos bei diesem Unterfangen zusätzlich stabilisieren. Zudem blieb mit Johannes Lischka der Anker des Teams erhalten.

Umfeld/Trainer: Ein Zuschauermagnet sind die Rackelos noch nicht. Knapp vierhundert Fans im Schnitt wollten sich im Vorjahr die Spiele aber nicht entgehen lassen. Damit ließ man andere Farmteams wie München, Würzburg und Frankfurt deutlich hinter sich. »Die zweite Mannschaft ist für die erste auch im dritten Jahr wichtig. Gleichzeitig sind wir froh, eine eigene Identität aufgebaut zu haben«, so Managerin Anne Leinweber.

Prognose: In der ProB gibt es zwölf Mannschaften pro Staffel. Acht qualifizieren sich für die Playoffs, vier müssen in den Playdowns nachsitzen. Die Relegation zieht sich über Wochen und ist durch harten Kampfbasketball gekennzeichnet. Gerade Farmteams wollen sie daher unbedingt vermeiden. Ob es erneut fürs Viertelfinale reicht, muss sich zeigen. Das Potenzial für eine weitere Erfolgssaison ist bei den Rackelos aber definitiv gegeben.

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