19. Juni 2020, 16:00 Uhr

Tennis

Optimistische Grünberger haben »alle an Bord«

Die Herren 30 vom TC Grünberg beginnen die Verbandsliga-Saison mit einem Heimspiel. RW Gießen hat in der »Corona-Saison« mit Lars Pörschke und Steven Moneke klangvolle Namen im Kader.
19. Juni 2020, 16:00 Uhr
Sechs Partien warten auf Robin Wagner und seinen TC Grünberg in der Medenrunde. Am Sonntag geht’s los. FOTO: VOGLER

Corona macht’s möglich. Statt den Kader mit Akteuren aus Israel oder Indien zu verstärken, wie ursprünglich ins Auge gefasst, setzt der TC Rot-Weiß Gießen ganz auf heimische Akteure. Neben den aktiven Tennis-Herren von der Grünberger Straße schlagen in der Verbandsliga noch zwei heimische Altersklassen-Mannschaften auf. So starten die Herren 30 des TC Grünberg in der Gruppe 60, und der TV Watzenborn wird bei den Herren 50 in der Gruppe 82 um Punkte spielen.

Herren (6er), Gr. 50 / TC RW Gießen: Spieler, die in Mittelhessen groß geworden sind, gehören in dieser Saison zum Kader der Rot-Weißen. Mit Steven Moneke aus Alten-Buseck und Lars Pörschke aus Großen-Buseck ragen zwei Akteure heraus, die sich weit außerhalb des Kreises Gießen einen Namen gemacht haben und in der Tennis-Weltrangliste bereits im Vorderfeld zu finden waren. Moneke und Pörschke kehren nach Mittelhessen zurück, auch weil ihre Stammvereine ihnen keine Spielmöglichkeit einräumen konnten. Mit diesen beiden dürften die Verluste von David Billek und Maximilian Rink kompensiert werden. Hinter Moneke spielt auf Position zwei Ben Cronau, der in der deutschen Rangliste Platz 601 einnimmt. Danach folgen der Grünberger Philipp Hessler sowie Pörschke. Mannschaftskapitän Hagen Henny und Sebastian Dietz komplettieren das Feld. Außerdem stehen noch Beruk Tsegai und Darius Balan bereit. Angesichts dieser Zusammensetzung kann man einiges erwarten vom heimischen Aushängeschild. Doch Mannschaftsführer Hagen Henny warnt vor allzu großem Optimismus. »Es gibt viele Unwägbarkeiten«, dämpft er besonders hohe Erwartungen. Auch andere Verbandsligateams haben die Möglichkeit, ihren Kader durch »Corona-geschädigte«, starke Spieler zu ergänzen. Dieses Privileg hat Gießen eben nicht exklusiv.

Allerdings muss auch der Rot-Weiß-Kapitän einräumen, dass seine Mannschaft über eine gewisse Qualität verfügt. Er sieht eine echte Chance, oben mitzuspielen. Dass wegen der Besonderheit in dieser Saison (ein Aufsteiger, kein Absteiger) die Blicke ausschließlich nach oben zu richten sind, macht die Runde besonders attraktiv. Die erste Standortbestimmung für den TC Rot-Weiß erfolgt am Sonntag (9 Uhr), wenn die Gießener in Ober-Mörlen anzutreten haben.

Aufgebot: Steven Moneke, Ben Cronau, Philipp Hessler, Lars Pörschke, Hagen Henny, Sebastian Dietz, Beruk Tsegai, Darius Balan.

Herren 30 (6er), Gr. 60 / TC Grünberg: Steffen Nebeling, Mannschaftführer der Grünberger, ist optimistisch: »Wir können eine gute Rolle spielen«, schätzt er die Spielstärke seiner Mannschaft ein. Immerhin sieben Teams gehen in dieser Staffel an den Start. Lediglich der TV Marxheim aus Hofheim hat seine Truppe zurückgezogen. Alle anderen wollen wieder um Punkte spielen. Seinen Optimismus nährt Nebeling daraus, dass der TC Grünberg »alle Mann an Bord« hat. »Wir haben fleißig trainiert«, wirft der Kapitän einen Blick zurück auf die Saisonvorbereitung. Nicht ganz so glücklich können die Grünberger mit dem Terminplan sein, denn zum Saisonstart (Sonntag, 9 Uhr) erwarten sie den SKG Frankfurt und gehen dann in die Sommerferien, denn am zweiten Spieltag sind sie zum Zuschauen verurteilt und greifen erst am 16. August mit dem Spiel beim SC SaFo Frankfurt II wieder ins Geschehen ein. Dennoch: Den Grünbergern ist durchaus etwas zuzutrauen, denn fast alle Akteure haben in den letzten Jahren bereits Verbandsliga-Luft bei den Aktiven geschnuppert.

Aufgebot: Robin Wagner, Marc-René Müller, Philipp Dallmann, Patrick Schunack, Steffen Nebeling, Andreas Lenz, Christopher Schmier.

Herren 50 (6er), Gr. 83 / TV Watzenborn: In der vergangenen Saison waren die Pohlheimer zwar sportlich abgestiegen, doch dann erhielten sie eine zweite Chance und können erneut in dieser Klasse antreten. Der Ligaverbleib ist vonseiten des Verbandes garantiert, und so können sich die Watzenborner auf eine entspannte Runde freuen. Sieben Mannschaften gehören dieser Staffel an, deren Saison erst am zweiten September-Wochenende beendet sein wird. Zum Auftakt erwartet der TVW den TC Niedernhausen (Samstag, 14 Uhr) und hat eine Woche später beim SC 80 in Frankfurt anzutreten. »Wir sind ziemlich doppelstark«, berichtet Volkmar Schäfer, der das Amt des Mannschaftsführers von Matthias Pfarschner übernommen hat. Diesen Vorteil wollen die Watzenborner diesmal in die Waagschale werfen und alles tun, sich vom Tabellenende fern zu halten, obwohl ein Platz ganz unten im Tableau diesmal keine Folgen für die betroffenen Mannschaften hat. Der TV 07 baut im Großen und Ganzen auf die Mannschaft des vergangenen Jahres. Als Neuzugang meldeten die Pohlheimer mit Reinhard Daehne einen Akteur, der im vergangenen Jahr in Lollar aufgeschlagen hat.

Aufgebot: Michael Schiller, Olgerd Jarzinka, Peter Schreiner, Matthias Pfarschner, Volkmar Schäfer, Reinhard Dähne, Matthias Bonnesen, Burkhard Rustige.

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