18. Oktober 2018, 23:06 Uhr

RSV freut sich auf Klassiker

18. Oktober 2018, 23:06 Uhr
RSV-Trainerin Janet McLachlan ist mit ihrem Team in Zwickau zu Gast. (Foto: Vogler)

Kaum ein anderes Duell hat über ein Jahrzehnt lang die Rollstuhlbasketball-Szene so bewegt wie dieses. Insgesamt 73-mal standen sich die beiden Kontrahenten in Meisterschaft, Pokal und Champions League bisher in Pflichtspielen gegenüber. Die Rede ist von der Partie des BSC Rollers Zwickau gegen den RSV Lahn-Dill, das am Samstag um 16 Uhr in der Zwickauer Sporthalle Scheffelberg zum 74. mal ausgetragen wird.

Vier Jahre nach dem RSV Lahn-Dill erreichten die Sachsen als erstes ostdeutsches Team die höchste Spielklasse, gewannen in der Folge zwei deutsche Meisterschaften, zweimal den DRS-Pokal und sicherten sich ebenso zweimal die Krone im europäischen André-Vergauwen-Cup. Sie lieferten sich dabei heiße Duelle mit dem RSV Lahn-Dill, der quasi zeitgleich zu seiner Erfolgsgeschichte ansetzte.

Das erste Spiel der beiden Kontrahenten fand dabei vor nahezu exakt 20 Jahren statt. Am 24. Oktober 1998 gaben die Zwickauer, damals als Akademischer Sportverein, erstmals ihre Visitenkarte in Wetzlar ab. Damals triumphierten die Mittelhessen mit 68:54, es folgten 72 weitere Duelle für den RSV Lahn-Dill bei einer Bilanz von 56 Siegen und 17 Niederlagen. Darunter ganz bittere, wie in der Verlängerung des Pokalfinales von 2008, als Rostislav Pohlmann drei Sekunden vor dem Ende der Overtime den entscheidenden Korb zum Titelgewinn für die Sachsen markierte. Er war es auch, der wie kein anderer über die Jahre diesem Duell seinen Stempel aufdrückte. Selbst in der laufenden Spielzeit hat das tschechische Urgestein im Trikot der heutigen BSC Rollers zum dritten, vielleicht vierten Frühling ausgeholt und ist mit 24,7 Punkten pro Partie aktuell Zwickaus zweitgefährlichster Schütze. Lediglich der Litauer Vytautas Skucas hat bisher 0,3 Zähler durchschnittlich mehr auf der Habenseite.

Doch der unumstrittene Klassiker der RBBL wird seit einigen Jahren nicht mehr ganz auf Augenhöhe ausgetragen, so liegt die Favoritenrolle auch am Samstag eindeutig bei der RSV-Mannschaft von Cheftrainerin Janet McLachlan. Doch die Sachsen haben nach zwei turbulenten Jahren mit einem langen Atem ihr Schiff wieder in ruhigere Fahrwasser gelenkt.

Mit dem US-Amerikaner Benjamin Kenyon, Nationalspieler Frank Oehme oder den beiden Neuzugängen Zymantas Bucinskas, der aus Porto Torres kam, und Marianne Buso, die aus Dijon nach Zwickau wechselte, rangiert das Team von Trainer Marco Förster mit zwei Siegen aus drei Spielen auf Rang fünf der Tabelle und hat sich das neue Playoff-Viertelfinale zum Ziel gesetzt.

Aufseiten der hessischen Gäste stehen dagegen zwei andere Personalien am Samstagnachmittag im Fokus. Mit Jan Gans und Co-Trainer Günther Mayer kehren zwei aktuelle RSV-Protagonisten an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Der 27-jährige Center trug in den vergangenen zwei Spielzeiten das Trikot der Sachsen, avancierte dort zum Topscorer seines Teams und sein 49-jähriger Co-Trainer holte einst im Jahr 2009 die deutsche Meisterschaft nach Sachsen.

Dagegen erhält der erst am Donnerstagabend nach 16 000 Flugkilometern aus dem indonesischen Jakarta über Tokio nach Wetzlar zurückgekehrte Japaner Hiroaki Kozai eine Pause und soll erst in der kommenden Woche wieder in Training und Wettkampf einsteigen.

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