08. Dezember 2019, 21:21 Uhr

Rackelos wie aus einem Guss

08. Dezember 2019, 21:21 Uhr
Per Dunking schließt Rackelo-Guard Leon Okpara gegen Speyer ab (r., Michael Marte). FOTO: HF

Überzeugender geht es nicht: Beim 102:78 (50:37) ließen die Gießen 46ers Rackelos den Speyer Baskets in der ProB schlichtweg keine Chance. Schon das Auftaktviertel kannte nur eine Richtung.

Nach dem Sieg herzte Lutz Mandler seinen Trainerkollegen Rolf Scholz vor den applaudierenden 250 Zuschauern in der Sporthalle Gießen-Ost. »Es war einfach eine reife Leistung, dass wir Speyer nicht mehr haben rankommen lassen«, so Scholz, der die Teamleistung hervorhebt. Die Gießener konnten es sich leisten, tief rotieren zu lassen, weshalb alle zwölf Spieler des Kaders aufs Feld durften. Auch die Youngsters sahen so viel Spielzeit: Sebastian Brach machte in der Schlussminute die Hundert voll. Die letzten Zähler gehörten Paul Carl - es waren die ersten ProB-Punkte des jungen Guards überhaupt. Den Grundstein zum Sieg legte aber ein Routinier. Johannes Lischka erwischte in fast allen Vierteln einen Kickstart. Dreimal ließ es der Kapitän alleine in der Anfangsphase klingeln, weshalb die Rackelos Gäste-Coach Carl Mbassa früh zur Auszeit zwangen (9:0, 3.). Tatsächlich konnten die Domstädter das Geschehen in den kommenden Minuten ausgeglichen gestalten. Allein eine Aufholjagd war ihnen nicht vergönnt.

Über weite Strecken des Spiels blieb Speyer, bei denen im dritten Viertel Leistungsträger Albert Kuppe verletzungsbeding ausschied, einer Zonenverteidigung treu. »Anfangs hatte wir damit schon Schwierigkeiten«, verrät »Co« Lutz Mandler. Desto besser lösten die Rackelos diese Verteidigungsart in der Folgezeit. 56 Prozent (15/27) ihrer Distanzwürfe ließen die Mittelhessen durch die Reuse schweben. Wyatt Lohaus, Tim Köpple und Lischka trafen innerhalb weniger Minuten im dritten Viertel und machten den Sack endgültig zu.

Mit 23 Punkten, 8 Rebounds und 7 Assists befand sich der Kapitän phasenweise sogar auf Triple-Double-Kurs. »Ich fühle mich in den letzten Wochen generell sehr gut«, so Lischka, der im Schlussviertel dann aber viel Zeit auf der Bank verbringen durfte. »Die Hauptsache ist jetzt, dass wir nächste Woche nachlegen, um uns oben festzusetzen«, so Lischka weiter. Dann geht es erneut gegen Speyer zum Rückrundenauftakt. Ähnlich sieht es Scholz: »Teils sah es aus, als sei das Spiel so dahingeplätschert. In Wahrheit haben wir Speyer aber einfach sehr viele ihrer Stärken weggenommen.«

Gießen: Carl (2), Köpple (16), Amaize (1), Krämer (4), Uhlemann (5), Okpara (11), Lischka (23), Pesava (17), Schweizer, Lohaus (14), Brach (9), Osterwalder. - Speyer: Woodmore (13), Gesmann, Kreis (5), Meier (12), Acosta (18), Schwartz (16), Aichele (6), Kuppe (8).

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