22. Dezember 2019, 20:57 Uhr

Rackelos überwintern auf Rang drei

22. Dezember 2019, 20:57 Uhr
Die Worte und Blicke von Rackelo-Trainer Rolf Scholz kommen beim 92:72-Auswärtssieg in Erfurt an. FOTO: FRIEDRICH

Mit einem am Ende ungefährdeten 92:72 in Erfurt schoben sich die Gießen 46ers Rackelos am Samstag vor auf den dritten Platz der Basketball-ProB. Es war bereits der vierte Punktgewinn der Hessen in Serie.

Zugleich nahm das Team um Ex-Nationalspieler Johannes Lischka damit Revanche für die Hinspielniederlage. Das 73:70 im Oktober bleibt damit der einzige Sieg, den die Erfurter Löwen in der laufenden Spielzeit einfahren konnten. Die bis aufs Skelett dezimierten Thüringer boten 15 Minuten lang Paroli. »Sie trafen viel von außen und hatten die Reboundhoheit. Damit haben wir es uns in der ersten Halbzeit schwergetan«, erklärt Cheftrainer Rolf Scholz. Vor allem Maximilian Kuhle sei nicht zu bremsen gewesen.

21 seiner am 27 Punkte erzielte der letzte noch unverletzte Leistungsträger der Löwen im ersten Durchgang. Erfurt musste mit Tobias Bode und Robert Franklin auf zwei Stammkräfte verzichten - eine am Ende zu hohe Hypothek. »Sie hatten eine kleine Rotation, das stimmt. Wir haben die Intensität hochgehalten, und das hat sich am Ende für uns ausgezahlt«, lobt Scholz die Qualität, die die Rackelos von der Bank aufbieten konnten. Alle elf mitgereisten Spieler trugen sich in die Scorerliste ein. »So haben wir sie müde gemacht«, führt der Übungsleiter aus.

»Von daher sind wir super glücklich, das Jahr mit einer tollen Leistung beenden zu können«, so Scholz weiter. Der ehemalige Aufbauspieler kann mit dem Aufwärtstrend seiner Rackelos zurecht zufrieden sein. Nach zähem Saisonstart konnten die Mittelhessen sieben der letzten zehn Spiele gewinnen. In der Tabelle schoben sie sich auch deshalb auf den dritten Platz vor, weil Konkurrent Coburg gegen Speyer patzte. Die Franken entschieden das Hinspiel mit 101:78 deutlich für sich - und sind zugleich erster Heimspiel-Gegner der Gießener am 5. Januar.

Gegen Erfurt ließen die Rackelos die Zeit clever für sich spielen. Kuhle wurde seiner Rolle als Leistungsträger zunächst mehr als gerecht und hielt sein Team fast im Alleingang im Spiel. 24:23 führten die Löwen nach dem ersten Quarter. Mit einer enormen Willensleistung hielt der Forward seine Quoten auf einem hohen Niveau, weshalb der Außenseiter auch zur Pause nur mit 42:48 im Hintertreffen lag.

Nach dem Seitenwechsel warfen die Thüringer, die sich zu sehr auf Distanzwürfe versteiften, aber einen »Backstein« nach dem anderen. Wyatt Lohaus, Kapitän Lischka, Leon Okpara und Filip Krämer scorten im bunten Wechsel fast nach Belieben und sorgten dafür, dass sich Gießen Punkt für Punkt absetzen konnte. Im Schlussviertel ließ Scholz dann tief durchrotieren. »Der Schlüssel war unsere verbesserte Verteidigung in der zweiten Halbzeit«, erklärt er. Magere 30 Erfurter Punkte gab es zu verbuchen. Dass die gastgebende Acht-Mann-Rotation dann noch mit einer hohen Foulbelastung zu kämpfen hatte, war der Hemmschuhe einer zu viel.

Gießen: Köpple (8), Amaize (2), Krämer (15), Uhlemann (9), Okpara (10), Lischka (16), Pesava (6), Schweizer (2), Lohaus (20), Osterwalder (1), Brach (3).

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