28. Januar 2019, 21:56 Uhr

Pointers zurück an der Spitze

28. Januar 2019, 21:56 Uhr
KC
Kai Steinmüller, Trainer beim TSV Lang-Göns, kann vor allem die zweite Halbzeit seiner Mannschaft nicht gefallen. (Foto: ras)

Überraschende Niederlagen setzte es am vergangenen Wochenende in der Landesliga Nord für den TSV Lang-Göns und Lich Basketball II. Die dritte Mannschaft der Gießen Pointers ist dagegen nach dem ungefährdeten 74:51-Heimsieg über den BC Marburg II wieder Tabellenführer. Der TSV hat erstmals vor heimischem Publikum Federn gelassen und verlor gegen die ACT Kassel III mit 76:85. Lich musste sich beim TV Wetzlar mit 69:62 geschlagen geben.

TV Wetzlar – Lich Basketball II 69:62 (41:26): Nach dem Erfolg gegen den Tabellenführer wollte Lich in Wetzlar nachlegen, musste allerdings krankheitsbedingt auf Coach Thorsten Heinz verzichten. Gecoacht von Co-Trainer Max Stelzer, kamen die Licher gut in die Partie und führten knapp. Nach einer Wetzlarer Auszeit verloren die Gäste jedoch völlig den Faden, mussten bis zur Viertelpause einen 9:2-Run Wetzlars zur 20:14-Pausenführung hinnehmen. Auch in Abschnitt zwei kam Lich überhaupt nicht in die Partie, ein weiterer 11:0-Lauf für Wetzlar bedeutete eine 41:26-Führung der Hausherren zur Halbzeit. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wollte sich Lich noch nicht geschlagen geben. Angeführt von Finn Jakob und Paul Hungenberg, kämpften sie sich Punkt für Punkt in Schlagdistanz und gingen mit einem 52:44 in die letzten zehn Minuten. Wetzlars Johannes Cremer lief jedoch nun aus der Distanz heiß, erzielte allein in diesem Viertel zwölf Punkte von »Downtown« und sorgte dafür, dass Wetzlar letztendlich den viel umjubelten 69:62-Heimsieg sichern konnte. Stelzer bilanzierte nach der Partie: »Gegen Ende des ersten Viertels haben wir den Zugriff aufs Spiel verloren, Wetzlar hat sich dagegen in einen Rausch gespielt. Die Aufholjagd hat enorm viel Kraft gekostet, und Wetzlar hat letztendlich verdient gewonnen.«

Lich: Roith (17), Jakob (7), Wolf (5/1), Gümbel (0), Gänger (11/3), Werkle (7/1), Hungenberg (7), Reitschmidt (8), Schmidt (2), Friedrich (0), Endres (0).

TSV Lang-Göns – ACT Kassel III 76:85 (34:38): Trotz anhaltender Verletzungsmisere – Center Gerrit Gissel fällt den Rest der Saison aus, Anatoli Rejditsch und Scruggs sind krank bzw. verletzt – startete der TSV sehr stark in die Partie, punktete nach Belieben und führte nach sechs gespielten Minuten bereits mit 20:2. Kassel war zu einer Auszeit gezwungen und kämpfte sich durch Unkonzentriertheit in der Lang-Gönser Defense mit einem 11:0-Run bis zur Viertelpause zurück. Im zweiten Viertel gelang den Hausherren nahezu nichts, das Fehlen von drei Startern war deutlich zu spüren. Im Angriff zu kopflos und in der Defense immer einen Schritt zu spät – so sollte der Vorsprung bis zur Pause verloren gehen. Kassel führte mit 38:34. Trotz deutlicher Worte von Coach Steinmüller präsentierte sich Lang-Göns weiterhin ideenlos im Angriff. Auch in der Defense konnten keine Stops gegen intelligent spielende Gäste erzielt werden, die immer wieder den freien Mann in Szene setzten (51:61). In den letzten zehn Minuten wollte der TSV das Ruder noch herumreißen und fand im Angriff wieder ins Spiel zurück. Allerdings konnte man nicht mehr entscheidend verkürzen, da Kassel zu oft zu einfachen Punkten kam. So ging die Partie verdient mit 76:85 verloren. Ein sichtlich frustrierter Steinmüller bilanzierte: »Kassel hat verdient gewonnen. Wir haben – wie im letzten Spiel – im Angriff kopflos gespielt. Hinzu kam die unaufmerksame Verteidigung, die sich auch durch das Fehlen wichtiger Spieler nicht erklären lässt.«

Lang-Göns: Steinbach (23/5), Burns (19/3), Kane (11), Christ (7), Feldkamp (5/1), Remy (5), Göbel (2), Petrillo (2), Yalaz (2), Bouffier (0).

Gießen Pointers III – BC Marburg II 74:51 (38:29): Die Pointers gingen ersatzgeschwächt in die Partie und fanden nur sehr schwer ins Spiel. Die Gäste aus Marburg agierten mit einer sehr engen Zonenverteidigung und machten die Räume gut zu. Über eine bessere Leistung in der eigenen Defense fand Gießen auch in der Offense wieder den Rhythmus. Teddy Kaeuffer erzielte bis zur Viertelpause drei Dreier. Im zweiten Abschnitt fokussierten die Pointers das Inside-Spiel mehr und setzten sich ab. Durch die Unaufmerksamkeit in der Pointers-Defense verkürzten die Gäste aus Marburg zum 29:38-Halbzeitstand. Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Hausherren. Sowohl in der Defense als auch in der Offense agierten die Pointers wieder mit mehr Elan. Angriff um Angriff wurde sehr gut gespielt. Marburg konnte in der zweiten Halbzeit kaum noch etwas dagegensetzen. Der Pointers-Vorsprung stieg an. Gießen spielte die Partie kontrolliert zu Ende und fuhr einen ungefährdeten 74:51-Heimsieg ein. Christoph Harnisch zeigte sich hochzufrieden mit der Begegnung: »Wir sind schlecht gestartet, konnten uns zum Glück enorm steigern und haben letztendlich einen auch in der Höhe verdienten Heimsieg eingefahren. Nach einem Spieltag auf Platz zwei sind wir zurück an der Tabellenspitze.«

Gießen: Bosch (2), Harnisch (17), Jarke (0), Christopher Junker (15), Sebastian Junker (0), Kaeuffer (17/3), Shahim (17/2), Weitzel (1), Willumat (1).

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