Lokalsport

Prügelszenen mit Rodheim/Horloff

Hässliche Szenen mit unglaublicher Gewalt überschatteten das sportliche Geschehen bei der Zwischenrunde des Büdinger Futsal-Cups in Nidda. Das Gruppenspiel zwischen dem Fußball-Kreisoberligisten SG Büdingen und dem B-Ligisten VfB Rodheim/Horloff wurde beim Stand von 2:1 für die SGB rund anderthalb Minuten vor dem Ende nach schweren Ausschreitungen abgebrochen. Zuvor hatten drei Spieler wegen Tätlichkeiten die Rote Karte gesehen. Beide Mannschaften wurden vom ausrichtenden Kreisfußballausschuss sofort vom Turnier ausgeschlossen.
26. Januar 2020, 22:33 Uhr
Frank Schneider

Hässliche Szenen mit unglaublicher Gewalt überschatteten das sportliche Geschehen bei der Zwischenrunde des Büdinger Futsal-Cups in Nidda. Das Gruppenspiel zwischen dem Fußball-Kreisoberligisten SG Büdingen und dem B-Ligisten VfB Rodheim/Horloff wurde beim Stand von 2:1 für die SGB rund anderthalb Minuten vor dem Ende nach schweren Ausschreitungen abgebrochen. Zuvor hatten drei Spieler wegen Tätlichkeiten die Rote Karte gesehen. Beide Mannschaften wurden vom ausrichtenden Kreisfußballausschuss sofort vom Turnier ausgeschlossen.

Sieger beim Futsal-Cup wurde wie in den beiden Vorjahren erneut der FC Alemannia Gedern. Der Kreisoberligist setzte sich im Finale gegen Ligakonkurrent Viktoria Nidda knapp mit 1:0 durch.

Auslöser der Tumulte zwischen Büdingen und Rodheim/Horloff war eine Rudelbildung während des Spiels, bei der schon erstmals die Fäuste flogen. Der heranstürmende Torwart des VfB Rodheim sorgte mit Anlauf und einem satten Kung-Fu-ähnlichen Tritt inmitten die Spielertraube für den negativen Höhepunkt. Die Schiedsrichter Volker Höpp (Dauernheim) und Rolf Seifert (Lindheim) behielten den Überblick und verwiesen zurecht drei Spieler mit der Roten Karte des Feldes.

Neben dem Keeper der Rodheimer traf es auch noch einen weiteren Spieler des VfB sowie auch den Schlussmann der Büdinger. Wenig später brachen auf dem Spielfeld aber alle Dämme. Spieler und auf das Parkett stürmende Zuschauer lieferten sich heftige Prügelszenen in Wild-West-Manier, auf der Tribüne suchten Mütter mit ihren kleinen Kindern fluchtartig Schutz auf oberen Sitzreihen. Der Spielabbruch war für die Schiedsrichter die einzig mögliche Konsequenz, um dem teils brutalen Tohuwabohu ein Ende zu setzen.

Als rund 20 Minuten später mehrere Polizeibeamte mit drei Streifenwagen anrückten, hatten sich die Gemüter wieder einigermaßen beruhigt und das ansonsten fair verlaufene Turnier wurde fortgeführt.

Bleiben wird gewiss ein Imageschaden. Die auf einem bald kursierenden Internetvideo festgehaltenen Jagdszenen in der Sporthalle sorgten jedenfalls für Entsetzen und Fassungslosigkeit. Den beiden beteiligten Vereinen drohen jetzt harte Sanktionen durch das Kreissportgericht.

Der in der Halle anwesende Büdinger Kreisfußballwart Jörg Hinterseher sprach von »bedauerlichen Vorfällen«, lehnte mit dem Verweis auf ein schwebendes Verfahren gegenüber dieser Zeitung aber jede weitere Kommentierung ab.

Auch vom VfB Rodheim/Horloff war bsi späten Sonntagabend keine Stellungnahme zu erhalten.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/sport/lokalsport-gaz/Lokalsport-Pruegelszenen-mit-Rodheim-Horloff;art1434,662027

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