01. November 2018, 21:48 Uhr

Qual der Heimspiel-Wahl

01. November 2018, 21:48 Uhr

Wer am Samstagabend ab 20 Uhr Oberliga-Handball sehen will, hat in Mittelhessen die Qual der Wahl. Drei Spiele mit heimischer Beteiligung werden zu gleicher Zeit in Hallen des Kreises Gießen ausgetragen: So zum Beispiel in der Sporthalle Holzheim, in der die HSG Pohlheim auf die zuletzt stark aufspielende MSG Umstadt/Habitzheim trifft und in dieser Partie die Niederlage in Hüttenberg vergessen machen möchte. In der Sporthalle der Gesamtschule Gleiberger Land in Launsbach erwartet die HSG Wettenberg die SG Rot-Weiß Babenhausen und möchte nach der knappen Niederlage in Groß-Umstadt wieder in die Erfolgsspur zurück. Auch die HSG Kleenheim-Langgöns genießt Heimrecht und empfängt den Rangzehnten MT Melsungen II. Mit dem Rückenwind des ersten Saisonerfolges geht der TV Hüttenberg U 23 die nächste Aufgabe an, doch die hat es in sich. Die Schützlinge von Torsten Menges sind bei der ESG Gensungen/Felsberg zu Gast und damit bei einer Mannschaft, die als extrem heimstark gilt.

ESG Gensungen/Felsberg – TV 05/07 Hüttenburg U23 (Sa., 19.30 Uhr/Kreissporthalle Gensungen): »Die Jungs haben sich nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Wochenende riesig gefreut«, berichtet TVH-Trainer Torsten Menges. Doch nun wartet ein richtiger Brocken auf die junge Hüttenberger Mannschaft: Die ESG Gensungen/Felsberg, die mit der Empfehlung eines knappen Erfolges bei der TSG Münster in die Partie gegen den Zweitliga-Nachwuchs geht. Mit Jannis Kothe und Heinrich Wachs verfügt die ESG nach Ansicht des Hüttenberger Coachs über zwei starke Spieler im Rückraum, mit Christoph Koch einen athletischen Mann am Kreis. »Wir müssen gegen die starke 6:0-Deckung der Gensunger geduldig spielen und nicht zu früh abschließen.« Die Hüttenberger wollen ihrerseits mit der eigenen 3:2:1-Deckung die Rückraumachse der Gastgeber frühzeitig stören. Vielleicht haben sie dann eine Chance gegen das Gensunger Team, das sich wie immer bei den Heimspielen der leidenschaftlichen Unterstützung der eigenen Anhänger erfreuen kann. Der Name »Hölle Nord« für die Kreissporthalle Gensungen hat in gewisser Hinsicht schon eine Berechtigung. »Wichtig für uns ist auch, dass wir mit einem guten Gefühl aus dem Spiel herausgehen«, erklärt der Coach. Und wenn seine Spieler einen oder gar zwei Punkte aus Nordhessen mitbringen – umso besser.

HSG Kleenheim-Langgöns – MT Melsungen II (Sa., 20 Uhr/Weidigsporthalle Oberkleen): »Melsungen steht zwar hinten in der Tabelle, aber die Mannschaft hat sich zuletzt deutlich gesteigert und gegen Kirchzell sogar einen Punkt geholt«, stellt der HSG-Trainer Matthias Wendlandt fest und erneuert seine Einschätzung: »In dieser Klasse ist kein Spiel leicht. Wir müssen auch an diesem Wochenende wieder mit voller Konzentration und mit voller Leidenschaft in das Spiel gehen.« Die Kleenheimer haben sich von der ersten Saisonniederlage vor knapp zwei Wochen gegen die TSG Offenbach-Bürgel offensichtlich gut erholt und kamen in Büttelborn zu einem deutlichen Sieg. Dennoch warnt Wendlandt: »Melsungen hat eine gute erste Sieben. Vor allem die Außenspieler sind stark.« Bei der HSG Kleenheim-Langgöns waren alle Spieler in dieser Woche fit, sodass die Mannschaft in Bestbesetzung in die Partie gehen kann. Um Spitzenreiter TSG Bürgel auf den Fersen zu bleiben, benötigt die HSG sicherlich einen Sieg, könnte an diesem Wochenende aber auch an die Tabellenspitze zurückkehren, da Bürgel den starken Aufsteiger TuS Dotzheim erwartet.

HSG Wettenberg – RW Babenhausen (Sa., 20 Uhr/Großsporthalle Launsbach): Die Wettenberger wollen den Anschluss an die Spitzengruppe wahren. Doch HSG-Trainer Axel Spandau warnt vor dem morgigen Gast: »Babenhausen hat ähnliche Schwankungen wie wir«, berichtet er. Das könnte bedeuten: Die Partie ist völlig offen. Allerdings genießen die Wettenberger Heimrecht, und in eigener Halle hat die HSG bislang ausschließlich Siege eingefahren. Daran soll sich nichts ändern, eher daran, dass die Mannschaft in den letzten drei Auswärtsspielen Niederlagen bezogen hat. »Spielmacher Simon Brandt ist die Schlüsselfigur bei Babenhausen«, berichtet Axel Spandau, »Stefan Hollnack aus dem Rückraum und Lucas Eisenhuth auf Linksaußen die Toptorschützen.« »Erneut wartet eine unangenehme 5:1-Abwehr auf uns«, vermutet der HSG-Coach, der die Woche sicherlich dazu genutzt hat, Lösungen gegen einen solchen Abwehrverbund der Mannschaft zu vermitteln. Im Augenblick sind bei den Wettenbergern alle Spieler einsatzbereit. »Wir arbeiten weiter an der Konstanz in unserem Spiel«, nennt Spandau einen weiteren Schwerpunkt seiner Tätigkeit in den vergangenen Tagen.

HSG Pohlheim – MSG Umstadt/Habitzheim (Sa., 20. Uhr/Sporthalle Holzheim): »Ein Spiel ist so schwer wie das andere«, stellt Jens Dapper fest. In der Handball-Oberliga gibt es also keine leichten Aufgaben, wie die Partie vor einer Woche bei Schlusslicht Hüttenberg II gezeigt hat. Mit der MSG Umstadt/Habitzheim kommt der aktuelle Tabellendritte nach Holzheim, der sich nach dem Abstieg aus der dritten Liga vor eineinhalb Jahren stabilisiert hat. Die Pohlheimer haben nun die Gelegenheit, mit den Südhessen nach Punkten gleichzuziehen. Die MSG spielt wie die Hüttenberger eine 3:2:1-Deckung; die Pohlheimer hatten also Gelegenheit, sich auf eine solche Deckung einzustellen. Beim 18:22 vor einer Woche in Hüttenberg hat es überhaupt nicht geklappt. Vielleicht hat die Mannschaft die richtigen Lehren aus der Partie beim Nachbarn gezogen. In personeller Hinsicht gibt es eine positive Nachricht: Lukas Happel steht den Pohlheimern wieder uneingeschränkt zur Verfügung, nachdem er in Hüttenberg nur sporadisch zum Einsatz kommen konnte. Florian Niklas und Thimo Wagner stehen aber noch immer auf der Ausfallliste.

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